Florence Aubry Girardin
Florence Aubry Girardin (* 10. Mai 1964; heimatberechtigt in Le Noirmont und Le Bémont) ist eine Schweizer Richterin. Seit 2007 ist sie Richterin am Bundesgericht.
Leben und Wirken
Aubry Girardin studierte Rechtswissenschaften an der Universität Neuenburg. Nach Abschluss ihrer juristischen Ausbildung wurde sie 1990 in Genf zur Anwaltschaft zugelassen. An der Universität Genf erwarb sie 1992 ein Diplôme d'études supérieures en droit. In Genf wurde sie 1994 mit der arbeitsrechtlichen Schrift Santé et sécurité au travail : étude de droit suisse et communautaire (dt.: Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz: eine Studie des schweizerischen und des Gemeinschaftsrechts) zur Dr. iur. promoviert. Anschließend arbeitete sie in Genf als Dozentin, bevor sie 1995 als Gerichtsassessorin in den Dienst des Schweizer Bundesgerichts trat. Dort wurde sie zunächst am Kassationsgericht und ab 1998 am Ersten Zivilgericht eingesetzt. Von 1996 bis 2006 war sie Präsidentin der Beschwerdekommission der Eidgenössischen Unfallversicherung. Von 2005 bis 2006 war sie Richterin am Tribunal neutre des Kantons Waadt. 2007 wurde sie zur Richterin am Bundesverwaltungsgericht ernannt. Doch bereits im Oktober 2007 wurde Aubry Girardin für die Grüne Partei zur Richterin am Bundesgericht gewählt.[1] Dort ist sie in der öffentlich-rechtlichen Abteilung eingesetzt und ist inzwischen Präsidentin der Zweiten öffentlich-rechtlichen Abteilung. 2016 wurde ihr von der Universität Neuenburg die Ehrendoktorwürde verliehen.
Weblinks
- Florence Aubry Girardin beim Bundesgericht (französisch)
Einzelnachweise
- ↑ Die zweite grüne Bundesrichterin, abgerufen am 1. Dezember 2025.