Francisco Reinoso
Francisco Bito Reinoso (* 3. Dezember 1859 in Alaminos, Pangasinan; † 13. April 1929) war ein philippinischer Schriftsteller.
Leben
Francisco Bito Reinoso, Sohn von Epifanio Reinoso und Joaquina Bito, wuchs nach dem frühen Tode seiner Eltern als Waise bei seinem Onkel Ramon Ventanilla auf und absolvierte seine erste schulische Ausbildung in einem Kloster, in dem er sich auch seinen Lebensunterhalt verdiente. Anschließend ging er nach Manila und trat in den Dienst des „San Juan de Dios“-Krankenhauses, an dem er ein ärztliche Ausbildung erhielt. Nach seiner Approbation ließ er sich als Arzt in seiner Heimatstadt nieder und schloss sich während der Revolution (1896 bis 1898) schloss er sich als Oberleutnant den Truppen Roman Manalangs an. Nach dem Friedensschluss wurde er während der amerikanischen Kolonialzeit 1903 zum Bürgermeister (Municipal President) von Alaminos gewählt und bekleidete dort das Amt bis 1906.[1][2][3]
Als Schriftsteller veröffentlichte Reinoso 1907 den Versroman „Adriano“ sowie weitere Romane wie „Say Nepseg“ (1919), „Amazona“ (dessen Manuskript verschollen ist), „Say Matrimonio ó Panamaley“ (1928), „Saray Taloran Millionarios“ (1928) und „Eduardo San Meching“ (1929). Alle diese Werke, mit Ausnahme des ersten, blieben unveröffentlicht. Zu seinen dramatischen Werken zählen „Gayaga“ (1905) in neun Szenen, „Panomameng“ (undatiert) in sechs Szenen, „Rosas ya ag Akabuskag“ (1922) in zwei Akten und „Panongarod Baley“ (1927) in zwei Akten. Vor seinem Tod verfasste er ein Theaterstück im Bolinao-Dialekt, das lokal erfolgreich aufgeführt wurde. Marcelo Ruamero komponierte die Musik zu seinen Stücken und Liedtexten. Diese Theaterproduktionen erfreuten sich in West-Pangasinan einer gewissen Beliebtheit, da es an spielbaren Dramen in diesem Dialekt mangelte. Sie wurden üblicherweise im Rahmen von Stadtfesten aufgeführt und boten eine Alternative zu den üblicherweise gezeigten Moro-Moro-Stücken. Zu seinen Darstellern gehörten Leopoldo Sison, Maria Montemayor, Consolación Reyes, Alejandro de Castro und Marcelino Vinluán. Er war zuletzt von 1921 bis 1929 Richter von Anda und setzte sich in dieser Zeit mit großem Engagement für die Eingliederung der westlichen Städte aus dem Zuständigkeitsbereich von Zambales in den von Pangasinan ein.
Francisco Reinoso war dreimal verheiratet. Mit seiner ersten Frau, Lorenza de Francia, hatte er zwei Söhne. Mit seiner zweiten Frau, Rosa Montemayor, hatte er zwei Kinder, die im Kindesalter starben. Aus der dritten Ehe mit Maria Rivera gingen eine Tochter und ein Sohn hervor, Angeles und Archimedes.
Veröffentlichungen
Romane
- Adriano, 1907
- Say Nepseg, 1919
- Amazona
- Say Matrimonio ó Panamaley, („Eheleben“), 1928
- Saray Taloran Millionarios, („Drei Millionäre“), 1928
- Eduardo San Meching, („Eduardo San Meching“), 1929
Dramatische Werke
- Gayaga, („Freude“), 1905
- Panomameng, („Einführung“)
- Rosas ya ag Akabuskag, („Ungeöffnete Rose“), 1922
- Panongarod Baley, („Vaterlandsliebe“), 1927
Literatur
- CCP encyclopedia of Philippine art, 1994
Weblinks
- Francisco Reinoso. In: Prabook. Abgerufen am 9. November 2025 (englisch).
- Francisco B. Reinoso. In: Ang mga Pilipino sa Ating Kasaysayan. A Centennial Resource Book. Abgerufen am 9. November 2025 (englisch).
- Francisco B. Reinoso. In: Philippine Public Domain. Abgerufen am 9. November 2025 (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ Local History. In: Homepage von Alaminos. Abgerufen am 9. November 2025 (englisch).
- ↑ HISTORICAL BACKGROUND OF ALAMINOS. In: Homepage von Alaminos. Abgerufen am 9. November 2025 (englisch).
- ↑ Chapter 1: History. In: Homepage von Alaminos. Abgerufen am 9. November 2025 (englisch).