Filmstudio Lustermann
Das Filmstudio Lustermann war ein privates Filmstudio in Erfurt.
Geschichte
Bereits in den 1930er Jahren betrieb die Familie Lustermann ein kleines Unternehmen für Foto und Film in Erfurt. 1950 führten die Brüder Walter und Erich Lustermann ein Foto-filmisches Institut. In den 1960er und 1970er stellten sie einige kurze Industriewerbefilme und regionale Dokumentarfilme her und gerieten dabei gelegentlich auch in Konflikte mit verantwortlichen Stellen.[1] Sie hatten in dieser Zeit einen kleinen Vorführraum, in dem sie auch UFA- und DEFA-Filme zeigte.[2] Die Filmproduktion wurde dann nach der Verstaatlichungen kleinerer Unternehmen in der DDR eingestellt.
Filme (Auswahl)
- 1954 Ein Leben für die Menschheit[3]
- 1956 Planetarien aus Jena
- 1960 Eröffnung des Medizinischen Instituts
- 1967 Investitionsvorbereitung
- 1969 Gewebe + Kunststoff = Kunstleder
- 1973 Weimar, eine Stadt und ein Kombinat[4]
- um 1972/1975 Die Umgestaltung des Straßenknotens Schmidtstedter Brücke, im Auftrag des Rats der Stadt[5]
Literatur
- Ralf Forster, Volker Petzold: Im Schatten der DEFA. Private Filmproduzenten in der DDR. UVK, 2010. S. 166–213, mit vielen Angaben
Weblinks
- Filmstudio Lustermann Filmportal
Einzelnachweise
- ↑ Simone Tippach-Schneider, Tausend Tele-Tips. Das Werbefernsehen in der DDR 1959–1976, Schwartzkopff & Schwartzkopff, Berlin 2004, S. 60–61 (kurze Auszüge), über die Beschlagnahmung eines Werbefilms durch die Staatssicherheit wegen der fehlenden vorherigen Genehmigung durch die Hauptverwaltung Film im Kulturministerium
- ↑ Die Wiederentdeckung eines historischen Stadtporträts Coolis, mit einigen Angaben zu den Aktivitäten der Brüder Lustermann
- ↑ Stummfilme zur Geschichte der Medizinischen Akademie Erfurt Stadtarchivfreunde, 2025
- ↑ Verschleppte Motorisierung Deutsches Historisches Museum, Zeughauskino, zum 18. März 2023; über das Weimar-Kombinat für landtechnische Maschinen
- ↑ Die Umgestaltung des Straßenknotens Schmidtstedter Brücke Erfurt Erfurt, Pressemitteilung vom 27. April 2016, der Film ist als DVD im Stadtarchiv erhältlich