Friedrich Bernhard Heinrich Poten
Friedrich Bernhard Heinrich Poten (* 22. November 1779 auf Groß Munzel bei Wunstorf; † 26. Oktober 1845 in Osnabrück) war ein königlich hannoverischer Generalmajor. Er erhielt am 30. März 1827 den badischen Freiherrenstand als von Poten und bekam am 27. September 1832 die hannoversche Anerkennung.
Herkunft
Er entstammt der Soldaten-Familie Poten. Sein Vater war der Oberstleutnant im leichten Dragoner Regiment Prinz von Wallis Johann Henrich Poten (* 8. August 1733; † 25. Januar 1806). Sein Mutter war Friederike Christine Sander. Zwei weitere Brüder wurden ebenfalls Generäle: August (1789–1869) und Conrad (1792–1863) waren hannoverische Generalleutnants.
Leben
Er ging in hannoverischer Dienste und wurde im Januar 1790 Kadett. Am 19. Januar 1795 wurde er dann Leutnant im Dragoner-Regiment No.10. Aber 1803 wurde das Kurfürstentum Hannover von Frankreich besetzt und mit der Konvention von Artlenburg kam es zur Auflösung der hannoverschen Armee. Poten wechselte wie viele seiner Kameraden in britische Dienste. Am 16. Januar 1804 kam er in das 1. Husaren-Regiment der KGL. Am 4. August 1810 wurde er Kapitän 3. Husaren-Regiment und diente als Adjutant des Herzogs von Cumberland.
Nach dem Krieg wurde er am 1. März 1816 als Major (mit Patent zum 16. August 1815) in das 3. Husaren-Regiment übernommen. Er wurde am 4. Oktober 1825 zum Oberstleutnant in das 1. Ulanen-Regiment versetzt. Im Jahr 1831 wurde er Kommandeur des Garde-Husaren-Regiments. Am 1. Juli 1833 kam er in das 1. Dragoner-Regiment und wurde am 1. Januar 1838 als Kommandeur in die 4. Kavallerie-Brigade versetzt. Am 2. Januar 1839 wurde er dann zum Oberst und am 2. Juni 1845 zum Generalmajor befördert. Aber schon am 30. September 1845 wurde er pensioniert und starb am 26. Oktober 1845 in Osnabrück.
Familie
Poten heiratete 1835 in Berlin Luise Sophie von Bardeleben (* 20. Oktober 1797; † 3. Februar 1883), eine Tochter des preußischen Oberst Friedrich Wilhelm Carl Leopold von Bardeleben (* 30. Juni 1747; † 29. April 1812). Die Ehe war kinderlos.
Literatur
- Bernhard von Poten, Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 309 Nr. 376
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser. Justus Perthes, Gotha, 1907 S. 617 f.
- Bernhard Koerner, Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien, Band 15, 1909, S. 346f
- North Ludlow Beamish, Geschichte der koeniglich deutschen Legion, Teil 2, S. 51 Nr. 251
- Genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1872, S. 517f
- Maximilian Gritzner, Standes-Erhebungen und Gnaden-Acte Deutscher Landesfürsten während der letzten drei Jahrhunderte, Band 1, S. 12