Franz Georg Friedrich von Kausler
Franz Georg Friedrich Kausler, ab 1812 von Kausler (auch Franz (von) Kausler; * 28. Februar 1794 in Stuttgart; † 10. Dezember 1848 in Karlsruhe) war ein württembergischer Offizier und Militärschriftsteller.
Leben
Kausler war Sohn des Mathematikprofessors an der Hohen Karlsschule Christoph Friedrich Kausler. Seine Ausbildung erhielt er am königlichen Militärinstitut in Stuttgart und 1811 den Offiziersgrad eines Seconde-Lieutenant. Zwischen 1812 und 1815 nahm er an den Feldzügen der Württemberger in den Befreiungskriegen teil. 1816 wurde er zum Hauptmann befördert.
Kausler wurde 1823 in den Generalquartiermeisterstab aufgenommen. Daneben lehrte er an der Militärschule in Ludwigsburg. Er stieg in diesen Positionen bis zum Oberst auf. Als solcher trat er 1843 in den Ruhestand. Diesen verbrachte er in Karlsruhe.
Kausler war insbesondere als Militärschriftsteller bekannt. Von 1819 bis 1824 war er Mitherausgeber der Zeitschrift für Kriegswissenschaft. Seine Veröffentlichungen sollen Einfluss auf die Offiziersausbildung in Württemberg gehabt haben.
Ehrungen
Kausler erhielt unter anderem folgende Ehrungen:[1]
- 1812 und 1820 Ritterkreuz des Militärverdienstordens (mit persönlicher Nobilitierung)
- 1839 Komturkreuz des Ordens der Württembergischen Krone
- Ritter des Ordens vom Zähringer Löwen
- Ritter des Dannebrogordens
- Sankt-Stanislaus-Orden III. Klasse
- Orden des Heiligen Wladimir IV. Klasse
- Mitglied der Ehrenlegion
- Goldenes württembergisches militärisches Dienstehrenzeichen
- Medaille für den Sieg bei Brienne in Gold
- Württembergische Kriegsdenkmünze
Werke (Auswahl)
- Versuch einer Kriegsgeschichte aller Völker, nach den Quellen, 5 Bände, Stettin, Ulm 1825–1830.
- Synchronistische Uebersicht der Kriegsgeschichte, der Fortschritte der Kriegskunst und der gleichzeitigen Quellen, 4 Bände, Stettin, Ulm 1825–1830.
- Wörterbuch der Schlachten, Belagerungen und Treffen aller Völker, 5 Bände, Stettin, Ulm 1825–1833.
- Charte der Mærsche und Eroberungen Alexanders des Grossen, nach St. Croix, um 1826.
- Atlas der merkwürdigsten Schlachten, Treffen und Belagerungen der alten, mittleren und neueren Zeit in 200 Blättern, nach den besten Quellen unter Mithülfe der Abtheilung, 1 Band und 1 Altlasband, Herder, Freiburg 1831–1837.
- Versuch einer militärischen Recognoszirung des gesammten Gebietes der Donau, von ihren Quellen bis zu ihrem Einflusse in das schwarze Meer, Herder, Freiburg 1835.
- Das Leben des Prinzen Eugen von Savoyen: hauptsächlich aus dem militärischen Gesichtspunkte, nach den zuverlässigsten und neuesten, zum Theil noch nicht benützten Quellen, 2 Bände und ein Atlasband, Herder, Freiburg 1838–1839.
- mit Joseph Edmund Woerl: Die Kriege von 1792 bis 1815 in Europa und Aegypten in gedrängter Darstellung mit besonderer Rücksicht auf die Schlachten Napoleons und seiner Zeit, 2 Bände, Herder, Freiburg 1840–1842.
- Beschreibung der Kriegs-Uebungen des VIII. deutschen Armee-Corps, abgehalten im September 1840, Nast, Ludwigsburg 1840.
Literatur
- August Wintterlin: Kausler, Franz Georg Friedrich von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 15, Duncker & Humblot, Leipzig 1882, S. 509 f.
Weblinks
- Werke von und über Franz Georg Friedrich von Kausler in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Kausler, Franz Georg Friedrich auf leo-bw.de
Einzelnachweise
- ↑ Königlich-Württembergisches Hof- und Staats-Handbuch 1843, S. 32, 47, 59.