Friederike von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

Friederike Caroline Juliane von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (* 9. Oktober 1811[1] auf Schloss Gottorf; † 10. Juli 1902 in Alexisbad) heiratete 1834 Herzog Alexander Carl von Anhalt-Bernburg und wurde so Herzogin von Anhalt-Bernburg.

Leben

Friederikes Eltern waren Friedrich Wilhelm von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1785–1831) und Luise Karoline von Hessen-Kassel (1789–1867), Tochter von Karl von Hessen-Kassel. Sie wurde als Prinzessin von Holstein-Sonderburg-Glücksburg geboren und hatte eine ältere Schwester und noch acht jüngere Geschwister. Ihre Kindheit verlief harmonisch.

Als Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg, der Vater ihres Mannes, am 24. März 1834 in Ballenstedt starb, erhielt sie einen Heiratsantrag. Die Vermählung auf Schloss Gottorf fand am 30. Oktober 1834 statt.

Die Heirat diente in erster Linie der materiellen Absicherung von Friederike. Diese Vernunftehe blieb kinderlos. Die Herzogin gewann durch ihre anmutige Erscheinung und Liebenswürdigkeit schnell die Herzen der Ballenstedter. Mit dem Hofmaler und Kammerherrn Wilhelm von Kügelgen verband sie ein freundschaftliches Verhältnis. Dieser berichtete, dass sie einen positiven Einfluss auf ihren Mann hatte. So hatte sich der unangenehme, gezierte Ton am Bernburger Hof durch den Einfluss der 23 Jahre jungen Herzogin sehr gebessert und gelockert. Sie blieb aber als Herzogin und später Herzogin-Witwe Zeit ihres Lebens in der zeittypischen höfischen Isolation gefangen.

Wilhelm von Kügelgen stand ihr während der Revolutionsjahre 1848 und 1849 (mit dem Bernburger Bürgermord auf dem Markt vor dem Regierungsgebäude) als treuer Freund zur Seite. Mehrmals hat er sie auch porträtiert.

Aus ihrer christlicher Überzeugung erwarb Herzogin Friederike Vermögen und mehrte dies, um es dann in wohltätiger Liebe an Bedürftige weiterzureichen. Sie gründete mit ihren eigenen Mitteln Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser in ihrem Herzogtum und führte in ihrem Testament ihr gesamtes Vermögen wohltätigen Zwecken zu. Dadurch gewann sie die Zuneigung ihrer Untertanen.

In Ballenstedt rief sie eine Kleinkinderschule und in Bernburg eine Näh- und Strickschule für arme Mädchen ins Leben. 1848 gründete sie das Friederikenhaus – eine Anstalt für Waisenkinder in Ballenstedt.

Neben den sozialen Belangen widmete sie sich auch noch besonders der Entwicklung des Bergbaus im Herzogtum, einer Grundlage des Reichtums des Landes.

Nachdem der Herzog zum Zwecke der Erholung wegen Krankheit in das Schloss Hoym umsiedelte, wurde die Herzogin 1855 Mitregentin - und blieb es bis zu dessen Tod 1863. Der Gesundheitszustand des Herzogs ließ eine Führung der Amtsgeschäfte des Herzogtums nicht mehr zu. Heute wird vermutet, dass er an einer Schizophrenie litt. Auch seine vier Jahre ältere Schwester Luise von Anhalt-Bernburg (verheiratete Prinzessin von Preußen) verblieb von 1855 bis zu ihrem Tod 1882 mit einem kleinen Hofstaat auf Schloss Eller bei dem damals preußischen Düsseldorf. Diese chronischen Nervenleiden, welche die Geschwister von ihrer Mutter Marie Friederike von Hessen-Kassel (verheiratete Herzogin von Anhalt-Bernburg) geerbt hatten, wurde in diesen höheren Gesellschaftskreisen mit größter Diskretion behandelt.

Die Politik des Herzogtums änderte sich unter dem Regiment der Herzogin. Sie fühlte sich dem Bürgertum, dem sie so nahe stand, sehr verpflichtet, weswegen sie sich stark karitativ engagierte und nun noch verstärkt Krankenhäuser, Waisenhäuser und Altenheime gründete. Auch agierte sie wirtschaftlich klug und verringerte die Arbeitslosigkeit durch vermehrte Aufträge im Bereich der Gartenkunst und Architektur.

Laut der Chronik von Hoym war die Herzogin eine tatkräftige Persönlichkeit, die Gründungen und Stiftungen veranlasste - beispielsweise die Wiederherstellung der Stiftskirche zu Gernrode oder die Förderung der Neinstedter Anstalten.

Auf ihre Initiative hin entsteht 1859 ein Stift für Taubstumme und Blinde und das St. Johannes Krankenhaus in Bernburg. Außerdem gab sie 30 beschäftigungslosen Tagelöhner Arbeit und ließ diese den Schlosspark umgestalten. Ihre Wohltätigkeit und Fürsorge für ihre Untertanen bewies sie noch durch zahlreiche weitere Aktivitäten.

Nach dem Tod des Herzogs am 19. August 1863 wurde das Herzogtum Anhalt-Bernburg mit dem Herzogtum Anhalt-Dessau vereinigt und Herzogin Friederike lebte daraufhin bis zu ihrem Tod auf Schloss Ballenstedt.

Ebenfalls noch 1863 (am 15. November) wurde ihr Bruder Christian (1818–1906) als Christian IX. König von Dänemark.

Sie starb am 10. Juli 1902 in Alexisbad und wurde am 14. Juli 1902 unter plebiszitärer Anteilnahme der Bevölkerung in der Fürstengruft der Schlosskirche beigesetzt. Mit ihr trugen die Anhalt-Bernburger symbolisch ihr 1863 vergangenes Herzogtum zu Grabe.

10.000 Bände aus ihrer Bibliothek schenkte die Herzogin der Stadtbibliothek Ballenstedt, auch in der Schlossbibliothek Glücksburg sind einige Bände aus ihrem Besitz.[2]

Portraits

  • Herzogin Friederike von Anhalt-Bernburg, Ölgemälde im Schloss Hoym von Wilhelm von Kügelgen (um 1834/35; verschollen); 1855 für Herzog Alexander Carl dort aufgehängt
  • Herzogin Friederike von Anhalt-Bernburg, Ölgemälde im Schloss Ballenstedt von Wilhelm von Kügelgen (um 1840)
  • Friederike, Caroline, Juliane. Herzogin zu Anhalt-Bernburg. Brustbild en face im Oval mit Zierrahmen, Original-Lithographie mit Tonplatte von Ed. Uber (im Stein signiert), bildliche Darstellung ca. 11,5 × 9,5 cm auf rückseitig unbedrucktem Büttenkarton ca. 18,5 × 12,5 cm, Verlag von C. A. Stange, Dessau um 1840.
  • Bildnis der Friederike Caroline Juliane, Herzogin zu Anhalt-Bernburg - Friedrich Oldermann, Lithograph und Friedrich Schammert, Zeichner - L. Sachse & Co. <Berlin>, Druck - Druckort: Berlin - um 1845 - Lithographie - (Platte); 538 x 388 mm (Blatt) - Halberstadt, Gleimhaus, Inventar-Nr. P2 Anh.-Bernbg. FCJ 1, alte Inventar-Nr. Ca 2739, alte Katalog-Nr. a.B.
  • Herzogin Friederike von Anhalt-Bernburg, Ölgemälde im Museum Schloss Bernburg; an ihrem 85. Geburtstag (1896) stehend mit dunkelblau/grünem Kleid, Spitzenbesatz, Perlenkette, Krone, Fächer in der rechten Hand, neben ihr ein Hermelinmantel. signiert rechts unten: Carl Jordan 1896

Erinnerungszeichen der Herzogin-Witwe Friederike von Anhalt-Bernburg zu ihrem 90. Geburtstag am 9. Oktober 1901

Dieses Erinnerungszeichen wurde durch die Herzogin-Witwe Friederike von Anhalt-Bernburg am 9. Oktober 1901 anlässlich ihres 90. Geburtstages gestiftet. Die Genehmigung zu dieser Stiftung erteilte Herzog Friedrich I. von Anhalt.

Durch die Übertragung der Stiftung wurde das Ehrenzeichen zur staatlichen Auszeichnung. König Wilhelm II. von Preußen erteilte anschließend die Tragegenehmigung. Das Ehrenzeichen wurde durch den Juwelier und Hoflieferanten Otto Ackermann in Dessau gefertigt. Verliehen wurde es anlässlich der Feierlichkeiten zum Geburtstag an nahestehende Personen und Verwandte und Beamte ihres Hofstaates.[3]

Insgesamt wurden nur 130 Ehrenzeichen verliehen. 1902 wurden noch 2 Nachverleihungen an die Prinzessinnen Hilda und Antoinette-Anna von Anhalt vorgenommen. Nach dem Tod der Herzogin-Witwe am 10. Juli 1902 endeten die Verleihungen. Das Ehrenzeichen war nicht rückgabepflichtig.[4]

Gedenken

Nach dem beeindruckenden Begräbnis der letzten Herzogin von Anhalt-Bernburg am 14. Juli 1902 wurde im ganzen Land für ein Denkmal für sie gesammelt, das auf dem Platz vor der Schlosskirche ganz in der Nähe der Gruft der bernburgischen Askanier aufgestellt wurde, wo auch die Herzogin (in der ersten von drei Ebenen) liegt. Schon 1905 konnte eine überlebensgroße Bronzefigur auf einem hohen Steinsockel enthüllt werden, die zwar im Ersten Weltkrieg (1914/18) verschont, aber dann im Zweiten Weltkrieg (1939/45) doch noch eingeschmolzen wurde. Trotz einer Initiative anlässlich des 100. Todestages der Herzogin im Jahr 2002 mit einem vom damaligen Museumsdirektor Jürgen Weigelt aufgestellten Pappbild auf einem Sockel auf städtischem Grund, die auch vom damaligen Oberbürgermeister Helmut Rieche unterstützt wurde, kam es zu keiner Wiederherstellung des Denkmals. Auch Benita Mannich, die damalige Kreistagspräsidentin des Kreises Bernburg, unterstützte die Aktion und erinnerte in einer Rede in der Schlosskirche an die Notwendigkeit, identitätsstiftende Schwerpunkte für die Region Anhalt zu finden, worunter sie auch das geplante Denkmal für Herzogin Friederike zählte, die den Armen und Bedürftigen eine treue Helferin geblieben war.[5]

Eines der drei ehemaligen Gymnasien in Bernburg (Saale), das Friederiken-Gymnasium, war nach ihr benannt (im 19. Jahrhundert Friederiken-Schule, ab 1923 Friederiken-Lyzeum). In Bernburg besteht das nach ihr benannte Altenheim Herzogin-Friederiken-Stift. In Ballenstedt trägt die Friederiken-Grundschule ihren Namen und im Schlosspark befindet sich ein 1996 errichtetes Denkmal.

Vorfahren

 
 
 
 
 
Karl Anton von Schleswig Holstein (1727–1759)
 
 
 
 
Friedrich Karl Ludwig von Schleswig-Holstein (1757–1816)
 
 
 
 
 
Friederike von Dohna-Schlobitten (1738–1786)
 
 
 
Friedrich Wilhelm von Schleswig-Holstein (1785–1831)
 
 
 
 
 
 
Leopold von Schlieben (1723–1788)
 
 
 
Friederike von Schlieben (1757–1827)
 
 
 
 
 
Marie Eleonore von Lehndorff (1723–1800)
 
 
 
Friederike von Schleswig Holstein
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720–1785)
 
 
 
Karl von Hessen-Kassel (1744–1836)
 
 
 
 
 
Maria von Großbritannien (1723–1772)
 
 
 
Luise Karoline von Hessen-Kassel (1789–1867)
 
 
 
 
 
 
 
 
König Friedrich V. von Dänemark (1723–1766)
 
 
 
Louise von Dänemark (1750–1831)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Louise von Großbritannien (1724–1751)
 
 

Literatur

  • Petra Dollinger: Frauen am Ballenstedter Hof. Beiträge zur Geschichte von Politik und Gesellschaft an einem Fürstenhof des 19. Jahrhunderts. Leipziger Universitäts-Verlag, Leipzig 1999, ISBN 3-933240-59-X
  • Petra Dollinger: Anhalt-Bernburg, Friedrike Caroline Juliane Herzogin von, geb. Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-(Beck-) Glücksburg. In: Eva Labouvie (Hrsg.): Frauen in Sachsen-Anhalt, Bd. 2: Ein biographisch-bibliographisches Lexikon vom 19. Jahrhundert bis 1945. Böhlau, Köln u. a. 2019, ISBN 978-3-412-51145-6, S. 45–50.
  • Friederike Caroline Juliane Herzogin zu Anhalt-Bernburg, geborene Prinzessin zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. (dargebracht von Hofprediger Schubart). - Verlag Dünnhaupt, Dessau, 1901. - 57 Seiten.
  • Korrespondenzen von Friederike Caroline Juliane von 1871 bis 1902, Herzogin von Anhalt-Bernburg, im Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Dessau
  • Friederike Karoline Juliane, Anhalt-Bernburg, Herzogin (1811-1902) im Kalliope-Verbund - (Harzgerode-Alexisbad) - Herzogin, Adel
  • Nachlass Friederike Karoline Juliane, Anhalt-Bernburg, Herzogin im Herzoglich Holstein-Glücksburgischen Schlossarchiv in Glücksburg/Ostsee - 0,50 lfm. - 10 Kunstmappen. - Nachlass - Umfangreiche Graphiksammlungen über anhaltinischen Lande sowie über die Schweiz und den Rhein; Akten der Anhalt-Bernburgischen Stiftung für das Holstein-Glücksburgische Haus
  • Sonstige Nennungen von Friederike Karoline Juliane, Anhalt-Bernburg, Herzogin (1811-1902) in Kalliope: 3 mit
    • Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek; Signatur: Bf 148: Stammbucheintragungen von Prinzessin Friederike von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg - Schleswig, 1830-1836. - ungeb. Hs., 47 Bl., quer-8°, Deutsch. - Dedikation, Stammbuchblatt - Friederike Karoline Juliane, Anhalt-Bernburg, Herzogin (1811-1902) [Widmungsempfänger] -Handschrift, Standort: Handschriftenabteilung; 199-1954 (Akquisitionsnummer) DE-611-HS-3531003, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-3531003
    • Universitäts- und Landesbibliothek Bonn ; Nachlass Georg (Preussen, Prinz) ; Signatur: PGB 2' 1223: Cantate zur Feier der festlichen Tage des Einzugs unsres Durchlauchtigsten Herzogs Alexander Carl und der Durchlauchtigsten Herzogin Friederike Caroline Juliane (Manuskripttitel) - Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832) [ermittelt] [Verfasser] - 1834-1840 [ermittelt 1834-1840]. - Manuskript (52 S., davon 49 rastriert und mit Noten beschrieben) - Wünscht Glück dem teuren Fürstenhaus [arrangiert : V (4), Coro, pf] - Querformat (19,5 × 33 cm), Deutsch. - Werk, Komposition <Musik>, Partitur - Franke, Leopold [Komponist], Alexander Karl, Anhalt-Bernburg, Herzog (1805-1863) [[Widmungsempfänger] [nicht dokumentiert]], Friederike Karoline Juliane, Anhalt-Bernburg, Herzogin (1811-1902) [[Widmungsempfängerin] [nicht dokumentiert]], Georg, Preußen, Prinz (1826-1902) [Vorbesitzer], Luise, Anhalt-Bernburg, Prinzessin (1799-1882) [Vorbesitzer] - Kantate - Literaturhinweise: RISM 450065701 - https://opac.rism.info/search?id=450065701&View=rism (RISM) http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:5:1-67053 - (Digitalisat) - Bemerkung: - von Leopold Franke, Herzogl. Hofmusikus. [Text: Johann Wolfgang von Goethe] - Originale Paginierung (Titelblatt mitgezählt); 7-zeilig. - 8-zeilig. - 9-zeilig; Paginierung von der Hand des Schreibers des Manuskripts - Vermutlich wurde die Kantate anlässlich des feierlichen Einzugs des herzoglichen Brautpaares in Ballenstedt und Bernburg 1834 komponiert. Rundstempel "PRINZ | GEORG-BIBLIO- | THEK", Umschrift: "K. UNIVERSITÄTS-BIBLIOTH. BONN". - Ausreifungsgrad: Fragliches Autograph Einbandbeschreibung: Grünes Saffianleder (?), grüner Lederrücken mit Goldprägung - Erhaltungszustand: Insbesondere am Buchrücken Bestoßungen und Abrieb. Papier gebräunt und fleckig - Erwerbungsgeschichte: Provenienz: Auf dem Titelblatt Stempel der Prinzessin Wilhelmine Luise ("W.L.") - Pfad: Nachlass Georg (Preussen, Prinz) - Standort: Handschriftenabteilung - DE-611-HS-2726903, http://kalliope-verbund.info/DE-611-HS-2726903
    • Biblioteka Jagiellońska; Sammlung Varnhagen - Varnhagen von Ense, Karl August (1785-1858) [Bestandsbildner] - Friederike Karoline Juliane, Anhalt-Bernburg, Herzogin (1811-1902) [Erwähnte Person] - Pfad: Sammlung Varnhagen / A - DE-611-BF-43520, http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-43520
  • Herzogin Friederike zu Anhalt-Bernburg auf der Webseite der Schlosskirchengemeinde Bernburg.
  • Die Herzogin Friederike von Anhalt auf der Webseite von Radio HBW (Harz-Börde-Welle)
  • Herzogin Friederike von Anhalt-Bernburg, letzte Herzogin von Anhalt-Bernburg (1811-1902) auf der Webseite des Tourismusverbandes WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e. V.

Einzelnachweise

  1. Gerd Scharfenberg: „Die Orden und Ehrenzeichen der Anhaltischen Staaten 1811–1935“, Offenbach am Main 1999, S. 75–79: „Herzogtum Anhalt, Erinnerungszeichen an den 90. Geburtstag der Herzogin-Witwe Friederike von Anhalt-Bernburg, verliehen 1901 und vereinzelt (zweimal bekannt) wohl noch 1902. Silber mehrteilig massiv gefertigt und vergoldet, das Monogramm in den Eichenkranz gelötet. Überhöht von einer Herzogskrone, durch deren Reichsapfel ein kleines Bandringchen. Dieses Erinnerungszeichen wurde durch Herzogin Friederike, die Witwe des letzten Herzogs von Anhalt-Bernburg, geborene Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, mit Genehmigung Herzog Friedrich I. von Anhalt am 9. Oktober 1901, ihrem 90. Geburtstag, gestiftet und an ihre nächsten Verwandten, weitere ihr nahestehende Personen sowie an die Beamten ihres Hofstaats in insgesamt 132 Exemplaren verliehen.“
  2. Dagmar Jank: Bibliotheken von Frauen: ein Lexikon. Harrassowitz, Wiesbaden 2019 (Beiträge zum Buch- und Bibliothekswesen; 64), ISBN 978-3-447-11200-0, S. 9.
  3. Waldemar Edler von Hessenthal, Georg Schreiber: Die tragbaren Ehrenzeichen des Deutschen Reiches einschließlich der vormals selbständigen deutschen Staaten sowie des Kaisertums und des Bundesstaates Österreich, der Freien Stadt Danzig, des Großherzogtums Luxemburg, des Fürstentums Liechtenstein und der Ehrenzeichen der NSDAP. Verlag Uniformen-Markt Otto Dietrich, Berlin 1940.
  4. Jörg Nimmergut: Deutschland-Katalog Orden & Ehrenzeichen von 1800–1945. Nimmergut, München 1977.
  5. Paul Spengler: Friederike von Anhalt-Bernburg. In: Mitteldeutsche Zeitung vom 10. Juli 2002 (dem 100. Todestag der Herzogin Friederike).