Friebritz
| Friebritz (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Friebritz | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mistelbach (MI), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Mistelbach | |
| Pol. Gemeinde | Fallbach | |
| Koordinaten | 48° 37′ 54″ N, 16° 25′ 52″ O | |
| Höhe | 270 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 33 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 2,86 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05020 | |
| Katastralgemeindenummer | 13012 | |
| Das ehemalige Feuerwehrhaus (links) mit dem Milchcasino | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Friebritz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Fallbach im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 33 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1966 bildete Friebritz eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
Geografie
Das Dorf südlich von Fallbach liegt in einem Seitental des Falllehergrabens und ist über die Landesstraße L3081 erreichbar. Auf dem Weißenberg (328 m ü. A.) östlich des Ortes befindet sich eine Aussichtswarte. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 36 Adressen.[3]
Geschichte
Beim Ort wurde eine Kreisgrabenanlage aus der mittleren Jungsteinzeit lokalisiert.
Die erste urkundliche Erwähnung verweist auf das Jahr 1138, als hier Kleinadel unter de Fridbrehtestorf aufschien. Der Ort selbst wurde 1366 als Fribrechts genannt.
Die Bewohner waren nur gering bestiftet und betätigten sich im Acker- und im Weinbau, wobei sie auf ihren Gründen bloß Weizen, Roggen und Hafer pflanzten sowie etwas Wein lasen, schilderte Schweickhardt im beginnenden 19. Jahrhundert den Ort. Im Jahr 1822 wurde Friebritz als Dorf mit 23 Häusern beschrieben, das nach Hagenberg eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Hagenberg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Friebritz ein Gastwirt, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, ein Schuster und einige Landwirte ansässig.[5]
Bis 1920 bildete Friebritz mit Hagenberg eine Gemeinde, wurde danach selbständig und fusionierte am 1. Jänner 1967 wieder mit Hagenberg.[2]
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 178 (Ausgabe 1769; Friebritz in der Google-Buchsuche).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 30, Sektion Stronsdorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 55 (Fribritz – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 225.
Weblinks
- Friebritz in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 15. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 172 (Fribritz in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 244