Feldstraße (Lüneburg)
Die Feldstraße ist eine Straße in Lüneburg.
Lage
Straße südlich der Altstadt, verläuft in West-Ost-Richtung. Beginnt im Westen an der Ecke Soltauer Straße / Sülztorstraße und endet im Osten an der Willy-Brandt-Straße. Die Länge beträgt etwa 650 Meter.
Geschichte
Die Bebauung der Straße begann um 1875 an der nördlichen Straßenseite. Der südliche Teil der Straße wurde als Garten- und Ackerland genutzt. Mit dem Bau der Häuser Feldstraße 2–12 in den Jahren 1897 bis 1901 wurde auch die südliche Seite der Straße bebaut. Weitere Häuser folgten in den 1900er Jahren.
Baudenkmale
Die Quelle der IDs und der Beschreibungen ist der Denkmalatlas Niedersachsen.[1] Der Stand der Liste ist der 14. November 2025.
| Lage | Bezeichnung | Beschreibung |
ID |
Bild |
|---|---|---|---|---|
| Feldstraße 2 53° 14′ 33″ N, 10° 24′ 40″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau, mit Satteldach in Ziegeldeckung, in Ecklage zum Wilschenbrucher Weg. Mit mittigem Zwerchhaus in Form eines fünffachen Staffelgiebels in der straßenseitigen Dachfläche. Fassade nahezu symmetrisch sechsachsig aufgebaut mit Backsteinschmuck, EG mit rustizierten Putzauftrag, Eingang in der westlichen Achse. An östlicher Fassade zum Wilschenbrucher Weg ein zweigeschossiger polygonaler Standerker mit Balkon im zweiten OG. Erbaut 1897 durch Bauunternehmer und Zimmermeister J. Vogelsang. | 30660599 |
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| Feldstraße 4 53° 14′ 33″ N, 10° 24′ 40″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau, mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitige Fassade nahezu symmetrisch sechsachsig aufgebaut in gelbem Backstein mit Putzgliederung als Rahmung der Fenster, Eingang in westlicher Achse. Mit mittigen zweigeschossigen Standerker mit Balkon im zweiten OG. Erbaut 1901 durch Bauunternehmer und Zimmermeister J. Vogelsang, etwas aus der Flucht zurückspringend mit schmalem Vorgarten mit schmiedeeiserner Einfriedung. | 30660616 |
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| Feldstraße 6 53° 14′ 33″ N, 10° 24′ 39″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau, mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig mit zweiachsigen, viergeschossigen und übergiebelten, leicht außermittigen Risalit, Fassade insgesamt fünfachsig und mit farbig glasierten Backsteinen geschmückt, Brüstungsfelder des EG mit farbigen Kacheln; Eingang in östlicher Achse. Erbaut 1901 durch Bauunternehmer und Zimmermeister J. Vogelsang, etwas aus der Flucht zurückspringend mit schmalem Vorgarten mit schmiedeeiserner Einfriedung. | 30660633 |
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| Feldstraße 8 53° 14′ 33″ N, 10° 24′ 38″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau, mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig mit viergeschossigen und übergiebelten Seitenrisalit, Fassade westlich davon dreiachsig, Fenster teilweise spitzbogenförmig, teilweise mit Segmentbogen geschlossen. Mit farbig glasierten Back- und Formsteinen geschmückt, Eingang in der westlichen Achse. Erbaut 1900/01 durch Bauunternehmer und Maurermeister W. Fuhrhop, etwas aus der Flucht zurückspringend mit schmalem Vorgarten mit schmiedeeiserner Einfriedung. | 30660650 |
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| Feldstraße 10 53° 14′ 33″ N, 10° 24′ 38″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau, mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitig fünfachsig und mit seitlichen zweigeschossigen Altan, der sich an das Eckhaus Nr. 12 anlehnt. Fassade im Wechsel von rotem mit gelbem Backstein geschmückt, Eingang in der östlichen Achse. Erbaut 1900/01 durch Bauunternehmer und Maurermeister W. Fuhrhop, etwas aus der Flucht zurückspringend. | 30660667 |
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| Feldstraße 12 53° 14′ 33″ N, 10° 24′ 37″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau, mit Drempel und Satteldach in Ziegeldeckung, das nach Westen mit Krüppelwalm abschließt; in Ecklage zur Barckhausenstraße. Fassaden in gelbem Backstein mit Putzgliederungen und Rahmungen der Fenster, im EG rustizierte Putzgestaltung. Straßenseitige Fassade nahezu symmetrisch sechsachsig aufgebaut, mittig mit einem Dreieckgiebel abschließender Erker über dem ersten und zweiten OG; Eingang in der östlichen Achse. An der Westfassade polygonal vortretender dreigeschossiger Standerker mit Turmhelm, an der Südfassade dreigeschossiger rechteckiger Erker unter Flachdach. Erbaut 1900/01 durch Bauunternehmer und Maurermeister W. Fuhrhop, als Eckbau etwas gegenüber der anschließenden Nr. 10 vorspringend. | 30660684 |
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| Feldstraße 13 53° 14′ 33″ N, 10° 24′ 37″ O |
Wohnhaus | Traufständiger zweigeschossiger langgestreckter Massivbau mit Mansarddach in Schieferdeckung. Straßenseitige Fassade verputzt, mit zehn Achsen, ursprünglich symmetrisch gestaltet mit einem mit Dreiecksgiebel abschließenden dreigeschossigen Mittelrisalit, mit Eingang. Aufwändige Stuckfassungen der Fenster. Erbaut 1898 durch Zimmermeister C. Lendorf. Die westlich anschließende Tordurchfahrt wurde 1905, in Anlehnung an den Mittelrisalit gestaltet, überbaut. | 30651428 |
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| Feldstraße 14 53° 14′ 33″ N, 10° 24′ 33″ O |
Wohnhaus | Zur Barckhausenstraße traufständiger zweigeschossiger Massivbau mit Drempel und ziegelgedecktem Krüppelwalmdach mit südlichen dreigeschossigen giebelständigen Teil mit eigenem Krüppelwalmdach über Freigespärre. Fassaden verputzt mit ausgestellten Gesimsen und Fensterrahmungen sowie einer Eckquaderung im Erdgeschoss. Erbaut 1897. | 30660701 |
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| Feldstraße 28 53° 14′ 32″ N, 10° 24′ 28″ O |
Graal-Hospital | Freistehender zwei- bis dreigeschossiger Mehrflügelbau in Backstein mit ziegelgedeckten Sattel- und Krüppelwalmdächern. Der langgestreckte in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete Gebäudekomplex gliedert sich in symmetrischen Mitteltrakt und unterschiedlich weit ausladende Quertrakte, die sämtlich in kleinere Gebäudeabschnitte unterteilt sind. In straßenseitiger Fassade wird mittiger Eingang von zwei symmterisch angeordneten zweigeschossigen Utluchten begleitet, darüber schließt ein fünfteiliger Staffelgiebel den reich geschmückten Aufbau ab, seitlich ein achteckiger turmähnlicher Anbau angesetzt. Übrige Fassaden etwas schlichter, aber dennoch bewegt gestaltet mit Glasursteinen, Blendfeldern und geschosstrennenden Putzbändern, zudem weitere Staffelgiebel in den rückwärtigen Gebäudeteilen. Erbaut als Altenwohnheim „Hospital zum Graal“ 1904/05 (i) nach Entwurf des Lüneburger Stadtbaumeisters Richard Wilhelm Kampf inmitten eines eingefriedeten Parkgrundstücks zwischen Volgerstraße und Gravenhorststraße. Innenausstattung in großen Teilen erhalten. | 30660462 |
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| Feldstraße 30 53° 14′ 32″ N, 10° 24′ 24″ O |
Wilhelm-Raabe-Schule | Freistehender dreigeschossiger Zweiflügelbau in Backstein um die Ecke zur Schillerstraße mit ziegelgedeckten Dächern. Mit langen backsteinsichtigen Fassaden, die gegliedert werden durch mehrere Staffelgiebel sowie monumentalen quadratischen Turm mit achteckigem Turmhelm an der Nordwestecke, darüber hinaus aber auch mit verputzten Blendfeldern, spitzbogigen Arkaturen und Öffnungen sowie mit glasierten Ziegeln und Formsteinen gestaltet sind. Erbaut 1906–08 als Höhere Töchterschule (seit 1925 Wilhelm-Raabe-Schule) nach Entwurf des Lüneburger Stadtbaumeisters Richard Wilhelm Kampf. Auch im Inneren bauzeitliche Ausstattung erhalten. | 30661142 |
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| Feldstraße 32 53° 14′ 32″ N, 10° 24′ 17″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Massivbau mit Berliner Dach in Ziegeldeckung. Straßenseitige Fassade verputzt und mit vielfältigen Vor- und Rücksprüngen und Stuckornamentik gestaltet, besonders markant ist der außermittige übergiebelte Risalit. Erbaut um 1905. | 30656623 |
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| Feldstraße 32a 53° 14′ 32″ N, 10° 24′ 18″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau an der Ecke zur Schillerstraße mit um die Ecke gezogenen Satteldächern in Ziegeldeckung, die Straßenecke viergeschossig und mit zwei übereck stehenden Risaliten mit Staffelgiebeln, diese mit spitzbogigen Fensterblenden und Putzfeldern aufwändig gestaltet. In der Nordfassade ein über das erste und zweite OG reichender, auf Konsolen vorkragender hölzerner Balkonvorbau, das Dach darüber abgescheppt, die übrigen Bereiche der Fassaden mit Formsteinen gestaltet. Erbaut 1908/09 nach Entwurf des Bardowicker Architekten Wilhelm Matthies. | 30653875 |
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| Feldstraße 34 53° 14′ 32″ N, 10° 24′ 17″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau, mit Satteldach in Ziegeldeckung. Straßenseitige Fassade nahezu symmetrisch aufgebaut mit mittigen zweigeschossigen, über Konsolen vorkragenden Erker, darüber Balkon und Zwerchhaus mit fünfteiligem Staffelgiebel. Erbaut 1902/03 durch Bauunternehmer und Maurermeister H. Meyer. | 30653892 |
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| Feldstraße 36 53° 14′ 32″ N, 10° 24′ 16″ O |
Wohnhaus | Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau, mit Satteldach in Ziegeldeckung, um die Ecke zur Uelzener Straße herumgeführt. Straßenseitige Fassaden schlicht mit Backsteinschmuck, abgeschrägter Ecke und akzentuierenden, im zweiten OG ansetzenden und über Dach reichenden turmartigen Erker mit geschwungenem Pyramidendach. Eingang in der Ostachse der Nordfassade. Erbaut 1902/03 durch Bauunternehmer und Maurermeister H. Meyer. | 30653909 |
Literatur
- Doris Böker: Hansestadt Lüneburg mit Kloster Lüne. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen. Band 22.1). Michael Imhof Verlag, Petersburg 2010, ISBN 978-3-86568-563-6, auf der beiliegenden CD
Weblinks
Commons: Feldstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien