Forsthaus Sellhorn 1

Die Gebäudegruppe Forsthaus Sellhorn 1, im Wald mitten im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, in der niedersächsischen Gemeinde Bispingen, Ortsteil Wilsede, im Landkreis Heidekreis, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird es als Niedersächsisches Forstamt Sellhorn genutzt.

Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Bispingen).

Geschichte und Beschreibung

Bispingen wurde 1193 erstmals urkundlich erwähnt und Wilsede 1287. Sellhorn liegt 2,7 Kilometer entfernt von Wilsede. An der Stelle des alten Hofes Sellhorn entstand das Forstamt mit einer großen Stall-Scheune.

Die eingeschossigen, freistehenden, historisierenden und verputzten Gebäude in Backstein mit ziegelgedeckten Krüppelwalmdächern wurden um 1860 gebaut. Die barockisierenden Fassaden sind durch rundbogige Fenster gestaltet worden. Bald danach kamen zwei Gebäude hinzu, das Förster- und das Forstarbeiterhaus für mehrere Familien.[1][2][3]

Das benachbarte giebelständige, eingeschossige Forstarbeiter-Wohnhaus in Fachwerk mit Ausfachungen in Stein und ziegelgedecktem Satteldach steht auch unter Denkmalschutz.[4]

Hinweis: Ein Wanderweg in der Lüneburger Heide führt vom Heideort Wilsede am Rand des Totengrundes steil bergab in Richtung Sellhorn. Der Weg führt durch einen Laubwald bis zum Forstamt Sellhorn und dann in Richtung Behringen durch einen hohen Buchenwald und durch alte Mischwaldbestände, bis nach Behringen.

Einzelnachweise

  1. Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
  2. Heinrich Schulz: Chronik von Wilsede. Stuttgart 1967.
  3. Thomas Kaiser (Hrsg.): Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide – Natur- und Kulturerbe von europäischem Rang. In: VNP-Schriften 4, Nederhaverbeck 2013, S. 186–252.
  4. Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Koordinaten: 53° 9′ 6,2″ N, 9° 58′ 58,7″ O