Fellowship (Album)

Fellowship
Livealbum von Theo Jörgensmann

Veröffent-
lichung

2006

Aufnahme

1998

Label(s) HatHut Records

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Creative Jazz

Titel (Anzahl)

3

Länge

57:25

Besetzung

Produktion

Ulrich Kurth, Werner X. Uehlinger

Aufnahmeort(e)

Stadthalle Wuppertal

Chronologie
Marcin Oleś & Bartłomiej Oleś / Theo Jörgensmann: Directions
(2005)
Fellowship Theo Jörgensmann, Hagen Stüdemann: Burn Free
(2007)

Fellowship ist ein Musikalbum von Theo Jörgensmann. Die am 29. April 1998 in der Stadthalle Wuppertal als Produktion des WDR Köln entstandenen Aufnahmen erschienen 2006 auf HatHut Records.

Hintergrund

Der Mitschnitt entstand 1998 im Rahmen einer WDR-Produktion, als eine Ad-hoc-Formation um den Klarinettisten Theo Jörgensmann auftrat. Mit ihm spielten Petras Vysniauskas (Sopransaxophon), Charlie Mariano (Altsaxophon), Karl Berger (Vibraphon, Piano), Kent Carter (Kontrabass) und Klaus Kugel (Schlagzeug).

Titelliste

  • Theo Jörgensmann: Fellowship (hatOLOGY 616)[1]
  1. Nameless Child (Karl Berger) 20:09
  2. Nightmare (Theo Jörgensmann) 18:43
  3. It Will Come (Kent Carter) 18:33

Rezeption

Scott Yanow verlieh dem Album in Allmusic dreieinhalb Sterne und schrieb, die Kompositionen würden lediglich aus Ein-Akkord-Strukturen oder sehr offenen Vorgaben bestehen. Die einzelnen Soli, insbesondere der drei Bläser, seien jedoch voller farbenfroher Experimentierfreude. Das Spiel sei größtenteils recht frei, obwohl sich der erfahrene Altsaxophonist Charlie Mariano sonst eher aufgrund seines lyrischen Spiels ausgezeichnet habe. Auch der Sopransaxophonist Petras Vysniauskas liefere einige dynamische Improvisationen, während Klarinettist Jörgensmann bis zu seinem sehr explorativen Eröffnungsstatement im abschließenden „It Will Come“ etwas in den Schatten gestellt werde. Die Rhythmusgruppe würde ständig auf die Ideen der Leadstimme reagieren, und die Abschnitte, in denen die gesamte Gruppe gemeinsam improvisiert, seien im Allgemeinen durchaus lohnenswert.[2]

Nach Ansicht von Brad Glanden, der das Album in All About Jazz rezensierte, verzichteten Free-Jazz-Arrangements oft auf die Entwicklung von Form und Struktur und bezögen ihre Komplexität aus den Beziehungen innerhalb der Ensembles. Dieses „Schreckgespenst der kollektiven Improvisation der 1960er Jahre“ schwebe über Theo Jörgensmanns Fellowship. Denn obwohl die Kompositionen auf epigrammatischen Themen basierten, würden sie einen komplexen Rahmen für die Interaktion von Moment zu Moment weben. Die Mitglieder des konzeptionell anspruchsvollen Sextetts des Klarinettisten brächten sechs verschiedene Perspektiven in die Musik ein, und der rote Faden von Fellowship sei der Kontrast. Zwei sich negierende rhythmische Konzepte funktionierten unabhängig voneinander, als wären die Spieler durch eine Wand getrennt. Das sei nicht unbedingt schlecht, sorge aber für ein bizarres Hörerlebnis. Dann, wenn die Intensität nachlasse und sich die Musik in etwas völlig anderes verwandele und das Ohr des Zuhörers überrasche, führten unvorhersehbare Veränderungen in Stimmung und Textur zu einigen erhaben-seltsamen Momenten, die die Grenze zwischen Solist und Begleiter verwischten.[3]

Einzelnachweise

  1. Theo Jörgensmann: Fellowship. In: Discogs. Abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
  2. Besprechung des Albums von Scott Yanow bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 8. Oktober 2025.
  3. Brad Glanden: Theo Jorgensmann: Fellowship. In: All About Jazz. 13. Juni 2006, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).