Friedhof Winsen (Aller)

Der Friedhof Winsen (Aller), Bannetzer Straße 1, in der niedersächsischen Gemeinde Winsen (Aller), im Landkreis Celle, wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der Gemeinde angelegt. Aktuell (2025) wird er als kommunaler Friedhof genutzt.

Die Anlage steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Winsen (Aller)).

Geschichte und Beschreibung

Der öffentliche Friedhof mit rechteckiger Grundfläche wurde 1820 angelegt. Er hat einen Hauptweg von West nach Ost und daran angelegte Abteilungen mit orthogonalem Wegesystem sowie einen alten Baumbestand und historische Grabsteine. Das Gräberfeld mit 32 kulturhistorischen Grabmalen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wurde 2014 saniert.

Auf dem Friedhof wurden 77 Tote des Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft beerdigt; darunter 57 deutsche Soldaten, Angehörige eines RAD-Flakverbands, des Volkssturms und Zivilbedienstete, die überwiegend Mitte April 1945 bei den Endkämpfen an der Allerlinie verstorben sind. In einem Sammelgrab in Nähe der Bannetzer Straße ruhen 20 namenlose sowjetische Kriegsgefangene.[1] Umgeben ist der Friedhof durch eine denkmalgeschützte Einfriedungsmauer aus Naturstein.

Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… Der Friedhof hat Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte ….“

Sieben kommunale Friedhöfe gibt es in der Gemeinde: Bannetze, Meißendorf, Stedden, Thüren, Winsen, Walle und Wolthausen (Waldfriedhof).

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Einzelnachweise

  1. Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Koordinaten: 52° 0′ 0″ N, 9° 54′ 2,3″ O