Flaggen und Wappen der Gemeinden San Marinos
Die nachfolgende Liste enthält die Wappen und Flaggen der neun Gemeinden (ital. Castelli) der Republik San Marino.
Die Mehrzahl der Wappen sind redend, so führt z. B. Faetano eine Buche im Wappen, da der Gemeindename vom italienischen Wort für Buche (faggio) abgeleitet ist; in einigen Fällen bezieht sich das Wappenbild jedoch auf einen älteren Namen der Gemeinde, wie z. B. im Falle von Chiesanuova, das früher Pennarossa (= rote Feder) hieß.
Die Wappen, Flaggen und Gonfaloni wurden 1997 offiziell eingeführt[1]; die Details der Wappen und Gonfaloni, insbesondere die Farben, wurden 2023 neuerlich definiert[2]. Die offiziellen Wappenbeschreibungen in den Dekreten verstoßen dabei jedoch vielfach gegen die heraldischen Regeln der Blasonierung.
Die Wappen waren inoffiziell schon vor 1997 in Verwendung: die ersten vier (Serravalle, Fiorentino, Montegiardino und Faetano) waren erstmals an der Fassade des neuen Palazzo Pubblico zu sehen, der 1894 eingeweiht wurde[3].
Die Flaggen sind nach einem einheitlichen Schema gestaltet und zeigen zwei gleich breite horizontale Streifen in den Landesfarben San Marinos, oben weiß, unten hellblau[4][5]. Entlang der Liekseite enthalten die offiziellen Flaggen in vertikaler Schrift von unten nach oben den jeweiligen Name der Gemeinde und mittig das jeweilige Wappen der Gemeinde. Zumeist werden diese Flaggen jedoch ohne den Schriftzug verwendet[6].
Die Gonfaloni sind ebenfalls einheitlich gestaltet als Tragefahnen am Querstab, unten mit sechs rechteckigen Lätzen; sie zeigen auf orange-braunem, dunkelbraun gerandetem Grund das jeweilige Wappen, darüber den Gemeindenamen in gelber Schrift[1][7].
Wappen- und Flaggenübersicht
| Wappen | Blasonierung | Flagge | Gemeinde (Langform) | Geographische Lage |
|---|---|---|---|---|
| Im blauen Schild auf grünem stilisierten Dreiberg drei Bäume mit goldenem Stamm und grünem Laub. | Acquaviva (Castello di Acquaviva) |
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| Im blauen Schild drei goldene, nach links FN abfallende, Türme mit silbernen Federn, davor eine silberne zinnenbewehrte Mauer mit dem Motto LIBERTAS in Schwarz, die Mauer belegt mit einer goldenen Loggia mit Glockenturm und roten Dächern. | Borgo Maggiore (Castello di Borgo Maggiore) |
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| Im blauen Schild eine rote, nach links FN gebogene Feder. | Chiesanuova (Castello di Chiesanuova) |
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| Im blauen Schild drei goldene, nach links FN abfallende, Türme mit silbernen Federn, davor eine silberne zinnenbewehrte Mauer mit dem Motto LIBERTAS in Schwarz. | Città di San Marino (Castello della Città di San Marino) |
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| Im blauen Schild ein grüner Berg, gekrönt von einem goldenen verfallenen Turm, unten ein nach rechts FN schreitender silberner Wolf. | Domagnano (Castello di Domagnano) |
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| Im blauen Schild eine grüne Buche mit goldenem Stamm und Wurzeln. | Faetano (Castello di Faetano) |
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| Im goldenen Schild drei, zwei zu eins gestellte, rote Blüten. | Fiorentino (Castello di Fiorentino) |
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| Im blauen Schild ein goldener schwebender Dreiberg, aus dessen mittlerer Kuppe ein grüner Stengel mit drei roten Blüten und zwei grünen Blättern wächst. | Montegiardino (Castello di Montegiardino) |
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| Im blauen Schild ein roter, oben gezinnter Turm. | Serravalle (Castello di Serravalle) |
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Decreto 28 marzo 1997 n. 40. Istituzione dei nuovi stemmi dei Castelli della Repubblica di San Marino. In: Bollettino Ufficiale della Repubblica di San Marino. Band 16, 1997, S. 8253–8256 (italienisch, consigliograndeegenerale.sm [PDF; abgerufen am 29. Oktober 2025]).
- ↑ Decreto delegato 27 giugno 2023 n. 98. Modelli grafici degli stemmi ufficiali dei Castelli della Repubblica di San Marino. In: Bollettino Ufficiale della Repubblica di San Marino. (italienisch, consigliograndeegenerale.sm [PDF; abgerufen am 29. Oktober 2025]).
- ↑ Maria Loredana Pinotti: Lo studio della genealogia, le fonti di carattere genealogico e l'araldica degli enti e gentilizia nella Repubblica di San Marino. In: Atti del XXIII Congresso internazionale di scienze genealogica e araldica, Torino, Archivio di Stato, 21-26 settembre 1998. S. 837–863, 849-857 (italienisch, gov.it [PDF; abgerufen am 29. Oktober 2025]).
- ↑ Giunte di Castello. gov.sm, abgerufen am 29. Oktober 2025 (italienisch).
- ↑ Segreteria di Stato per gli Affari Interni e Giustizia (Hrsg.): Le Giunte di Castello della Repubblica di San Marino - Una pratica di democrazia attiva. San Marino 2016 (italienisch).
- ↑ San Marino#Castelli. kommunalflaggen.eu, abgerufen am 29. Oktober 2025.
- ↑ Città di San Marino. kommunalflaggen.eu, abgerufen am 29. Oktober 2025.