Filialkirche St. Margarethen/Šmarjeta

Die Filialkirche St. Margarethen/Šmarjeta steht im Bereich der ehemaligen Hauptburg der Burgruine Reifnitz in der Gemeinde Maria Wörth, ist jedoch der Ortschaft St. Margarethen (Šmarjeta) in der Gemeinde Keutschach am See zugehörig, beide im Bezirk Klagenfurt-Land in Kärnten. Die dem Patrozinium hl. Margareta von Antiochia unterstellte Filialkirche gehört zum Dekanat Klagenfurt-Land/Celovec-dežela in der Diözese Gurk-Klagenfurt. Die Kirche steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Geschichte

Die Kirche steht wahrscheinlich auf den Fundamenten der ehemaligen Burgkapelle der Burgruine Reifnitz. Die Kirche wurde von den Herren von Keutschach erbaut. Im Jahr 1532 wurde die Kirche vom Abt Polydorus vom Stift Viktring geweiht. 1994 war eine Außenrenovierung, wo die Architekturpolychromie freigelegt und rekonstruiert wurde.

Architektur

Der kleine, aber hohe spätgotische Kirchenbau trägt ein Holzbretterdach mit einem hölzernen Dachreiter. Der Chor hat einen Fünfachtelschluss. Es gibt drei gotische Fenster, wo das Maßwerk wohl vermauert ist. In der Giebelwand gibt es eine kleine Dreipassöffnung und ein spätgotisches spitzbogiges und profiliertes Portal. Die westliche barocke Vorhalle hat eine verblichene bemalte Holzdecke aus dem 17. Jahrhundert.

Das Kircheninnere zeigt im Langhaus und im Chor ein einheitliches dreijochiges Raumgefüge mit einem Rautensternrippengewölbe auf Runddiensten, der Wappenschlussstein zeigt in der Mitte die Keutschacher Rübe. Die hölzerne Sängerempore steht auf gekehlten Holzstehern.

Einrichtung

Der Hochaltar aus Holz mit einer Goldfassung zeigt die Jahresangabe 1639, er hat eine Triumphbogenarchitektur mit abgetreppten Gebäck auf einem kleinen Sockel. Am ganzen Aufbau gibt es zartes Beschlagwerk und seitliche Ohren. Er trägt die Figur hl. Margaretha aus dem 18. Jahrhundert und seitlich die Figuren der Heiligen Sebastian und Matthias aus dem 17. Jahrhundert. Der Sockel zeigt das Gemälde Verkündigung des Herrn, das Antependium zeigt die volkstümlich gemalte Darstellung der hl. Notburga aus dem 18. Jahrhundert.

Der linke Seitenaltar aus 1676 und 1882 renoviert hat eine Ädikula mit Konsolfiguren unter Baldachinbögen. Er trägt eine kleine Figur des hl. Antonius Eremita und die Statuen der Heiligen Josef und Zacharias und zeigt im Aufsatz das Bild des hl. Antonius von Padua und trägt in der Bekrönung das Relief Gottvater als Halbfigur.

Der rechte Seitenaltar aus 1661 als Ädikula zeigt das Bild Taufe Christi und die Heiligen Isidor und Ulrich. Er trägt die Figuren der Heiligen Philippus und Moses aus dem 19. Jahrhundert. Auf der Mensa gibt es ein gerahmtes Relief Madonna mit Kind aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts.

Im Chor befindet sich eine spätgotische Figur hl. Margaretha und ein manieristisches Vortragekreuz um 1600.

Im Langhaus zeigt eine Druckgrafik aus dem 19. Jahrhundert den hl. Antonius Eremita vom Maler Josef Veiter 1887 und auf der Rückseite die hl. Margaretha. Weiters gibt es ein Bild hl. Margaritha als Halbfigur in einem Empire-Rahmen, die Rückseite ist mit 1880 Rudolfsheim Wien bezeichnet.

Literatur

  • St. Margarethen, Gemeinde Keutschach, Filialkirche hl. Margaretha. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Kärnten 2001. S. 765–766.
Commons: Filialkirche hl. Margaretha, Reifnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 46° 36′ 0,6″ N, 14° 9′ 48,7″ O