Francis Mackenzie, 1. Baron Seaforth
Francis Humberston Mackenzie, 1. Baron Seaforth (* 9. Juni 1754; + 11. Januar 1815) war ein britischer Politiker, Soldat und Botaniker. Er war Oberhaupt des Highlands Clan MacKenzie, in dessen Namen er das 78th (Highlanders) Regiment of Foot aufstellte.
Lebensbeginn
Mackenzie war der 2. Sohn von Major William Mackenzie (+ 12. März 1770), der wiederum der Sohn von Alexander Mackenzie und der Enkel von Kenneth Mackenzie, 4th Earl of Seaforth war.[1] Francis Mutter war Mary, die Tochter und Erbin von Matthew Humberston aus Humberston, Lincolnshire.
Nach dem Tod seines Bruders Colonel Thomas Frederick Mackenzie Humberston im Jahr 1783 wurde Francis Mackenzie der letzte männliche Erbe der Earls of Seaforth.[1] Im Alter von etwa 12 Jahren erkrankte Francis an Scharlach, wodurch er sein Gehör und fast seine gesamte Sprachfähigkeit verlor. Infolgedessen war er als MacCoinnich Bodhar (gälisch für tauber Mackenzie) bekannt.
Politik und Militär
Von 1784 bis 1790 und von 1794 bis 1796 war Seaforth Abgeordneter für die Grafschaft Ross.
1787 schlug er vor, auf seinen eigenen Ländereien ein Regiment aufzustellen und sich selbst als Kommandeur zu übernehmen. Die Regierung lehnte sein patriotisches Angebot ab, nahm aber seine Dienste bei der Rekrutierung für das 74. und 75. Regiment an. Im Mai 1790 erneuerte er sein Angebot, doch die Regierung lehnte seine Dienste erneut ab. Als 1793 der Krieg ausbrach, unterbreitete er sein Angebot ein 3. Mal und mit Brief vom März 1793 wurde er zum Oberleutnant und Kommandeur ermächtigt, ein Hochlandbataillon unter dem Namen 78th (Highlanders) Regiment of Foot aufzustellen.
Er wurde zum Lieutenant von Ross-shire ernannt und im Oktober 1797 als Lord Seaforth, Baron Mackenzie von Kintail in der Grafschaft Ross-shire in den britischen Adelsstand erhoben. 1798 wurde er zum Colonel des Ross-shire Regiment of Militia ernannt.
Seaforth war von 1800 bis 1806 Gouverneur von Barbados. Während seiner Amtszeit reformierte er die Sklaverei auf der Insel, setzte ein Verbot der Sklaventötung durch und reduzierte die offizielle Diskriminierung freier Farbiger. Als Gouverneur von Barbados ernannte Seaforth Thomas Moody[2][3] zum Offizier der Royal Engineers,[4] denen Moody 1806 als Lieutenant beitrat.[2] 1808 erreichte Seaforth den Rang eines Generallieutenants.
Botanik
1794 wurde Seaforth für seine Beiträge zur Botanik zum Mitglied der Royal Society ernannt; 1795 wurde er zum Mitglied der Royal Society of Edinburgh, ebenfalls als Anerkennung für seine Botanikverdienste. 1810 benannte Robert Brown die Palmengattung Seaforthia in Anerkennung seiner Arbeit nach ihm. Außerdem war er noch Mitglied der Linnean Society.[5]
Familie
1782 heiratete Mackenzie Mary Proby, die Tochter des 7. Dekans von Lichfield Baptist Proby und seiner Frau Mary Russel. Mary war die Nichte von John Proby und Schwester von Charles Proby.
Die 4 legitimen Söhne von Francis starben alle vor ihm. Seine Kinder waren:
- William Frederick Mackenzie
- George Leveson Boucherat Mackenzie
- William Frederick Mackenzie († 1814), Abgeordneter für Ross-shire
- Francis John Mackenzie, Fähnrich († 1813)
- Mary Elizabeth Frederica Mackenzie, Erbin ihres Vaters, verheiratet mit Sir Samuel Hood und später mit James Alexander Stewart
- Frances Catherine Mackenzie
- Caroline Elizabeth Mackenzie
- Charlotte Elizabeth Mackenzie
- Augusta Anne Mackenzie († 1856)
- Helen Anne Mackenzie, verheiratet mit Joshua Henry Mackenzie, Lord Mackenzie, begraben auf dem Greyfriars Kirkyard
Weblinks
- Alexander Mackenzie: History of the Mackenzies. A & W Mackenzie, Inverness 1894 (englisch, archive.org).
- Sidney Lee (ed), Dictionary of National Biography (1891), London, Smith, Elder & Co
- Mackenzie family tree. Archiviert vom am 25. Dezember 2002 (englisch).
- Seaforth's Lewis by Finlay MacLeod
Einzelnachweise
- ↑ a b Sir James Balfour Paul, The Scots Peerage, volume VII (Edinburgh, David Douglas, 1910), at pages 513–514
- ↑ a b Anita Rupprecht: 'When he gets among his countrymen, they tell him that he is free': Slave Trade Abolition, Indentured Africans and a Royal Commission. In: Slavery & Abolition. 33. Jahrgang, Nr. 3, September 2012, S. 435–455, doi:10.1080/0144039X.2012.668300 (englisch).
- ↑ Codrington College, Barbados: Important Dates. 21. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Schomburgk, Sir Robert H.: The History of Barbados. Longman, Brown, Green, and Longmans, 1848 (englisch, archive.org).
- ↑ Biographical Index of Former Fellows of the Royal Society of Edinburgh 1783–2002. The Royal Society of Edinburgh, 2006, ISBN 0-902198-84-X (englisch, royalsoced.org.uk ( des vom 4. März 2016 im Internet Archive) [abgerufen am 10. Juli 2017]).