Frederick Warren Allen

Frederick Warren Allen (* 5. Mai 1888 in North Attleboro, Massachusetts; † 7. Januar 1961 in North Haven, Maine) war ein US-amerikanischer Bildhauer. Er schuf sowohl monumental ausgelegte Bauplastiken als auch kleinere Werke, die er häufig direkt aus Granit fertigte.[1]

Leben

Allen erhielt seine erste Ausbildung bei Charles B. Hazelton und William W. Manatt. Von 1908 bis 1912 studierte er an der School of the Museum of Fine Arts in Boston bei Bela Pratt. Anschließend setzte er seine Studien in Paris an der Académie Julian und der Académie Colarossi fort, wo er unter anderem bei Paul Landowski und Paul Bartlett arbeitete. Er war Mitglied der National Sculpture Society, der Boston Society of Sculptors und der Concord Art Association in Massachusetts. Von 1912 bis 1955 lehrte er an der School of the Museum of Fine Arts in Boston. In den 1920er Jahren hatte er zusätzlich eine Lehrtätigkeit an der School of Fine Arts and Applied Crafts in Boston inne. Er lebte überwiegend in Massachusetts und war in verschiedenen künstlerischen Vereinigungen aktiv.[1]

Werk

Frederick Warren Allen arbeitete in stark vereinfachten, spannungsvollen Formen, die oft von der jeweiligen Steinform geprägt waren. Neben monumentalen Bauplastiken bevorzugte er kleinere Skulpturen, die er direkt aus Granit herausarbeitete. Zu seinen Arbeiten gehören Reliefs und Plastiken für öffentliche Gebäude, Kirchen und Gedenkstätten. Beispiele sind sein Beitrag zum Evans Memorial Wing des Museum of Fine Arts in Boston – ein Relief, das er gemeinsam mit Bela Pratt und Romano Recchia schuf –, der Bronze Torso of a Woman aus dem Jahr 1914 sowie Werke, die sich in der City Hall und im Art Club in Boston, in der Boston Public Library, in der Trinity Church, in der New England Genealogical Society und auf dem Mount Hope Cemetery befinden. Für Boston schuf er zudem das Memorial to the Soldiers of the Revolution und das World War Veteran’s Memorial. Weitere Arbeiten befinden sich in Concord, Dedham und Fall River (alle Massachusetts), darunter das George Washington Memorial aus dem Jahr 1940. Im Metropolitan Museum of Art in New York ist er ebenfalls vertreten. Werke von ihm finden sich darüber hinaus im New York County Courthouse.[1]

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1914: Boston, Art Club
  • 1915: Buffalo, Albright Art Gallery
  • 1916: Detroit, Museum of Art
  • 1919 und 1924: Philadelphia, Pennsylvania Academy of the Fine Arts
  • 1933: New York, Museum of Modern Art
  • 1939–1940: New York World’s Fair

Literatur

  • Albert TenEyck Gardner: American Sculpture, Metropolitan Museum of Art, New York, 1965.
  • Bénézit: Dictionnaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs, Band 1, Gründ, Paris, 1976.
  • Fielding Carr: Dictionary of American Painters, Sculptors and Engravers, James F. Carr Publisher, Detroit, 1974.
  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.
Commons: Frederick Warren Allen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris 2006.