Chinesische Esche

Chinesische Esche

Chinesische Esche (Fraxinus chinensis)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Gattung: Eschen (Fraxinus)
Art: Chinesische Esche
Wissenschaftlicher Name
Fraxinus chinensis
Roxb.

Die Chinesische Esche (Fraxinus chinensis) ist eine in China, in der Mongolei, Korea und Japan, im östlichsten Russland bis nach Thailand, Vietnam und Laos heimische Baumart aus der Gattung der Eschen.[1]

Beschreibung

Die Chinesische Esche ist ein laubwerfender Baum der bis über 20 Meter hoch wird. Der Stammdurchmesser erreicht über 50 Zentimeter. Die braune bis grau-braune Borke ist im Alter rissig bis schuppig.

Die gegenständigen, gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit bis zu 9 Blättchen. Die mehr oder weniger gestielten, kahlen bis behaarten, leicht lederigen Blättchen sind spitz bis zugespitzt oder geschwänzt, manchmal bespitzt, verkehrt-eiförmig bis eiförmig, seltener elliptisch und gesägt, gekerbt bis fast ganzrandig.

Die Chinesische Esche ist zweihäusig diözisch. Es werden end- oder achselständige, reichblütige Rispen gebildet. Die unscheinbaren, meist eingeschlechtlichen, kleinen Blüten mit einfacher Blütenhülle sind ohne Kronblätter.

Es werden flache, einseitig geflügelte, bis 4 Zentimeter lange, spatelförmige Früchte am beständigen Kelch gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46.[2]

Vorkommen

Die Chinesische Esche kommt in Thailand, Laos, Vietnam, China, Korea, Japan, Tibet, in der Mongolei und im fernöstlichen Russland vor.[3]

Taxonomie und Systematik

Die Chinesische Blumen-Esche wurde 1820 von William Roxburgh in Flora Indica Band 1 Seite 148 als Fraxinus chinensis erstbeschrieben.

Es können 2 Unterarten unterschieden werden:[3]

  • Fraxinus chinensis subsp. chinensis: Sie kommt in Thailand, Laos, Vietnam, China, Tibet, Korea und in der Mongolei vor.[3]
  • Fraxinus chinensis subsp. rhynchophylla (Hance) A.E.Murray : Sie kommt in China, Korea, Japan, in der Mongolei und im fernöstlichen Russland vor.[3]

Verwendung

Die Chinesische Esche ist Wirtspflanze der chinesischen Wachsschildlaus (Ericerus pela), welche das Chinawachs produziert. Die Blätter und die Rinde (Cortex fraxini) werden medizinisch genutzt, wie auch die von Fraxinus stylosa, die ebenfalls aus China stammt.[4][5]

Auch als Bonsai wird die Chinesische Esche gerne verwendet.

Das mittelschwere Holz, es ist ähnlich wie normales Eschenholz und kann für verschiedene Anwendungen genutzt werden.

Literatur

  • R. Hänsel, K. Keller, H. Rimpler, G. Scheider (Hrsg.): Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. Drogen: E–O, 5. Auflage, Springer, 1993, ISBN 978-3-642-63427-7 (Reprint), S. 198 f.
Commons: Chinesische Esche (Fraxinus chinensis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Fraxinus chinensis bei KEW.
  2. Jian Ning Liu et al.: Pan-genome analyses of 11 Fraxinus species provide insights into salt adaptation in ash trees. In: Plant Communications. 2024, doi:10.1016/j.xplc.2024.101137.
  3. a b c d Fraxinus chinensis. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 10. November 2025.
  4. Zuoliang Zheng et al.: Fraxini cortex: Progresses in phytochemistry, pharmacology and ethnomedicinal uses. In: Journal of Ethnopharmacology. Volume 325, 2024, doi:10.1016/j.jep.2024.117849.
  5. Nigel Wiseman, Eric Brand: Comprehensive Chinese Materia Medica. Paradigm Pub., 1990, ISBN 0-912-11121-6.