Felix Zimmermann (Politiker)
Felix Zimmermann (* 25. August 1933 in München; † 7. Februar 2014 in Kassel) war ein deutscher Kommunalpolitiker (CDU) und von März 1980 bis 1989 Oberbürgermeister der Stadt Trier.
Leben
Felix Zimmermann, Sohn von Isolde Zimmermann, geborener Graumann (Tochter des Staatsschauspielers Karl Graumann), und Walter Zimmermann (Generaldirektor vom Glaspalast in München), wurde 1933 in München geboren und wuchs am Bodensee auf. Sein Großvater war Ernst Karl Georg Zimmermann, Maler der Münchner Schule des 19. Jahrhunderts, sein Urgroßvater der großherzoglich badische Maler Reinhard Sebastian Zimmermann und sein Großonkel der Maler Alfred Zimmermann. Felix Zimmermann erhielt 1952 das Abitur und studierte bis 1958 Rechtswissenschaften in München und Köln. Die zwei Staatsexamen bestand er 1958 und 1962. Beruflich war er von 1962 bis 1964 zunächst als Rechtsanwalt und Justitiar in Rheydt tätig; von 1964 bis 1967 war er Leiter der Rechtsabteilung der Stadtwerke Mönchengladbach und von 1967 bis 1968 persönlicher Referent des Trierer Oberbürgermeisters. 1968 bis 1976 war er als Direktor der Stadtwerke Trier tätig, von 1976 bis 1980 als Stadtrat in Augsburg und Leiter der Stadtwerke Augsburg.
Als Nachfolger von Carl-Ludwig Wagner war Felix Zimmermann von 1980 bis 1989 Oberbürgermeister von Trier. Während seiner Amtszeit erfolgte die Ernennung Oswald von Nell-Breunings zum Ehrenbürger der Stadt (1981), feierte Trier sein 2000-jähriges Bestehen (1984) und kam es zur Gründung (1985) der TUFA als alternativem Kunst- und Kommunikationszentrum der Stadt. Er hatte verschiedene Verwaltungsrats-, Beirats-, Kuratoriums- und Verbandsmitgliedschaften. Zu Zimmermanns Ehrenstellungen gehörte die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V.; auch wirkte er als Aufsichtsratsvorsitzender der Paulinus-Druckerei GmbH, der Wohnungsbau und Treuhand GmbH, der Gewerbebau und Treuhand GmbH, der Trierer Bürgerverein 1864 AG (vgl. Friedrich Breitbach) und der St. Petrus GmbH, allesamt in Trier, sowie als Aufsichtsratsmitglied der Trierer Hafengesellschaft.
Dank Zimmermanns Eintreten für die Freundschaft zwischen den europäischen Völkern, insbesondere durch die Belebung der seit Jahren bestehenden Städtepartnerschaften gelang es noch zu Zeiten der DDR, die Städtepartnerschaft mit Weimar (1987) abzuschließen und im gleichen Jahr die Partnerschaft mit der texanischen Stadt Fort Worth zu etablieren.[1]
Zimmermanns Bemühungen um ideelle Wiedergutmachung führte als Ausdruck der Freundschaft und Verbundenheit mit Luxemburg zur Überlassung der Gründungsurkunde der Stadt Luxemburg von 963 als Depositum aus dem Besitz des Stadtarchivs Trier. Für seine Verdienste um die Verständigung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit ernannte ihn 1984 das Großherzogtum Luxemburg zum Commandeur de l'Ordre de la couronne de chêne. 1986 wurde Zimmermann für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement als Vorsitzender des Landes-Energiebeirats, als Mitglied des Hauptausschusses des Deutschen Städtetages, als Vorstand des Städtetages Rheinland-Pfalz sowie als Mitglied des Beirats der Fachhochschule Trier und des Kuratoriums der Universität Trier mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
1989 wechselte Zimmermann nach Köln und war bis 1999 Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen in Köln. Seine herausragenden Verdienste um die kommunale Versorgungswirtschaft insbesondere in den neuen Bundesländern würdigte der Bundespräsident 1993 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse.
Felix Zimmermann war katholisch, heiratete 1957 Eugenia Leitl, lebte zuletzt in Kassel[2] und hatte zwei Kinder (Andrea und der 1959 in Rheydt geborene Regisseur Stefan Zimmermann).
Schriften
- Ein OB tischt auf. Weyand, Trier 2012, ISBN 978-3-935281-91-1.[3]
Literatur
- Zimmermann, Felix. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1387.
Weblinks
- Literatur von und über Felix Zimmermann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- "Alt-OB Felix Zimmermann wird 80". Trierischer Volksfreund vom 24./25. August 2013 online
- "Abschied von einem großen Trierer". Nachruf im Trierischen Volksfreund vom 9. Februar 2014 online
Einzelnachweise
- ↑ Rathaus-Zeitung, Wochenzeitung der Stadt Trier vom 7. Juni 2011. (online auf www.trier.de, abgerufen am 10. Februar 2014)
- ↑ Rathaus-Zeitung, Wochenzeitung der Stadt Trier vom 20. August 2013. (online auf www.trier.de, abgerufen am 10. Februar 2014)
- ↑ Rathaus-Zeitung, Wochenzeitung der Stadt Trier vom 10. Juli 2012. (online auf www.trier.de, abgerufen am 10. Februar 2014)