Franz Niedermaier

Franz Niedermaier (* 13. Mai 1925 in München; † 5. April 1986) war ein deutscher Jurist, Richter am Bundesverwaltungsgericht und Richter des Bundesverfassungsgerichts.

Leben

Niedermaier, Sohn eines Beamten und ehemaligen Angehörigen der deutschen Schutztruppe für Kamerun,[1] war von 1946 bis 1948 im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angestellt. 1955 absolvierte er die Große juristische Staatsprüfung und trat in die bayerische Finanzverwaltung ein. Im Jahre 1961 wurde er zum Verwaltungsrichter ernannt. Zwei Jahre später übernahm er das Amt eines Staatsanwalts beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. 1966 wurde er an das Bundesverwaltungsgericht in Berlin berufen, wo ihm 1977 der Vorsitz des 2. Revisionssenats übertragen wurde. Später stand er zusätzlich dem 2. Disziplinarsenat vor.

Nach 16-jähriger Tätigkeit am obersten deutschen Verwaltungsgericht wurde er 1983 auf Vorschlag der Union vom Bundestag zum Richter des Bundesverfassungsgerichts (I. Senat) in Karlsruhe gewählt, starb jedoch drei Jahre später im Amt. Seine Wohnung hatte er in Berlin.

Literatur

  • Richard Ley: Die personellen Veränderungen des Bundesverfassungsgerichts im Jahre 1983. In: Zeitschrift für Parlamentsfragen. 1985, S. 188–203, hier: S. 200.
  • Eberhard Schmidt-Aßmann (u. a.) (Hrsg.): Festgabe 50 Jahre Bundesverwaltungsgericht. Heymann, Köln u. a. 2003, ISBN 978-3-452-24052-1, S. 1155.

Einzelnachweise

  1. Niedermaier, Franz. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 895.