Freiherr-vom-Stein-Kaserne (Coesfeld)
| Freiherr-vom-Stein-Kaserne | ||
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Freiherr-vom-Stein-Kaserne im Jahr 2006 | ||
| Land | Deutschland | |
| Gemeinde | Coesfeld | |
| Koordinaten: | 51° 57′ 2″ N, 7° 8′ 54″ O | |
| Eröffnet | 1967 | |
| Geschlossen | 15. Dezember 2008 | |
| Eigentümer | Stadt Coesfeld | |
| Ehemals stationierte Truppenteile | ||
| Artillerieaufklärungsbataillon 71 3./Artillerieaufklärungsbataillon 113 4./Instandsetzungsbataillon 7 5./Instandsetzungsbataillon 7 Instandsetzungsbataillon 110 Stabs- und Fernmeldebataillon 110 Fernmeldebataillon 130 Kraftfahrausbildungszentrum Coesfeld Sanitätszentrum Coesfeld (ZSan) |
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Die Freiherr-vom-Stein-Kaserne im westmünsterländischen Coesfeld war eine Kaserne der Bundeswehr, welche 1967 erbaut und 2008 im Zuge der Bundeswehrstrukturreform geschlossen wurde.[1] Überregionale Bekanntheit erlangte der Standort durch zahlreiche Misshandlungsfälle im Jahr 2004. Heute befindet sich auf dem Gelände der Industriepark Nord.Westfalen.
Geschichte
Die Freiherr-vom-Stein-Kaserne wurde ab 1967 auf einem prähistorischen Gräberfeld errichtet und nach Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein benannt.[1]
Am 15. Dezember 2008 wurde die Kaserne durch den Kommandeur des Artillerieaufklärungsbataillons 71 Bjarne Krause geschlossen.[2] Zuletzt umfasste die Kaserne rund 60 Gebäude und knapp 100.000 Quadratmeter Bürofläche.[1]
Misshandlungsvorwürfe
Nachnutzung
Ab 2011 wurde mit dem Umbau zum Industriepark Nord.Westfalen (IPNW) begonnen. Die nötigen Abbrucharbeiten an den Kasernengebäuden wurden im März 2012 abgeschlossen.[1][3]
Inzwischen sind alle Flächen des 67 Hektar umfassenden IPNW verpachtet. Eine Erweiterung um 7,5 Hektar in Richtung der L 581 ist in Planung.[3]
Grüne Mitte
Das Konzept zur Nachnutzung sieht auch eine Ausgleichsmaßnahme vor. Hierfür wurden eine Heidelandschaft angelegt und zwei Artenschutzhäuser eingerichtet. Die Heidelandschaft umfasst Tümpel, Hecken und etwa 30 Jahre alte Bäume. Auf ihr grasen Bentheimer Landschafe. Die Artenschutzhäuser, „Animal’s Inn“ genannt, sind zwei ehemalige Kasernengebäude, die bis auf wenige Schlitze verschlossen wurden und nun als Refugium für Fledermäuse, Vögel, Kröten und Eidechsen dienen.[4]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d https://www.coesfeld.de/wirtschaft/industriepark-nordwestfalen/historie
- ↑ https://www.azonline.de/muensterland/kreis-coesfeld/schwarze-hulle-fur-truppenfahne-2391062
- ↑ a b https://www.coesfeld.de/wirtschaft/industriepark-nordwestfalen
- ↑ https://www.coesfeld.de/wirtschaft/industriepark-nordwestfalen/industriegebiet-im-gruenen