Ferdinand von Itzenplitz

Ferdinand August Wilhelm Hermann von Itzenplitz (* 26. Mai 1835; † 1917)[1][2] war ein deutscher Verwaltungsbeamter.

Leben

Ferdinand war der zweite Sohn des Hermann von Itzenplitz (1798–1837) und der Wilhelmine von Eisenhart (1808–1882). Sein älterer Bruder Berthold von Itzenplitz (1830–1921) war Gutsbesitzer in Groß Sägewitz, in seinem Geburtsort. Namhaft wurde später noch einer seiner Cousins, Erich von Itzenplitz (1845–1922), mehrfacher Gutsherr in Grieben, Jerchel und Scheeren in der Altmark, königlich preußischer Kammerherr und Zeremonienmeister sowie Schlosshauptmann zu Schloss Rheinsberg/Mark und Rittmeister d. R.[3]

Ferdinand von Itzenplitz studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Rechtswissenschaften. 1855 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg.[4] Nach dem Studium trat er in den preußischen Staatsdienst ein. Das Regierungsreferendariat absolvierte er von 1863 bis 1864 in Erfurt.[5] Anschließend war er Regierungsassessor bei der Regierung Frankfurt. 1866 wechselte er zur Regierung Gumbinnen. 1868 kam er als Hilfsarbeiter zum Handelsministerium. 1871 wurde er zur Regierung Breslau versetzt, wo er 1874 zum Regierungsrat und 1883 zum Oberpräsidialrat befördert wurde.

Von Itzenplitz wurde am 25. November 1890 zum Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Koblenz ernannt. Das Amt hatte er bis zum 1. Juli 1895 inne.[6] Anschließend lebte er bis zu seinem Tod in Liegnitz.[1]

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1917. Achtzehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1916, S. 432.
  • Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945. In: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69; Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 280, S. 555.

Einzelnachweise

  1. a b Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten 1960. C. L. Mettcker & Söhne-Jever. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 66 Corps, 485 (Lfd. Nr. dort).
  2. Siehe Literatur: Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945. In: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69; Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 280, S. 555.
  3. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1957. Band III, Band 15 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1957, S. 251 f.
  4. Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 120, 473.
  5. Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA): Bestand I. HA Rep. 125, Nr. 2294, Ferdinand v.Itzenplitz
  6. Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Regierungsbezirk Koblenz Verwaltungsgeschichte und Regierungspräsidenten, In: Territorial.de.