Fornixruptur

Die Fornixruptur ist ein Einriss des Nierenbeckens im Übergangsbereich zum Parenchym durch eine Druckerhöhung im Nierenbecken.

Eine akute Hydronephrose, beispielsweise durch einen Harnleiterstein, führt in 10 bis 18 % der Fälle zu einer Fornixruptur.[1] Eine Fornixruptur kann auch durch ein Ausscheidungsurogramm bei kolikfreien Patienten hervorgerufen werden. Dies kommt durch den diuretischen Effekt des Kontrastmittels zustande, der unter Kolikbedingungen zu einem massiven Druckanstieg führt.[2]

In der Folge tritt Urin aus dem Nierenbecken in die Umgebung der Niere. Zur Behandlung sind in der Regel eine Antibiotikatherapie und eine Harnleiterschienung notwendig.[2]

Einzelnachweise

  1. Axel Stäbler, Birgit Ertl-Wagner: Radiologie-Trainer Körperstamm, Innere Organe und Gefäße. 2. Auflage. Georg Thieme, 2012, ISBN 978-3-13-163682-9, S. 250.
  2. a b Richard Hautmann: Urologie. Springer, 2010, ISBN 978-3-642-01159-7, S. 286.