Fleckflügeldrossel

Fleckflügeldrossel

Fleckflügeldrossel (Geokichla spiloptera)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Geokichla
Art: Fleckflügeldrossel
Wissenschaftlicher Name
Geokichla spiloptera
(Blyth, 1847)

Die Fleckflügeldrossel (Geokichla spiloptera) ist ein endemisch auf Sri Lanka vorkommender Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).

Merkmale

Fleckflügeldrosseln erreichen eine Körperlänge von ca. 23 Zentimetern.[1] Die Oberseite sowie Flügel und Schwanzfedern sind mittelbraun bis olivbraun. Das Gesicht ist weißlich und zeigt zwei schwarze Streifen unterhalb des Auges. Die Unterseite ist cremefarben und mit einem bräunlichen Fleckenmuster versehen. Namensgebend sind einige weiße Flecke auf den Flügeln. Zwischen den Geschlechtern besteht kein Sexualdimorphismus. Beine und Füße sind rötlich grau, der Schnabel ist dunkelgrau, die Iris schwarz.

Verbreitung und Lebensraum

Die Fleckflügeldrossel kommt ausschließlich auf Sri Lanka vor. Ihre bevorzugten Lebensräume sind feuchte Wälder. Die Höhenverbreitung reicht von 300 bis auf 1200 Meter.

Lebensweise

Fleckflügeldrosseln leben paarweise oder einzeln. Sie sind Allesfresser, ernähren sich aber weitaus häufiger von Insekten als von Früchten. Sie suchen ihre Nahrung am Boden. Ihr Gesang ist eine äußerst abwechslungsreiche Folge melodischer, an- und absteigender Pfiffe und Triller. Die lockeren, napfförmigen Nester werden mit Pflanzenmaterial ausgekleidet und in einer Astgabel platziert. Es werden zwei bis drei Eier gelegt. Meist werden zwei Bruten pro Jahr aufgezogen.

Bestand und Gefährdung

Die Fleckflügeldrossel ist in ihren Vorkommensgebieten im Rückgang begriffen und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „near threatened = potentiell gefährdet“ geführt. Die Wälder auf Sri Lanka haben in den vergangenen Jahrzehnten durch übermäßige Brennholzgewinnung, Rodung für dauerhafte Landwirtschaft, Wanderfeldbau, Brände, Urbanisierung und Abholzung eine rasche Degradierung und Fragmentierung erfahren. Schätzungen zufolge ging die Fläche geschlossener Wälder von 29.000 km² (44 % der Inselfläche) im Jahr 1956 auf 12.260 km² im Jahr 1983 zurück. Es wird befürchtet, dass dieser Verlust anhält, weshalb der Status der Fleckflügeldrossel überwacht werden sollte.[2]

Literatur

  • Nigel Collar: Spot-winged Thrush (Geokichla spiloptera), Version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
Commons: Fleckflügeldrossel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Spot-winged Thrush (Geokichla spiloptera), oiseaux.net, [1]
  2. Rote Liste Spot-winged Thrush, auf iucnredlist.org