Franz Hallasch

Franz Hallasch (* 25. September 1893[1] in Wien (Österreich); † nach 1963[2]) war ein österreichischer Pianist und Komponist.

Leben

Franz Hallasch studierte an der Akademie der Tonkunst in Wien unter Franz Schreker (Komposition). Nach seinem Studium ging Hallasch als Solokorrepetitor an die Bayerische Staatsoper, wo er Leiter der Solorepetitoren wurde.[3] Außerdem machte sich als Liedbegleiter einen Namen. So gab er Konzerte mit Sängerinnen und Sängern wie Georg Hann, Heinrich Rehkemper, Adele Kern, Peter Anders,[4] Margarete Teschemacher, Felicie Hüni-Mihacsek, Marcel Wittrisch, Richard Holm, Julius Patzak, Hans Hermann Nissen oder Ivar Andresen. Neben seiner Tätigkeit als Liedbegleiter war er Assistent von Clemens Krauss während dessen Tätigkeit an der Bayerischen Staatsoper.

1927 war Hallasch bei der Deutschen Stunde in Bayern unter der Leitung von Franz Adam Chor-Leiter des Rundfunkchors.[5] Hallasch war außerdem Gründer und Musikalischer Leiter des Kammerorchesters der Bayerischen Staatstheater.[6][7] Durch das Naziregime wurde er 1944 auf die Gottbegnadeten-Liste gesetzt.

1952 kam Hallasch unter Georg Solti an die Oper Frankfurt, wo er ab der Spielzeit 1952/53 als Mitglied des dortigen Musikvorstands zunächst persönlicher Mitarbeiter des Operndirektors und Studienleiter war.[8] Ab der Spielzeit 1955/56 war er an der Oper Frankfurt Stellvertreter des Operndirektors und übte diese Funktion, zuletzt noch unter Generalmusikdirektor Lovro von Matačić, bis zum Ende der Spielzeit 1961/62 aus.[9][10]

Franz Hallasch arbeitete auch als Gesangslehrer. Unter seinen Schülerinnen und Schülern befinden sich Karl Liebl, Hubert Norville, Myron Taylor und Helen Snelling.

Während seiner Studienzeit und in seinen ersten Berufsjahren komponierte Franz Hallasch auch eigene Werke. Vier seiner Rilke-Lieder wurden im Mai 1918 im Schubert-Saal des Wiener Konzerthauses uraufgeführt.[11]

Ab 1964 lebte Hallasch wieder in München, im Stadtteil Schwabing, wo er mindestens bis 1969 in den Amtlichen Fernsprechbüchern für den Bezirk der Oberpostdirektion München verzeichnet ist.[12][13]

Kompositionen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Franz Hallasch, deutsche-digitale-bibliothek.de
  2. Dr. Franz Hallasch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1964. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 72. Jg., Hamburg 1964, S. 576 (Register = letzter Eintrag im DBJB).
  3. Dr. Franz Hallasch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1938. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 49. Jg., Berlin 1938, S. 502 und S. 753 (Register).
  4. [1]
  5. [2]
  6. Neue Musik in München. In: Stuttgarter Neues Tagblatt vom 31. Oktober 1930. Seite 2.
  7. Münchner Musik. In: Badische Presse vom 28. November 1930. Seite 2.
  8. Dr. Franz Hallasch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1953. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 61. Jg., Hamburg 1953, S. 173 und S. 396 (Register).
  9. Dr. Franz Hallasch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1956. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 64. Jg., Hamburg 1956, S. 193 und S. 448 (Register).
  10. Dr. Franz Hallasch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1962. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 70. Jg., Hamburg 1962, S. 218 und S. 524 (Register).
  11. Zweites Konzert der Zeitschrift »Der Anbruch«. Programm. Abgerufen am 12. November 2025
  12. Hallasch Franz Dr. Amtliches Fernsprechbuch für den Bezirk der Oberpostdirektion München, 1964–1965. Abgerufen bei Ancestry.com am 15. November 2025.
  13. Hallasch Franz Dr. Amtliches Fernsprechbuch für den Bezirk der Oberpostdirektion München, 1969–1970. Abgerufen bei Ancestry.com am 15. November 2025.