Franz Scholz (Politiker, 1876)

Franz Scholz (geboren 1. Dezember 1876 in Friedland an der Mohra, Österreich-Ungarn; gestorben 9. Mai 1960 in Göppingen) war ein sudetendeutscher christlicher Gewerkschafter und Politiker.

Leben

Franz Scholz erlernte das Handwerk des Tischlers und des Mühlenbauers. Um 1905 war einer der Initiatoren der christlichen Gewerkschaften in Mähren und Österreichisch Schlesien. Seit 1908 arbeitete er hauptamtlich als Gewerkschaftssekretär. Er schloss sich nach der Gründung der Tschechoslowakei der Deutschen Christlich-Sozialen Volkspartei (DCSVP) an. In Wigstadtl wirkte er in der Kommunalpolitik mit und war zeitweise Gemeindevorsteher, Stadtrat, Vizebürgermeister und Bürgermeister.

Scholz wurde 1925 in den Tschechoslowakischen Senat gewählt und 1929 bis 1935 wiedergewählt. Nach der Okkupation des Sudetenlandes 1938 beantragte er am 18. Januar 1939 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. November 1938 aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.725.576).

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs lebte Scholz als Vertriebener in Karlsruhe und danach in Göppingen.

Literatur

  • Franz Scholz, in: Mads Ole Balling: Von Reval bis Bukarest – Statistisch-Biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1919–1945. Kopenhagen 1991, S. 433

Einzelnachweise