Friedrich August Schmidt (Politiker)

Friedrich August Schmidt (* 15. Dezember 1888 in Boele; † 15. März 1945 ebenda) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP) im Gau Westfalen-Süd.

Leben

Friedrich August Schmidt wurde als Sohn des August Schmidt geboren und erlernte wie sein Vater den Beruf des Hufschmieds. Nach der Gesellenprüfung im Jahre 1906 übernahm er zum Jahresbeginn 1914 den väterlichen Schmiedebetrieb. Er musste Kriegsdienst leisten und kam in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung kehrte er in seinen Beruf zurück und bestand am 8. September 1919 die Meisterprüfung im Schmiedehandwerk.

Schmidt trat zum 1. Dezember 1930 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 380.224)[1] und wurde Ortsgruppenleiter in Hagen-Eckesey. 1932 war er Kandidat bei der Reichstagswahl Juli 1932 und der Reichstagswahl November 1932 und erhielt 1933 einen Sitz im Provinziallandtag der Provinz Westfalen. Im Mai 1934 wurde er stellvertretender NSDAP-Kreisleiter in Hagen und fungierte von Juni 1935 bis Juni 1936 und von Oktober 1936 bis zum 15. März 1945 als NSDAP-Kreisleiter in Hagen.

Schmidt kam bei einem Luftangriff auf Hagen am 15. März 1945 ums Leben.

Öffentliche Ämter

  • ab Juli 1933 Präsident der Handwerkskammer Dortmund
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates des Signal-Unfall-Versicherungsvereins AG
  • Mitglied verschiedener Aufsichtsräte
  • Reichsinnungsmeister des deutschen Schmiedehandwerks
  • ab 1934 Landeshandwerksmeister Bezirk Westfalen
  • ab 1943 Vizepräsident und Leiter der Abteilung Handwerk der neu gebildeten Gauwirtschaftskammer Westfalen-Süd
  • April 1943 Gauhandwerksmeister Westfalen-Süd

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 273 (Digitalisat)

Einzelnachweise

  1. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37960638