Finn (Unternehmen)

FINN GmbH

Rechtsform GmbH
Gründung 2019
Sitz München
Leitung Maximilian Wühr (Geschäftsführer), Jürgen Lobach (Geschäftsführer)[1]
Mitarbeiterzahl 285 (2024)[2]
Umsatz 491,7 Mio. Euro (2024)[2]
Branche Auto-Abonnement
Website www.finn.com
Stand: 31. Dezember 2024

Die Finn GmbH (Eigenschreibweise: FINN) ist ein deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in München, das Autos in einem Auto-Abonnement-Modell zur Verfügung stellt. Öffentlich tritt das Unternehmen auch unter den Namen Finn, Finn Auto oder Finn Auto Abo auf.

Geschichte

Max-Josef Meier, Nikolai Schröder, Andreas Stryz, Hans-Peter Ringer, Max Beyer und Maximilian Wühr gründeten 2019 die Finn GmbH als Start-up-Unternehmen in München.[3][4][5] Der Unternehmensname „Finn“ wurde gewählt, weil er möglichst einfach und international verständlich sein sollte und auf einer Liste der beliebtesten Vornamen des Jahres in den USA gefunden wurde.[6]

Bei der Gründung 2019 waren fünf Mitarbeiter bei dem Unternehmen tätig, in den folgenden Jahren wuchs die Mitarbeiterzahl.[7] 2022 wurde mit 125,4 Millionen Euro erstmals die Marke von 100 Millionen Euro Umsatz überschritten.[8] 2023 trat der bisherige Geschäftsführer Max-Josef Meier aufgrund von Vorwürfen sexueller Belästigung zurück.[4]

Im Juni 2025 machten Finn und der bis dahin auf deutschen Straßen wenig vertretene chinesische E-Auto-Hersteller BYD eine strategische Partnerschaft öffentlich. Finn nahm hierbei insgesamt 5000 Fahrzeuge von BYD in sein Angebot auf.[9] Im Herbst 2025 eröffnete Finn eine erste Abholstation in München, nachdem die Autos zuvor ausschließlich direkt an den Kunden geliefert worden waren.[10]

Nach Angaben von Oktober 2025 hatte Finn bis dahin mehr als 250 Millionen Dollar Eigenkapital bei Investoren eingenommen, hinzu kamen weitere Einnahmen aus forderungsbesicherten Wertpapieren. Zu den Investoren von Finn zählen unter anderem Picus Capital, HV Capital, UVC Partners und Heartcore Capital.[11]

Unternehmensstruktur

Die Finn GmbH hat ihren Sitz in München, Deutschland. Im Geschäftsjahr 2024 betrug der Umsatz 491,7 Mio. Euro, die Mitarbeiterzahl lag im Schnitt bei 285 Personen.[2]

Geschäftsmodell

Finn bietet Privat- und Firmenkunden ein Auto-Abonnement an, bei dem Versicherung, Steuern, Anmeldung, Wartung und TÜV beinhaltet sind. Die Kosten für das Tanken oder Laden trägt der Kunde selbst.[12][13] Neben dem Geschäft mit Privatkunden arbeitet Finn vor allem mit Unternehmen zusammen, die ihre Firmenflotten ausstatten.[14]

Nach Angaben von 2024 besteht rund 35 % der Autoflotte aus E-Autos.[15] Die Zahl der aktiven Abonnements liegt bei über 30.000 (Stand 2025).[11]

Einzelnachweise

  1. Über Uns. In: Finn. Abgerufen am 7. November 2025.
  2. a b c FINN GmbH, München, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024, veröffentlicht im Unternehmensregister am 6. Oktober 2025, abgerufen am 28. Oktober 2025.
  3. 35 Startups aus München, die jeder kennen sollte. In: deutsche-startups.de. 16. Dezember 2019, abgerufen am 7. November 2025.
  4. a b Nadine Schimroszik: Finn-Gründer tritt nach Berichterstattung über sexuelle Belästigung zurück. In: Handelsblatt. 27. April 2023, abgerufen am 7. November 2025.
  5. Georg Räth: Auto-Abo-Finn: Eine Milliarde Euro von Citi und Jefferies. In: Business Insider. 11. Februar 2025, abgerufen am 3. November 2025.
  6. Cai Tore Philippsen: FINN-Gründer Wühr: Wie man mit unter 30 über 300 Mitarbeiter führt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. November 2024, abgerufen am 7. November 2025.
  7. Catherine Hoffmann: Einhörner und Scale-ups: Wo München richtig viel gewinnen kann. In: Süddeutsche Zeitung. 16. Juli 2025, abgerufen am 7. November 2025.
  8. FINN GmbH, München, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024, veröffentlicht im Unternehmensregister am 16. August 2024, abgerufen am 28. Oktober 2025.
  9. Nadine Schimroszik, Lazar Backovic: BYD bringt mit Hilfe von Finn 5000 E-Autos auf deutsche Straßen. In: Handelsblatt. 5. Juni 2025, abgerufen am 7. November 2025.
  10. Finn-Pilotprojekt in München: Auto-Abo zum Abholen. In: Autoflotte. 14. Oktober 2025, abgerufen am 7. November 2025.
  11. a b Nadine Schimroszik: Finn Auto: Neuer Finanzchef soll Autoverleiher auf Börsengang vorbereiten. In: Handelsblatt. 13. Oktober 2025, abgerufen am 7. November 2025.
  12. Martin Wittler: Tchibo vertreibt Elektroautos im Abo: Kaffee mit Milch und Tesla. In: Der Spiegel. 7. April 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 3. November 2025]).
  13. Daniel Zwick: Auto im Abo: Aussuchen, losfahren, glücklich sein. In: Die Welt. 24. August 2021, abgerufen am 7. November 2025.
  14. Finn: Flottengeschäft wächst stark. In: Autoflotte. 30. Oktober 2023, abgerufen am 7. November 2025.
  15. Florian Rinke: Finn-Gründer Maximilian Wühr: „Wir bringen den E-Commerce ins Autogeschäft“. In: OMR Podcast. 14. Juli 2024, abgerufen am 7. November 2025.