Frederick Melville DuMond

Frederick Melville DuMond (* 15. Juli 1867 in Rochester, New York; † 25. Mai 1927 in Monrovia, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Genre- und Landschaftsmaler, der zeitweise auch als Illustrator und Kunstlehrer tätig war. Er war der Bruder des Malers Frank Vincent DuMond.[1]

Leben

Frederick DuMond absolvierte zunächst eine technisch ausgerichtete Ausbildung. Von 1885 bis 1888 studierte er Architektur und Maschinentechnik am Mechanics Institute in Rochester und arbeitete nebenbei als Landvermesser. Ab 1888 hielt er sich in Paris auf, wo er an der Académie Julian eingeschrieben war. Zu seinen Lehrern zählten Jules-Joseph Lefebvre, Benjamin Constant, Fernand Cormon, Jean-Paul Laurens, Lucien Doucet und Gustave Boulanger. DuMond lebte insgesamt etwa zwei Jahrzehnte als Expatriate in Frankreich.[2]

Zwischen 1889 und 1908 stellte Frederick DuMond regelmäßig im Pariser Salon aus. 1893 erhielt er dort eine ehrenvolle Erwähnung für ein heute nicht mehr lokalisierbares Gemälde, das eine Szene aus dem Leben von Christoph Kolumbus darstellte. 1899 wurde ihm für das ebenfalls nicht lokalisierte Werk Theater des Nero eine Medaille dritter Klasse verliehen. In den 1890er Jahren behandelten seine Arbeiten vorwiegend historische und religiöse Themen. Der Kunstschriftsteller Sadakichi Hartmann erwähnte Frederick DuMond in zeitgenössischen Texten und beschrieb dessen Darstellungen kämpfender Tiere. Er ordnete Frederick DuMond als einzigen amerikanischen Vertreter des sogenannten Genre féroce ein und verglich dessen Werke, darunter das nicht lokalisierte Bild To the Tigers, mit Arbeiten von Évariste Luminais und Fernand Cormon.[2]

Frederick DuMond war in den 1890er Jahren sowie um 1900 als Lehrer tätig. Von 1894 bis 1900 betrieb er eine Sommerschule im französischen Crécy. Nach weiteren Angaben leitete oder gründete er zeitweise Kunstschulen in Venedig und Florenz. Um 1900 reiste er auf der Suche nach außereuropäischen Motiven nach Indien. Bis 1905 verfasste er die Texte Mes chasses en Afrique und Les Giraffes du lac Rodolph. In den frühen 1900er Jahren zeigte er neben Tierdarstellungen auch Porträts.[2]

Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten im Jahr 1909 ließ er sich im Südwesten des Landes nieder. Bereits 1908 war er von der Santa Fe Railroad mit der Ausführung eines Landschaftsgemäldes des Grand Canyon beauftragt worden. In den Jahren nach 1909 hielt er sich in Colorado, Arizona und New Mexico auf und spezialisierte sich auf Landschaftsdarstellungen der Wüstenregionen des amerikanischen Südwestens. 1913 erwarb er Siedlungsland in der Mojave-Wüste und lebte daneben in Monrovia, Kalifornien. In dieser Zeit war er gelegentlich als Lehrer tätig, unter anderem ab 1908 an der National Academy of Design in New York und ab 1910 an der Los Angeles School of Art and Design. Zudem nahm er an Ausstellungen im Raum Los Angeles teil. Neben seinen längeren Aufenthalten in der Wüste lebte er in Monrovia, Kalifornien, wo er 1927 starb.[1][2]

Literatur

  • Ulrich Thieme, Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Band 25, E. A. Seemann, Leipzig, 1931.
  • Nancy Moure: California art: 450 years of painting & other media, Peregrine Smith Books, Salt Lake City, 1984.
  • Peter Hastings Falk: Who Was Who in American Art, Sound View Press, Madison, 1985.
  • Edan Milton Hughes: Artists in California, 1786–1940, Hughes Publishing, San Francisco, 1986.
  • David Karel: Dictionnaire des artistes de langue française en Amérique du Nord, Presses de l’Université Laval, Québec, 1992.
  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 4: Cossintino – Dyck. Paris, 2006.
  • F. Turner Reuter Jr.: Animal and Sporting Artists in America, Sporting Gallery Press, Middleburg, Virginia, 2008.
Commons: Frederick Melville Dumond – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 4: Cossintino – Dyck. Paris 2006.
  2. a b c d Frederick Melville Du Mond | LACMA Collections. Abgerufen am 20. Dezember 2025.