Franz Xaver von Hofstetten
Franz Xaver Anton von Hofstetten (* 30. August 1811 in München; † 16. November 1883 in Waidhaus) war ein deutscher Landschaftsmaler.
Leben
Franz Xaver entstammte der Straubinger Patrizierfamilie von Hofstetten. Er war der Sohn des Direktors der Regierung des Isarkreises und Kreishauptmanns des Pustertals Johann Baptist von Hofstetten (1773–1836) und dessen zweiter Ehefrau Rosalia, geborene Freiin von Staader (1785–1853).
Hofstetten studierte an der Universität München und wurde dort 1829 Mitglied des Corps Isaria.[1] Bereits 1830 stellte er einen Zyklus von sieben Landschaften im Münchener Kunstverein aus. Nach Abschluss des Studiums begann er bei der Regierung des Isarkreises als Baupraktikant eine Beamtenlaufbahn, entschied sich jedoch 1833, sich gänzlich der Malerei zu widmen. Die Motive seiner Landschaftsbilder fand er vorwiegend in den Gebirgslandschaften des südlichen Bayerns und Österreichs, die er bevorzugt zur Zeit des Sommers und Herbstes, manchmal zur Zeit des Frühlings, selten jedoch im Winter malte.
Er hatte sich am 15. Februar 1836 mit Anna Kolb verheiratet, mit der Hofstetten die Söhne Johann Baptist und Franz sowie die Tochter Rosalia hatte.
Werke
- Gebirgslandschaft mit See. 1830
- Partie an der Isar. 1830
- Steinbruchhütte. 1832
- Mühle im Gebirge. 1833
- Landschaft mit der Ansicht von München im Hintergrund. 1833
- Waldige Gegend. 1834
- Wasserfall am Karwendelgebirge. 1835
- Gegend aus der Riß. 1836
- Partie am Chiemsee. 1837
- Insel Wörth bei Starnberg. 1837
- Sensenhammer in Tirol. 1839
- Ansicht der Zugspitz bei Oberau. 1841
- Mühle in Tirol. 1841
- Ansicht des Vogelhorns im Karwendelgebirge. 1842
- Kalköfen im Gebirge. 1843
- Berglandschaft mit Thierstaffage. 1844
- Mondlandschaft. 1846
- Schloß Marquardstein im früheren Zustande mit der Aussicht auf den Chiemsee. 1848
- Partie aus dem Spessart. 1861
- Partie vom Walchensee. 1864
- Partie von der Loisach. 1865
- Partie von der Würm. 1866
- Abendstille. 1869
- Thumsee bei Reichenhall. 1873
- Königssee.
- Aus der Goßau. (im König-Ludwig-Album)
Literatur
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 319–320.
- Hofstetten, Franz Xaver von. In: Hans Wolfgang Singer (Hrsg.): Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Vorbereitet von Hermann Alexander Müller. 5. unveränderte Auflage. Band 2: Gaab–Lezla. Literarische Anstalt, Rütten & Loening, Frankfurt a. M. 1921, S. 194 (Textarchiv – Internet Archive).
- Hofstetten, Franz Xaver von. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 17: Heubel–Hubard. E. A. Seemann, Leipzig 1924, S. 295 (biblos.pk.edu.pl).
- Hyacinth Holland: Hofstetten, Franz Xaver von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 50, Duncker & Humblot, Leipzig 1905, S. 589 f.
Weblinks
- Franz Xaver von Hofstetten bei artnet
Einzelnachweise
- ↑ Kösener Korpslisten 1910, 173, S. 232.