Friedhofskapelle Cochstedt

Die Friedhofskapelle Cochstedt ist eine denkmalgeschützte Kapelle in der zur Stadt Hecklingen gehörenden Stadt Cochstedt in Sachsen-Anhalt.

Lage

Die Kapelle befindet sich auf dem an der Straße Am Friedhof gelegenen Friedhof Cochstedt am südlichen Ortsrand von Cochstedt.

Architektur und Geschichte

Die neoromanische Kapelle wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts[1], andere Angaben nennen die Zeit um 1900,[2] aus Kalkstein errichtet und diente als Familiengruft der Familie Silberschlag.

Die Kapelle verfügt über einen nach Osten weisenden halbrunden Chorabschluss mit Apsis. Der auf der Westseite befindliche Eingang ist als Portikus ausgeführt. Der Westgiebel wird von einem Kreuz bekrönt.

Zumindest schon in der Zeit der DDR erfolgte dann jedoch auch eine Nutzung als Friedhofskapelle, wobei hierzu auch eine vertragliche Regelung mit der Erbin der in der Kapelle auch beigesetzten Stifter geschlossen wurde. Der begonnene Bau einer gemeindlichen Friedhofskapelle wurde daraufhin nicht fertiggestellt, sondern stattdessen als Eigenheim vollendet.

Die letzte Beisetzung eines Familienmitgliedes erfolgte im Jahr 2007. Der bauliche Zustand der Kapelle stellte sich jedoch als sanierungsbedürftig dar. Mit der Sanierung wurde der Architekt Gerd Srocke beauftragt. Die Arbeiten kosteten 80.000 €, wobei Fördermittel des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten eingeworben werden konnten. 2013 folgten Arbeiten zur Wiederherstellung der Innengestaltung, die von der Silberschlag-Stiftung bezahlt wurden. Eine vermutete ursprüngliche Bemalung der Außenfassaden wurde jedoch nicht wiederhergestellt.

Für die beigesetzten Familienmitglieder der Familie Silberschlag hängen Kreuze in der Kapelle. Weitere Beisetzungen in der Kapelle sind jedoch nicht mehr vorgesehen.[3]

Im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt ist die Kapelle unter der Erfassungsnummer 094 16445 als Baudenkmal eingetragen.[4]

Literatur

  • Sabine Oszmer, Peter Seyfried: Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Band 8.1, Landkreis Aschersleben-Staßfurt (Altkreis Aschersleben). Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, fliegenkopf verlag Halle, 2000, ISBN 3-910147-67-4, Seite 89.
Commons: Friedhofskapelle Cochstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sabine Oszmer, Peter Seyfried: Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Band 8.1, Landkreis Aschersleben-Staßfurt (Altkreis Aschersleben). Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, fliegenkopf verlag Halle, 2000, ISBN 3-910147-67-4, Seite 89
  2. Thomas Höfs, Schönheit der Grabkapelle bis nach Staßfurt bekannt vom 29. August 2013 auf www.volksstimme.de
  3. Thomas Höfs, Schönheit der Grabkapelle bis nach Staßfurt bekannt vom 29. August 2013 auf www.volksstimme.de
  4. Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19.03.2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 3692 f.

Koordinaten: 51° 52′ 46,2″ N, 11° 24′ 45,5″ O