Franz-Ulrich Willeke
Franz-Ulrich Willeke (* 13. Juli 1928 in Münster)[1] ist ein deutscher Ökonom.
Leben
Nach der Promotion 1954 in Tübingen und der Habilitation 1960 an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen für das Fach Volkswirtschaftslehre war er von 1960 bis 1963 Privatdozent der Volkswirtschaftslehre in Tübingen. Von 1963 bis 1993 lehrte er als ordentlicher Professor für das Fach Volkswirtschaftslehre (Wirtschafts- und Sozialpolitik) an der Universität Heidelberg. Er war dort zudem Dekan der Philosophischen Fakultät (1968/1969) und nach deren Aufteilung Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (1979 bis 1981). Von 1972 bis 1976 amtierte er als geschäftsführender Direktor des Alfred-Weber-Instituts für Wirtschaftswissenschaften.[2]
Zunächst lehrte Willeke Dogmengeschichte, Mikrotheorie und Ordnungspolitik. Später baute er die Schwerpunkte allgemeine Wettbewerbspolitik, Kartellpolitik und Zusammenschlusskontrolle, Stabilitätspolitik sowie internationale Währungspolitik aus.[2]
Politisch engagierte sich Willeke im Bund freier Bürger, wo er 1996 zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt wurde,[3] und später in der Alternative für Deutschland.[4]
Schriften (Auswahl)
- Entwicklung der Markttheorie. Von der Scholastik bis zur Klassik. Tübingen 1961.
- Grundsätze wettbewerbspolitischer Konzeptionen. Mohr, Tübingen 1973, ISBN 3-16-334651-0.
- Preisdisziplin im Konjunkturaufschwung. Zu einem zentralen Thema der Stabilitätspolitik in oligopolistisch strukturierten Volkswirtschaften. Mohr, Tübingen 1977, ISBN 3-16-340011-6.
- Wettbewerbspolitik. Mohr, Tübingen 1980, ISBN 3-16-342492-9.
- mit Ralph Onken: Allgemeiner Familienlastenausgleich in der Bundesrepublik Deutschland: eine empirische Analyse zu 3 Jahrzehnten monetärer Familienpolitik. Campus-Verlag, Frankfurt 1990, ISBN 3-593-34307-X.
- Deutschland, Zahlmeister der EU: Abrechnung mit einer ungerechten Lastenverteilung. Olzog, München 2011, ISBN 978-3-7892-8332-1.
Einzelnachweise
- ↑ Willeke, Franz-Ulrich * 13.07.1928. In: archivportal-d.de. Abgerufen am 16. Oktober 2025.
- ↑ a b Prof. em. Dr. Franz-Ulrich Willeke ( vom 17. Mai 2013 im Internet Archive)
- ↑ Bund freier Bürger - Die Freiheitlichen (BfB). In: Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin. Abgerufen am 16. Oktober 2025.
- ↑ Der Chauvinismus der Euro-Gewinner. In: Die Zeit. 21. Mai 2014. Abgerufen am 16. Oktober 2025.