Felicina Colombo
Felicina Colombo (* 14. April 1901 in Bellinzona; heimatberechtigt in Bremgarten bei Bern; † 14. April 1983 in Ascona) war eine Schweizer Lehrerin und Pädagogin.
Leben und Wirken
Felicina Colombo war die Tochter des Mechanikers Augusto Colombo. Ihre Familie stammte aus Italien und wurde 1891 eingebürgert. Sie erwarb 1920 das Kindergärtnerinnen- und Primarlehrerinnenpatent sowie 1925 das Lehrerdiplom für die Oberstufe und 1942 das Lizenziat an der Universität Freiburg. In Bellinzona unterrichtete Colombo von 1922 bis 1931 an den Primarschulen und gleichzeitig Französisch an den Berufsschulen. Anschliessend war sie bis 1952 war sie kantonale Inspektorin für die Vorschuleinrichtungen (case dei bambini) und von 1952 bis 1963 Prorektorin des Lehrerinnenseminars in Locarno. Sie blieb unverheiratet.[1]
Colombo war vielfältig engagiert, so in der Nachkriegszeit bei Hilfsaktionen in den vom Krieg verwüsteten Ländern, als Mitarbeiterin des Roten Kreuzes und bei der Schweizerspende. Sie war Mitglied der Schweizerischen UNESCO-Kommission (SUK). In der Kommission der Expo 64 gehörte sie zu den Vertreterinnen des Bundes Schweizerischer Frauenorganisationen. Colombo arbeitete regelmässig vor allem für den Schulfunk und gestaltete Kinder- und Jugendsendungen. Im Auftrag des Schweizer Kinderhilfswerks organisierte sie die Ausbildung für Kindergärtnerinnen in Rimini, wo sie sich auch an der Gründung des italienisch-schweizerischen Kindergartens beteiligte, und in Ferrara. Sie war langjährige Oberturnerin des Eidgenössischen Turnvereins in Bellinzona.[1]
Literatur
- Nachruf im Corriere del Ticino. 18. April 1983.
Belege
- ↑ a b Pasquale Genasci: Felicina Colombo. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 3. Mai 2005.