Feuerwehr Schwerin

Feuerwehr Schwerin
Amt der Stadt Schwerin
Amtsleiter: Dr. Stephan Jakobi
Berufsfeuerwehr
Gründungsjahr: 5. Februar 1869
Standorte: 2
Mitarbeiter: 217 (Februar 2019)
Fahrzeuge: ~40
Freiwillige Feuerwehr
Gründungsjahr: 5. November 1863
Abteilungen: 5
Aktive Mitglieder: 320
Fahrzeuge: 19 + 2 Abrollbehälter
Jugendfeuerwehr
Gruppen: 5
Kinderfeuerwehr
Gruppen: 3
www.schwerin.de

Die Feuerwehr Schwerin besteht aus einer Berufs- und einer Freiwilligen Feuerwehr mit fünf Wachstandorten. Sie sind im Fachdienst 37 für Feuerwehr und Rettungsdienst der Landeshauptstadt Schwerin des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern organisiert.

Geschichte

Die Geschichte des geregelten Brandschutzes in Schwerin begann bereits in der frühen Neuzeit. Nach zwei verheerenden Großbränden in den Jahren 1531 und 1558[1] wurde von den Landesherzögen eine Polizei- und Landesordnung erlassen, die zugleich das Feuerlöschwesen im 16. Jahrhundert reglementierte und eine erste Feuerlöschordnung Mecklenburgs enthielt. Nach weiteren Großbränden in den Jahren 1626, 1651 und 1690[2] trat Ende 1690 eine Brandschutzordnung in Kraft, die ein Jahr später nochmals verschärft wurde. Dennoch kam es 1697 wieder zu einem Großbrand,[3] der zum Erlass der Hoch-Fürstlichen Mecklenburgischen Feuerordnung führte. Im Jahr 1700 wurde die erste echte Feuerspritze angeschafft, die zwei kleinere und eine größere Handdruckspritze in der Stadt ergänzte. Erst 50 Jahre später folgte eine weitere Feuerspritze. 1831 bildete sich mit einer Brandwache der erste Ansatz einer regulären Feuerwehr. In der Burgstraße 8 entstand im April 1840 ein massives Gebäude, das die städtischen Löschgeräte aufnahm.[4] 1842 wurde eine weitere Feuerordnung erlassen, die bis 1869 in Kraft bleiben sollte. Der Großherzog verfügte 1851, dass die militärischen Pionierabteilungen bei Bränden hinzugezogen werden sollten. 1856 wurde die städtische Feuerwehr mit einer fahrbaren Steigleiter und Schläuchen ausgerüstet.

Nach einem Großbrand in Zippendorf[5] und einem Brand am 1. November 1863 in der Friedrichstraße/Ecke Bischofstraße gründete sich am 5. November 1863 eine freiwillige Turnerfeuerwehr. Ihre erste Ausrüstung bestand nur aus wenigen Handspritzen und einem Leiterkarren. Erst nach dem Brand eines Regierungsgebäudes im Dezember 1865 wurde das Schweriner Feuerlöschwesen grundlegend neu geregelt und die Turnerfeuerwehr wegen ihrer Unzulänglichkeit wieder aufgelöst. 36 Bürger wurden ab Juli 1869 zum Dienst bei der städtischen freiwilligen Feuerwehr herangezogen und erhielten für ihre nebenberufliche Tätigkeit einen jährlichen Sold. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Schweriner Feuerwehr über eine fahrbare Steigleiter, sechs große Feuerspritzen, fünf Handspritzen und mehrere mobile Löschwasserbehälter, die in der Burgstraße und in einem Schuppen am Posthof in der Kaiser-Wilhelm-Straße (heute Mecklenburgstraße) untergebracht waren. Neben dem Posthof entstand ein neues Spritzenhaus, das die Feuerwehr im November 1880 bezog. Vier Jahre später wurden in ganz Schwerin Feuermelder installiert. Während des Neubaus der Hauptpost Schwerin erhielt die freiwillige Feuerwehr 1891 übergangsweise ein Spritzenhaus im südlichen Teil der Kaiser-Wilhelm-Straße neben dem damaligen Thalia-Theater. Im Januar 1905 begann die Motorisierung der Feuerwehr mit einem Mannschaftswagen und einer Drehleiter aus der Feuerlöschgerätefabrik Justus Christian Braun; beide Fahrzeuge wurden von Akkumulatoren angetrieben.[6] Inzwischen entstand in der Graf-Schack-Straße (heute Geschwister-Scholl-Straße) ein modernes Spritzenhaus, in das die Feuerwehr Anfang 1907 endlich einziehen konnte.[7]

Während des Ersten Weltkrieges unterstützte das Militär die Schweriner Berufsfeuerwehr. 1922 wurde die Feuerwehr endgültig motorisiert und die Pferde abgeschafft; im selben Jahr gründete sich die Berufsfeuerwehr und die Einsatzkräfte erhielten den Beamtenstatus. In der Zeit des Nationalsozialismus war die Feuerwehr in den Jahren 1938 bis 1945 als Feuerschutzpolizei der Polizei angegliedert. Zusätzlich zur Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren bestanden in Schwerin eine Feuerwehr der Hitlerjugend, eine Flugplatzfeuerwehr in Görries und eine 22 Mann starke Feuerwehr der Wlassow-Armee, untergebracht im Tivoli neben der Feuerwache. Zum Kriegsende verfügte die Feuerwehr über zwei Löschgruppenfahrzeuge 15, ein Löschgruppenfahrzeug 25, zwei Drehleitern 32, ein Löschgruppenfahrzeug 8, einen Schlauchwagen, sechs Tragkraftspritzen, zwei Tragkraftspritzenanhänger, einen Pkw und drei Motorräder.

Nach dem Zweiten Weltkrieg trat die „Verordnung über das Brandschutzwesen der Länder der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands vom 28. August 1949“ in Kraft, was zur Gründung des Brandschutzamtes führte. Im Jahr 1990 wurde das Drei-Schicht-System auf der Feuerwache eingeführt. Am 1. März 1991 wurde die Feuerwehr wieder ein kommunales Amt der Landeshauptstadt Schwerin und erhielt mehrere neue Einsatzfahrzeuge. Im Jahr 1998 erhielt die Berufsfeuerwehr eine zweite Feuerwache in der Lübecker Straße („Nebenwache“) und 1999 eine neue Feuerwache in der Graf-York-Straße („Hauptwache“). Der zweite Standort wurde 2004 wieder aufgegeben, dort verblieb nur der Rettungsdienst und die Freiwillige Feuerwehr übernahm die Wache. Die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg wurde im Jahr 2005 an der Hauptwache eingerichtet.[8]

Im Jahr 2009 eröffnete in Schwerin das Internationale Feuerwehrmuseum Schwerin, das inzwischen größte Feuerwehrmuseum Deutschlands.

Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass die Anfahrtswege der Berufsfeuerwehr von der Hauptwache im Süden der Stadt zu Einsätzen in den Norden von Schwerin zu weit waren. Nach mehreren Jahren Planung wurde beschlossen, dass die Berufsfeuerwehr wieder den Standort in der Lübecker Straße beziehen sollte. Doch dazu musste erst ein neues Feuerwehrhaus für die Freiwillige Feuerwehr Schwerin-Mitte gebaut werden. Anschließend wurde die Feuerwache in der Lübecker Straße aufwändig saniert und ausgebaut und konnte am 4. Dezember 2024 wieder den Betrieb aufnehmen.

Berufsfeuerwehr

Die Berufsfeuerwehr Schwerin besteht aus je einer Wachabteilung an zwei Standorten mit 17 Einsatzkräften 24/7, von denen 16 den Löschzug bilden und ein Beamter die Einsatzleitung (B-Dienst) übernimmt. Der Rettungsdienst besteht tagsüber aus 14 Einsatzkräften und zwei Notärzten, nachts aus neun Einsatzkräften sowie einem Notarzt. Zusätzlich werden die Funktionen OrgL durch Angestellte des Rettungsdienstes und der A-Dienst durch Beamte mittels Rufbereitschaften besetzt.

Die beiden Wachen teilen sich einen Personalpool. Dort eingesetzte Beamte besetzen im ständigen Wechsel einige Wochen die Wache Süd und dann einige Wochen die Wache Nord.

Feuer- und Rettungswache Süd (Hauptwache)

An der Wache Süd (Graf-York-Straße) sind insgesamt zehn Beamte für den Brandschutz sowie den B-Dienst zuständig. Zusätzlich ist die gesamte Verwaltung der Feuerwehr und des Rettungsdienstes hier untergebracht.

Von der Wache wird standardmäßig ein Kommandowagen (KdoW) mit dem B-Dienst und ein Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) mit zwei Beamten besetzt, wovon einer der Zugführer ist. Ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) ist mit vier Beamten, eine Drehleiter mit Korb 23/12 (DLK 23/12) mit zwei Beamten sowie ein Gerätewagen (GW) ebenfalls mit zwei Beamten besetzt.

Vier Beamte von der DLK und dem GW besetzen dazu noch Sonderfahrzeuge wie zwei Wechselladerfahrzeuge (WLF), einen Rüstwagen 2 (RW 2) und einen Gerätewagen-Messtechnik (GW-Mess) sowie einige andere Sonderfahrzeuge.

Feuer- und Rettungswache Nord (Nebenwache)

Auf der Wache Nord (Lübecker Straße) sind insgesamt 6 Beamte für den Brandschutz untergebracht.

Von der Wache wird standardmäßig ein HLF 20 mit 4 Beamten und eine DLK 23/12 mit 2 Beamten besetzt. Zusätzlich besetzen zwei Beamte der DLK 23/12 noch einen Gerätewagen (auf Ford Ranger) für die Wasserrettung mit Mehrzweckboot; dieser Gerätewagen verfügt zusätzlich über einen kleinen Tank für den Schnellangriff, der bei unwegsamen Einsatzstellen verwendet wird.

Rettungsdienst

Die Feuerwehr Schwerin verfügt über insgesamt sechs Rettungswagen (RTW) und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF). Dabei sind auf beiden Wachen jeweils drei RTW und ein NEF untergebracht.

Auf beiden Wachen sind jeweils zwei Rettungswagen 24/7 besetzt und der dritte RTW zusätzlich tagsüber. Das NEF an der Wache Nord ist rund um die Uhr besetzt, das NEF an der Wache Süd ist nur von 7 Uhr bis 23 Uhr im Einsatz und am Wochenende rund um die Uhr besetzt.

Vor ihrer Indienststellung bei der Wache Nord waren die NEF an den Helios Kliniken Schwerin stationiert.

Zusätzlich stehen dem Rettungsdienst ein KdoW für den Organisatorischen Leiter, ein Pkw für den Ärztlichen Leiter, ein Abrollbehälter, zwei Reserve-RTW und zwei Reserve-NEF zur Verfügung.

Krankentransport und Katastrophenschutz

Der Krankentransport sowie der Medizinische Katastrophenschutz werden allein durch das Deutsche Rote Kreuz betrieben.

Während der Woche besetzt das DRK von 7 Uhr bis 0 Uhr einen Notfall-Krankenwagen (N-KTW) sowie einen zweiten N-KTW von 9 Uhr bis 19 Uhr, die bei Bedarf Notfalleinsätze fahren können.

Fuhrpark (Stand: 2025)

Feuer- und Rettungswache Süd (Hauptwache)

Feuerwehr
  • 5521-01-01 – Kommandowagen Fachdienstleiter Feuerwehr
  • 5521-01-02 – Kommandowagen A-Dienst 1
  • 5521-01-03 – Kommandowagen A-Dienst 2
  • 5521-02-01 – Kommandowagen B-Dienst
  • 5521-02-02 – Kommandowagen B-Dienst (Reserve Fahrzeug)
  • 5521-05-03 – Kommandowagen
  • 5521-05-04 – Kommandowagen
  • 5521-11-01 – Einsatzleitwagen 1 Zugführer
  • 5521-18-01 – Mannschaftstransportfahrzeug Abt. Technik
  • 5521-19-01 – Mannschaftstransportfahrzeug
  • 5521-24-01 – Tanklöschfahrzeug 4000
  • 5521-33-01 – Drehleiter mit Korb 23/12
  • 5521-33-02 – Drehleiter mit Korb 23/12 (Reserve Fahrzeug)
  • 5521-43-01 – Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20
  • 5521-43-02 – Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 (Reserve Fahrzeug)
  • 5521-52-01 – Rüstwagen 2
  • 5521-59-01 – Gerätewagen-Hygiene mit Toilette
  • 5521-59-02 – Multicar
  • 5521-65-01 – Wechselladerfahrzeug 26 t
  • 5521-65-02 – Wechselladerfahrzeug 18 t
  • 5521-72-01 – Gerätewagen
  • 5521-93-01 – Gerätewagen-Dekon-Person (GW-Logistik)
  • Abrollbehälter Atemschutz/Dekon
  • Abrollbehälter Gefahrgut
  • Abrollbehälter Sonderlöschmittel
  • Abrollbehälter Rettungsdienst
  • Netzersatzanhänger
  • 5521-16-xx – Diverse Handfunkgeräte ohne feste Zuweisung
  • Diverse Anhänger
  • Bergefahrzeug/Abschlepper (ohne Signalanlage)
Rettungsdienst
  • 5511-10-01 – Kommandowagen Organisatorischer Leiter Rettungsdienst
  • 5511-82-01 – Notarzteinsatzfahrzeug
  • 5511-82-02 – Notarzteinsatzfahrzeug (Reserve Fahrzeug)
  • 5511-83-01 – Rettungswagen
  • 5511-83-02 – Rettungswagen
  • 5511-83-03 – Rettungswagen
  • 5511-83-04 – Rettungswagen (Reserve Fahrzeug)
  • 4511-82-02 – Notarzteinsatzfahrzeug (Reserve Fahrzeug Wache Nord)
  • 4511-83-04 – Rettungswagen (Reserve Fahrzeug Wache Nord)
  • PKW Ärztlicher Leiter Rettungsdienst

Feuer- und Rettungswache Nord (Nebenwache)

Feuerwehr
  • 4521-33-01 – Drehleiter mit Korb 23/12
  • 4521-43-01 – Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20
  • 4521-72-01 – Gerätewagen für die Wasserrettung
  • 4521-79-01 – Mehrzweckboot
Rettungsdienst
  • 4511-82-01 – Notarzteinsatzfahrzeug
  • 4511-83-01 – Rettungswagen
  • 4511-83-02 – Rettungswagen
  • 4511-83-03 – Rettungswagen

Freiwillige Feuerwehr

Die rund 320 Personen starke Freiwillige Feuerwehr (Aktive, Ehrenabteilung, Jugendfeuerwehr) besteht aus fünf örtlichen Feuerwehren, die grundsätzlich zur Ergänzung und Unterstützung der Berufsfeuerwehr eingesetzt werden. Sie können, wenn die Berufsfeuerwehr durch einen anderen Einsatz gebunden ist, jedoch auch selbstständig eingesetzt werden. Die Freiwillige Feuerwehr ist in Schwerin-Warnitz, Schwerin-Wickendorf, Schwerin-Wüstmark, Schwerin-Mitte, Schwerin-Schlossgarten stationiert. Die Freiwilligen Feuerwehren in den Ortsteilen Warnitz, Wickendorf und Wüstmark sind laut Brandschutzbedarfsplan Feuerwehren mit Grundausstattung, die örtlichen Feuerwehren Schwerin-Mitte und Schwerin-Schlossgarten sind als Stützpunktfeuerwehren eingestuft.

Fuhrpark

Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehren (FF) umfasst im Jahr 2025:

Freiwillige Feuerwehr Schwerin-Mitte

  • 4531-11-01 – Einsatzleitwagen 1 für den Katastrophenschutz
  • 4531-12-01 – Einsatzleitwagen 2 für den Katastrophenschutz
  • 4531-19-01 – Mannschaftstransportfahrzeug
  • 4531-42-01 – Mittleres Löschfahrzeug (mit Gruppenkabine)
  • 4531-43-01 – Löschgruppenfahrzeug 20/16 (mit HLF Beladung)
  • 4531-59-01 – Multicar

Freiwillige Feuerwehr Schwerin-Schlossgarten

  • 4532-11-01 – ELW 1
  • 4532-19-01 – Mannschaftstransportfahrzeug
  • 4532-24-01 – Tanklöschfahrzeug 3000 (mit Truppkabine)
  • 4532-42-01 – Mittleres Löschfahrzeug (mit Gruppenkabine)
  • 4532-43-01 – Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10
  • 4532-65-01 – Wechselladerfahrzeug 18 t mit Abrollbehälter Schlauch
  • 4532-65-02 – Wechselladerfahrzeug für den Katastrophenschutz mit Abrollbehälter Logistik (Wald- und Vegetationsbrand Beladung)

Freiwillige Feuerwehr Schwerin-Warnitz

  • 4541-19-01 – Mannschaftstransportfahrzeug
  • 4541-44-01 – Löschgruppenfahrzeug 20
  • 4541-91-01 – CBRN-Erkunder

Freiwillige Feuerwehr Schwerin-Wickendorf

  • 4542-19-01 – Mannschaftstransportfahrzeug
  • 4542-26-01 – Tanklöschfahrzeug 5000-Waldbrand für den Katastrophenschutz
  • 4542-42-01 – Mittleres Löschfahrzeug (mit Gruppenkabine)

Freiwillige Feuerwehr Schwerin-Wüstmark

  • 5541-19-01 – Mannschaftstransportfahrzeug
  • 5541-42-01 – Mittleres Löschfahrzeug (mit Gruppenkabine)

Integrierte Leitstelle Westmecklenburg

Die Stadt Schwerin ist seit dem Jahr 2005 damit beauftragt, eine Integrierte Leitstelle (ILS) für die Landkreise Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim sowie für die Stadt Schwerin zu betreiben, das geschieht durch den Fachdienst 37 der Feuerwehr in einer separaten Abteilung 37.3. Die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg (ILWM) versorgt von der Hauptwache in Schwerin aus eine Fläche von 7.000 km² mit etwa 500.000 Einwohnern, in den Sommermonaten bis zu 600.000 Personen. Ausgehend von der Fläche versorgt sie somit den zweitgrößten Leitstellenbereich in Deutschland.[9]

Die Leitstelle ist mit acht Arbeitsplätzen ausgestattet und mit sechs Disponenten sowie einem Schichtführer besetzt. Es wird in 12-Stunden-Schichten gearbeitet.

2023 disponierte die Leitstelle 119.266 Einsätze, im Vergleich waren es 2017 noch 79.038 Einsätze, ein Großteil bestand jedoch aus Dokumentation der Einsätze.

Jahr Einsatzzahlen
2017 79.038
2018 80.344
2019 84.428
2020 86.793
2021 96.542
2022 112.963
2023 119.266

Neben der Notrufannahme ist die Leitstelle zusätzlich noch für die Disponierung aller Intensivtransporte in Mecklenburg-Vorpommern zuständig, dieses läuft über die Zentrale Koordinationsstelle für Intensivtransporte in Mecklenburg-Vorpommern (ZKS MV), außerdem ist die Leitstelle noch Single Point of Contact Mecklenburg-Vorpommern im Kleeblatt Nord.

Ein Gutachten aus dem Jahr 2024 ergab, dass die Leitstelle mit bis zu 10 Disponenten aufgestockt werden muss. In der Stadtverwaltung Schwerin wurde ein Neubau der Leitstelle beschlossen, der 2030 fertiggestellt sein und 12 Arbeitsplätze sowie 4 Ausbildungsplätze für Disponenten umfassen soll.

Die Leitstelle ist zuständig für:

  • 2 Berufsfeuerwehren mit 3 Wachen (Schwerin und Wismar)
  • 381 Freiwillige Feuerwehren (mit rund 1.500 Fahrzeugen insgesamt)
  • 16 NEFs, 36 RTWs und 16 Krankenwagen/Mehrzweckfahrzeuge

Betriebsfeuerwehren

Schwerin verfügt über die Betriebsfeuerwehren des Internationalen Feuerwehrmuseum Schwerin und die Betriebsfeuerwehr der Prysmian Kabel und Systeme GmbH in Sacktannen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 25.–26. Juli 1531: Brand im nördlichen und östlichen Teil der Schweriner Neustadt; am 21. August 1558 brannten vierundvierzig Häuser nieder. Vgl. Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin
  2. Am 18. Juli 1651 bisher größter Schweriner Stadtbrand – einhundertdreiundvierzig Häuser werden Opfer der Flammen; dreiundsiebzig Häuser und einundsechzig Buden brannten im Dezember 1690 zwischen Rathaus und Großer Moor
  3. Auf der Schelfe wurden am 24. April 1697 zweiundzwanzig Häuser durch einen Brand zerstört
  4. Vgl. Udo Brinker: Chronik der Stadt Schwerin: Von den Anfängen bis zur Gegenwart; Selbstverlag, Schwerin 2011, Seite 67 ff.
  5. Bei dem Brand in Zippendorf am 18. Juni 1859 wurden 19 Gebäude zerstört.
  6. Vgl. Mecklenburgische Zeitung, Schwerin, 15. Januar 1905
  7. Bernd Kasten/Jens-Uwe Rost: „Geschichte der Stadt Schwerin“, Thomas Helms Verlag, Schwerin 2005, S. 142 ff
  8. 150-jähriges Bestehen der Berufsfeuerwehr Schwerin. Tage der offenen Tür und eine Festveranstaltung geplant – Landeshauptstadt Schwerin. In: www.schwerin.de. Abgerufen am 23. Februar 2019.
  9. SessionNet | Bürgerinformationssystem der LHS 1. Nachtrag zum Bedarfsplan Fachdienst Feuerwehr und Rettungsdienst 2021 bis 2026. Abgerufen am 6. Dezember 2024.

Koordinaten: 53° 35′ 29,8″ N, 11° 25′ 52″ O