Freikorps Sauerland

Das Freikorps Sauerland war ein paramilitärischer Verband, der im September 1944 durch den NSDAP-Gauleiter von Westfalen-Süd Albert Hoffmann gebildet wurde. Er wurde im Oktober 1944 mit Zustimmung der Partei-Kanzlei unter Martin Bormann dem Volkssturm unterstellt. Hoffmann sah das Freikorps Sauerland als „Eliteverband“ in seinem Gau Westfalen-Süd an.

Im April 1945 wurden Einheiten des Freikorps Sauerland im Ruhrkessel eingesetzt und erlitten zum Teil hohe Verluste. Das Freikorps Sauerland war unter anderem an den schweren Kämpfen in Olsberg und Altenbüren im Kreis Brilon beteiligt. Ein Angehöriger der Einheit erschoss am Ostersonntag 1945 acht Zwangsarbeiter in Erwitte.[1] In Arnsberg gehörten Hitlerjungen dem Freikorps an. Unmittelbar vor der Besetzung der Stadt durch amerikanische Truppen beschossen sie vom Ehmsendenkmal aus ein amerikanisches Flugzeug. Daraufhin wurden Bomben abgeworfen, die Häuser beschädigten. Es gab Verletzte und Tote.[2]

Einzelnachweise

  1. Broschüre des DGB zum Gedenken S. 48
  2. Werner Bühner: April 1945: Arnsberger Jugendliche schießen vom Ehmsendenkmal. Werwölfe, Freikorps Saurland im Flüsterhäuschen, In: Heimatblätter des Arnsberger Heimatbundes 46/2025 62-64

Literatur

  • Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945 – Erlebnisberichte vieler Mitarbeiter aus dem ganzen Kreisgebiet. Josefs-Druckerei, Bigge 1955.
  • Ralf Blank: Kriegsendphase und „Heimatfront“ in Westfalen. In: Westfälische Forschungen 55 (2005), S. 361–421.
  • Willy Timm: Freikorps „Sauerland“. Südwestfalens letztes Aufgebot 1944/45. Unna 1993.