Franz Lehner (Soziologe)
Franz Lehner (* 14. Juli 1946 in Zürich) ist ein Schweizer Soziologe, war ordentlicher Professor für Politische Wissenschaft und Dekan der Abteilung Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.
Leben
Franz Lehner, Sohn von Verena Lehner, geborener Blatter, und des Journalisten Alphons Josef Lehner, studierte von 1966 bis 1970 in Zürich, Freiburg im Breisgau und Mannheim Sozialwissenschaften (Soziologie, Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft). 1968 heiratete er Ursula Elisabeth Föhrenbach, mit der er zwei Kinder, Sascha Boris und Julia Nicola, bekam. An der Universität Mannheim erwarb er 1970 das Diplom in Soziologie. Von 1970 bis 1980 arbeitete er in Mannheim als Wissenschaftlicher Assistent. Im Jahr 1972 wurde er dort auch zum Dr. phil. promoviert. 1978 habilitierte er sich dort. 1974 bis 1975 war er German Kennedy Memorial Fellow an der Harvard-Universität und von 1975 bis 1977 Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er habilitierte sich 1978 in Mannheim und wurde 1981 Professor. Von 1981 bis 2007 war er ordentlicher Professor für Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, 1984/1985 Dekan der dortigen Abteilung Sozialwissenschaft und lebte in Neulußheim. 1982 war er Mitglied des Executive Committee beim European Consortium for Political Research geworden. Von 1989 bis 2006 war er Präsident des Instituts Arbeit und Technik im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen, das er bis 2011 als Institut der Westfälischen Hochschule in Kooperation mit der Ruhr-Universität weiterführte. Er wirkte von 2007 bis 2011 als ordentlicher Professor für angewandte Sozialforschung an der Ruhr-Universität Bochum.
Schriften (Auswahl)
- Politisches Verhalten als sozialer Tausch. 1973.
- Grenzen des Regierens. 1979
- Einführung in die Neue Politische Ökonomie. Königstein 1981, ISBN 3-7610-4130-6.
- Anthropocentric Production Systems: The European Response to Advanced Manufactur-ing and Globalization. Luxembourg: European Commission, 1992, ISBN 92-826-3809-X.
- mit Friedrich Schmidt-Bleek: Die Wachstumsmaschine. Der ökonomische Charme der Ökologie. Droemer Knaur, München 1999, ISBN 3-426-27136-2.
- mit Anthony Charles, Stephan Bieri, Yannis Paleocrassas a.o.: The Steilmann Report: The Wealth of People. An Intelligent Economy for the 21st Century. Brainduct, Bochum 2001, ISBN 3-936279-02-0.
- mit Ulrich Widmaier: Vergleichende Regierungslehre. Westdeutscher Verlag, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3199-2.
- Sozialwissenschaft. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17406-8.
- mit Jörg Bogumil, Rolf G. Heinze und Klaus Peter Strohmeier: Viel erreicht – wenig gewonnen. Ein realistischer Blick auf das Ruhrgebiet. Klartext, Essen 2012, ISBN 978-383750718-8.
- mit Hans-Peter Noll: Ruhr: Das Zukunftsprojekt. Von der eingebildeten zur wirklichen Metropole. Klartext, Essen 2016, ISBN 3-8375-0956-7.
- Deliberative Governance for Sustainable Development: An Innovative Solution for Environment, Economy and Society. Routledge, London / New York 2022, ISBN 978-1032198422.
Literatur
- Lehner, Franz. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. degruyter.com, abgerufen am 20. Mai 2021 (Begründet von Joseph Kürschner, ständig aktualisierte zugangsbeschränkte Onlineausgabe).
- Lehner, Franz. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 749.
Weblinks
- Persönliche Website
- Franz Lehner bei iat.eu
- Literatur von und über Franz Lehner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Franz Lehner bei ORCID https://orcid.org/0000-0002-1408-8512