Frühlingspalast
Der Frühlingspalast (rumänisch Palatul Primăverii), auch als Ceaușescu-Villa oder Ceaușescu-Haus (rumänisch Casa Ceaușescu) bezeichnet, ist ein Gebäude in Bukarest, das als das Wohnhaus des rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu bekannt wurde.
Beschreibung und Geschichte
Das Haus wurde zwischen 1964 und 1965 als Protokollgebäude des kommunistischen Diktators Gheorghe Gheorghiu-Dej errichtet. Nach dessen Tod wurde es das Wohnhaus seines Nachfolgers Nicolae Ceaușescu. Zwischen 1970 und 1972 wurde das Haus zu einem Palast mit 80 Zimmern, Schwimmbecken, Kino, Bunker und einem weitläufigen Garten erweitert. Die Innengestaltung mit Wandmosaiken, Kronleuchtern und Spiegeln aus Murano-Glas ist luxuriös.
Nicolae Ceaușescu wohnte dort mit seiner Frau Elena Ceaușescu und den drei gemeinsamen Kindern Valentin, Zoia und Nicu. Staatsgäste wie Charles de Gaulle, Richard Nixon und Fidel Castro wurden in die Villa eingeladen.[1]
Am 22. Dezember 1989 flüchtete die Familie Ceaușescu infolge der rumänischen Revolution aus dem Palast. Wenige Stunden später stürmten Aufständische den Palast und plünderten ihn teilweise. Nach der Wende wurde das Haus zunächst zur Unterbringung von Staatsgästen genutzt. Seit 2016 ist der Palast als Museum der Öffentlichkeit zugänglich.
Das Grundstück umfasst ca. einen halben Hektar, das Gebäude ist ca. 3000 Quadratmeter groß.
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Bad
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Schwimmbad
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Kino
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Garten
Weblinks
- Website des Frühlingspalasts
- Rumänien: Touristenboom in Ceausescu-Villa. In: mdr.de. 23. November 2019, abgerufen am 7. Januar 2026.
- Ceaușescu-Villa in Bukarest – Kommunistischer Diktatoren-Prunk. In: deutschlandfunk.de. 12. Juli 2018, abgerufen am 7. Januar 2026.
- Ceausescus Villa in Bukarest. In: Spiegel Online. 13. März 2016, abgerufen am 7. Januar 2026.
Einzelnachweise
- ↑ Toader Paun: Cum arată Palatul Primăverii, fosta casă a lui Nicolae Ceaușescu. In: europafm.ro. 17. April 2017, abgerufen am 7. Januar 2026 (rumänisch).
Koordinaten: 44° 28′ 9″ N, 26° 5′ 32,7″ O