Franz Schott (Pädagoge)
Franz Schott (* 9. April 1942 in Nürnberg) ist ein deutscher Pädagoge, Psychologe und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Nach seiner Reifeprüfung 1963 in Nürnberg studierte Franz Schott von 1963 bis 1968 Psychologie an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Wien und Braunschweig. An der TU Braunschweig legte er 1968 die Prüfung zum Diplom-Psychologen ab. Bis 1973 widmete er sich dort der Fortsetzung seines Studiums und zwar im Fach Erziehungswissenschaft. Seine Promotion erfolgte 1973 bei Karl Josef Klauer. Von 1968 bis 1970 war Schott als wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule Braunschweig tätig und bis 1973 an der Technischen Universität Braunschweig. Bis 1977 folgte seine Tätigkeit als Wissenschaftlicher Rat bzw. Oberrat. Von 1977 bis 1989 hatte er eine Professur für Pädagogische Psychologie an der Universität Gießen inne. Im Jahre 1987 erfolgte seine Habilitation für das Fach Psychologie (Schwerpunkt: Unterrichtspsychologie) an der Universität München. 1989 wechselte er als Abteilungsleiter an das Deutsche Institut für Fernstudienforschung in Tübingen, dessen Direktor er 1993 wurde. Noch im gleichen Jahr übernahm er allerdings eine Professur für Pädagogische Psychologie an der Technischen Universität Dresden. 2007 wurde er emeritiert.
In seinen Veröffentlichungen beschäftigt sich Franz Schott neben der Pädagogischen Psychologie mit Moral- und Wissenspsychologie.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Lehrstoffanalyse. Ein Beschreibungssystem zur Analyse von Inhalt und Verhalten bei Lehrzielen (= Studien zur Lehrforschung, Bd. 11). Schwann, Düsseldorf 1975, ISBN 3-590-14311-8 (= Dissertation TU Braunschweig).
- (mit Maren Günther u. Renate Heinze): Konzentriert arbeiten, gezielt studieren. Urban u. Schwarzenberg, München u. a. 1977, ISBN 3-541-40471-X.
- (mit Karl-Ernst Neeb u. Hans-Jürgen W. Wieberg): Lehrstoffanalyse und Unterrichtsplanung. Eine praktische Anleitung zur Analyse von Lehrstoffen, Präzisierung von Lehrzielen, Konstruktion von Lehrmaterialien, Überprüfung des Lehrerfolges. Westermann, Braunschweig 1981, ISBN 3-14-160106-2.
- (mit Gunnar C. Kunz): Intelligente tutorielle Systeme. Eine praktische Anleitung zur Analyse von Lehrstoffen, Präzisierung von Lehrzielen, Konstruktion von Lehrmaterialien, Überprüfung des Lehrerfolges. Verlag für Psychologie Hogrefe, Göttingen 1987, ISBN 3-8017-0300-2.
- (mit Shahram Azizi Ghanbari): Kompetenzdiagnostik, Kompetenzmodelle, kompetenzorientierter Unterricht. Zur Theorie und Praxis überprüfbarer Bildungsstandards. ComTrans – ein theoriegeleiteter Ansatz zum Kompetenztransfer als Diskussionsvorlage. Waxmann, Münster 2008, ISBN 978-3-8309-2057-1.
- (mit Shahram Azizi Ghanbari): Bildungsstandards, Kompetenzdiagnostik und kompetenzorientierter Unterricht zur Qualitätssicherung des Bildungswesens. Eine problemorientierte Einführung in die theoretischen Grundlagen. Waxmann, Münster 2012, ISBN 3-8309-2635-9.
- Lernen, verstehen, Prüfungen meistern (= UTB, Bd. 4458). Waxmann, Münster 2015, ISBN 978-3-8252-4458-3.
- Zielorientiert unterrichten. Theoretische Grundlagen für Lehr-Lernforschung und Unterrichtspraxis. Eine problemorientierte Analyse. Beltz Juventa, Weinheim 2017, ISBN 3-7799-3619-4.
- Gutes Handeln – eine Herausforderung. Vermittlung und Anwendung von Werten – eine psychologische Analyse zur Moral. Beltz Juventa, Weinheim 2020, ISBN 3-7799-3620-8.
- Individuelles Weltwissen. Die Grundlage der eigenen Lebensgestaltung, das Programm, das uns am Leben erhält. Beltz Juventa, Weinheim 2025, ISBN 978-3-7799-6405-6.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Prof. (em.). Dr. Franz Schott / Technische Universität Dresden (mit Curriculum Vitae, Publikationsliste u. Foto, abgerufen am 13. Oktober 2025).