Flüh (Bannwald)

Bannwald
„Flüh“
Lage Fröhnd, Schönau im Schwarzwald im Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 49,6262 ha
Kennung 100007
Geographische Lage 47° 47′ N, 7° 54′ O
Einrichtungsdatum 1. März 2004
Verwaltung Forstdirektion Freiburg
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Das Gebiet Flüh ist ein mit Verordnung vom 1. März 2004 durch die Körperschaftsforstdirektion Freiburg ausgewiesener Bannwald (Schutzgebiet-Nummer 100007) bei Fröhnd im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg.

Lage

Der Bannwald befindet sich südöstlich von Schönau im Schwarzwald. Es handelt sich um strukturreiche und totholzreiche Laubbaum-Mischbestände. Im Norden ehemalige Weidfelder und im Süden alter Laubmischwald. Das Schutzgebiet liegt im Staatswald Landkreis Lörrach und hat die Flurstück-Nr. 087105-000-00001/000 (Gemarkung Fröhnd) und 087135-000-00383/000 (Gemarkung Schönau).[1]

Der Bannwald ist Teil des FFH-Gebiets Belchen (FFH-Gebiet) und der Bannwald ist Teil des Vogelschutzgebiets Südschwarzwald. Der Bannwald liegt im Biosphärengebiet Schwarzwald.

Im Schutzgebiet liegen vierzehn Biotope: BW "Flüh" -Strukturreiche Waldbestände mit der Biotopnummer 282133360505, BW "Flüh" -Trockener Eichenwald mit der Biotopnummer 282133360222, BW "Flüh" - Zwergstrauchheide mit der Biotopnummer 282133360226, Allmendweide Windfeld mit der Biotopnummer 182133360740, BW "Flüh" -Schneckenbach mit der Biotopnummer 282133360225, Felsen am Schneckenbach im BW "Flüh" mit der Biotopnummer 282133367305, Blockhalden am Schneckenbach im BW "Flüh" mit der Biotopnummer 282133367306, BW "Flüh" -Weidfeld mit der Biotopnummer 282133360228, BW "Flüh" -Offene Blockhalden mit der Biotopnummer 282133360229, BW "Flüh" -Felsen mit der Biotopnummer 282133360230, BW "Flüh" -Grenzbach mit der Biotopnummer 282133360231, Ahorn-Eschen-Schluchtwald im BW "Flüh" mit der Biotopnummer 282133367304, BW "Flüh" -Felsbereiche mit der Biotopnummer 282133360232 und BW "Flüh" - Blockwald mit der Biotopnummer 282133360233.

Geologie

Der Untergrund besteht überwiegend aus einem mäßig frischen Block- und Felshang. Bei den Felsen im Gebiet handelt es sich um Silikatgestein.

Vegetation

Im Bannwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Arten vor: Weiß-Tanne, Berg-Ahorn, Gewöhnliche Haselwurz, Gemeine Hainbuche, Gemeine Hasel, Drahtschmiele, Gewöhnlicher Dornfarn, Echter Wurmfarn, Rotbuche, Wald-Schwingel, Mädesüß, Gemeine Esche, Gewöhnliche Goldnessel, Waldmeister, Ruprechtskraut, Echte Nelkenwurz, Großes Springkraut, Weißliche Hainsimse, Wald-Hainsimse, Wald-Bingelkraut, Wald-Sauerklee, Gemeine Fichte, Gewöhnlicher Tüpfelfarn, Vogelkirsche, Traubeneiche, Himbeere, Brombeeren, Roter Holunder, Vogelbeere, Sommerlinde, Bergulme, Große Brennnessel, Heidelbeere, Braunstieliger Streifenfarn, Felsen-Leimkraut, Hänge-Birke, Besenheide, Breitblättriger Dornfarn, Gewöhnlicher Rot-Schwingel, Gelber Hohlzahn, Gewöhnlicher Flügelginster, Färber-Ginster, Kleines Habichtskraut, Große Fetthenne, Wiesen-Wachtelweizen, Wald-Wachtelweizen, Zweiblättrige Waldhyazinthe, Feld-Rose, Salbei-Gamander, Arnika, Nordischer Streifenfarn, Rundblättrige Glockenblume, Eingriffeliger Weißdorn, Quendel-Seide, Englischer Ginster, Gewöhnliche Kreuzblume, Schlehdorn, Breitblättriger Thymian, Hunds-Veilchen, Gemeine Schafgarbe, Giersch, Rotes Straußgras, Spitzlappiger Frauenmantel, Schwarz-Erle, Wald-Engelwurz, Gewöhnliches Ruchgras, Gewöhnlicher Glatthafer, Wald-Frauenfarn, Mittleres Zittergras, Sumpfdotterblume, Wiesen-Glockenblume, Bitteres Schaumkraut, Blaugrüne Segge, Braun-Segge, Bleiche Segge, Hirse-Segge, Pillen-Segge, Wald-Segge, Silberdistel, Quellen-Hornkraut, Behaarter Kälberkropf, Sumpf-Kratzdistel, Gewimpertes Kreuzlabkraut, Wiesen-Kammgras, Gewöhnliches Knäuelgras, Fuchs’ Knabenkraut, Dreizahn, Echter Seidelbast, Dunkelgrünes Weidenröschen, Echter Augentrost, Echter Schaf-Schwingel, Wald-Erdbeere, Faulbaum, Gemeiner Hohlzahn, Weißes Labkraut, Kletten-Labkraut, Sumpf-Labkraut, Triften-Labkraut, Harzer Labkraut, Moor-Labkraut, Flutender Schwaden, Eichenfarn, Geöhrtes Habichtskraut, Wolliges Honiggras, Echtes Johanniskraut, Geflügeltes Johanniskraut, Gewöhnliches Ferkelkraut, Spitzblütige Binse, Flatter-Binse, Acker-Witwenblume, Steifhaariger Löwenzahn, Fettwiesen-Margerite, Purgier-Lein, Großes Zweiblatt, Gewöhnlicher Hornklee, Sumpf-Hornklee, Feld-Hainsimse, Kuckucks-Lichtnelke, Bärwurz, Bach-Quellkraut, Mauerlattich, Hain-Vergissmeinnicht, Sumpf-Vergissmeinnicht, Borstgras, Oregano, Buchenfarn, Große Bibernelle, Kleine Bibernelle, Spitzwegerich, Gewöhnliches Rispengras, Blutwurz, Adlerfarn, Eisenhutblättriger Hahnenfuß, Knolliger Hahnenfuß, Brennender Hahnenfuß, Kriechender Hahnenfuß, Hundsrose, Wiesen-Sauerampfer, Kleiner Sauerampfer, Stumpfblättriger Ampfer, Asch-Weide, Schwarzer Holunder, Nickendes Leimkraut, Gewöhnliche Goldrute, Bach-Sternmiere, Gras-Sternmiere, Gewöhnlicher Teufelsabbiss, Mittlerer Klee, Wiesenklee, Blindschleiche, Neuntöter, Europäische Lärche, Ährige Teufelskralle, Vielblütige Weißwurz, Rote Lichtnelke, Große Sternmiere, Gold-Fingerkraut, Gewöhnlicher Schneeball, Wald-Veilchen, Waldkiefer, Gebirgs-Rose, Finger-Segge, Muskatellersalbei, Wald-Geißbart, Feingliedriger Dornfarn, Hohe Schlüsselblume, Fuchssches Greiskraut, Holländische Linde, Buschwindröschen, Wiesen-Schaumkraut, Wechselblättriges Milzkraut, Großes Hexenkraut, Alpen-Johannisbeere, Spitzahorn, Stachelbeere, Winterlinde.

Schutzzweck

Der Schutzzweck des Bannwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung

  • die unbeeinflusste, spontane Entwicklung des Waldes mit seinen Tier- und Pflanzenarten (Schutz des Sukzessionsablaufs, Prozessschutz) sowie die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten.
  • dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, die sich im Gebiet befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung des Waldbestandes innerhalb des Schutzgebietes ändern oder durch die eigendynamische Entwicklung entstehen.

Betreuung

Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. https://wnsinfo.fva-bw.de/waldschutzgebiete/8027/