Fernmeldeamt Wuppertal
Das Fernmeldeamt Wuppertal ist ein denkmalgeschütztes Gebäude an der Briller Straße 39 im Stadtbezirk Elberfeld-West der Stadt Wuppertal. Der zwischen Briller Viertel und Nordstadt gelegene Eckbau wurde 1928 errichtet und prägte über Jahrzehnte die Telekommunikationsinfrastruktur der Stadt und des Bergischen Landes.[1][2]
Geschichte
Das Fernmeldeamt wurde 1928 errichtet und 1929 in Betrieb genommen. Es ersetzte das zuvor genutzte Telegraphenamt Elberfeld des Reichspostministeriums, das für die stetig wachsende Zahl an Telefonanschlüssen nicht mehr ausreichend war. In der Folge entwickelte sich das Gebäude zur Kommunikationszentrale für das Bergische Land und war für die Vermittlung von Telefongesprächen unverzichtbar.[2]
Nach dem Ende seiner Funktion als Fernmeldeamt wurde das Gebäude weiterhin von der Deutschen Telekom genutzt. Erst nach Aufgabe dieser Nutzung stand das ehemalige Fernmeldeamt über viele Jahre hinweg größtenteils leer.[3] In dieser Zeit war das Gebäude an der Ecke Briller- und Katernberger Straße zeitweise eingerüstet und wurde öffentlich als Problemimmobilie wahrgenommen.
Zwischenzeitlich wurde geprüft, die Immobilie als Ausweichquartier für die Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule während deren Sanierung anzumieten. Diese Pläne gab die Stadt Wuppertal jedoch wieder auf, da sich weder ein sinnvoller zeitlicher Ablauf noch eine dauerhafte schulische Nachnutzung realisieren ließ.[4]
Im Jahr 1988 wurde das Fernmeldeamt in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal eingetragen; seit dem 1. Juli 1988 steht das gesamte Gebäude als Baudenkmal unter Schutz.[1]
Heutige Nutzung
Die denkmalgeschützte Immobilie wurde von der Ferox Immobiliengruppe von der Deutschen Telekom übernommen. Vorgesehen ist eine künftige Nutzung als Kombination aus Wohn-, Büro- und Gewerbeflächen. Insgesamt sind rund 6000 Quadratmeter Nutzfläche geplant, die in den kommenden Jahren vollständig vermietet werden sollen.[2][3]
Während die Deutsche Telekom das angrenzende Technikgebäude weiterhin betreibt, ist für das ehemalige Hauptgebäude eine umfassende Sanierung und Umgestaltung vorgesehen. Ziel ist es, den Standort architektonisch und funktional an moderne Anforderungen anzupassen, ohne den denkmalgeschützten Charakter des Bauwerks zu verändern. Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung liegt bislang nicht vor; die Arbeiten sollen schrittweise erfolgen und innerhalb der nächsten Jahre abgeschlossen werden.[3][4]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Denkmalliste | Wuppertal. Abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ a b c WDR: Wer will im ehemaligen Fernmeldeamt wohnen? 18. November 2025, abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ a b c Daniel Ronin: Neues Nutzungskonzept für das ehemalige Fernmeldeamt in Elberfeld – Wuppertal total: Aktuelle Nachrichten und lokale News. 13. Dezember 2025, abgerufen am 22. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ a b Stefan Seitz: Ehemaliges Telegraphenamt: Als Schulstandort vom Tisch … 27. Juli 2024, abgerufen am 22. Dezember 2025.
Koordinaten: 51° 15′ 27,6″ N, 7° 7′ 52,3″ O