Faye Gulini

Faye Gulini
Nation Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 24. März 1992
Geburtsort Salt Lake City
Größe 162 cm
Gewicht 55 kg
Karriere
Disziplin Snowboardcross
Nationalkader seit 2009
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × 0 × 1 ×
JWM-Medaillen 0 × 1 × 0 ×
 Snowboard-Weltmeisterschaften
Bronze 2017 Sierra Nevada Snowboardcross Team
 Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften
Silber 2010 Cardrona Snowboardcross
Platzierungen
Weltcup
 Debüt im Weltcup 1. März 2008
 Gesamtweltcup 41. (09/10)
 Snowboardcross-Weltcup 3. (2020/21)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Snowboardcross 0 6 2
 Teamwettbewerb 0 1 0
 

Faye Gulini (* 24. März 1992 in Salt Lake City, Utah) ist eine US-amerikanische Snowboarderin, die vor allem im Snowboardcross erfolgreich startet.

Werdegang

Gulini begann mit dem Snowboarden im Alter von neun Jahren, nachdem ihre Geschwister sie auf die Sportart aufmerksam gemacht hatten. Bald bestritt sie erste Wettkämpfe; mit 14 Jahren stand sie erstmals bei einem FIS-Rennen in der Halfpipe am Start, bei dem sie den 41. Rang belegte. Es folgten weitere Einsätze bei FIS-Rennen und im Nor-Am Cup, die Gulini nutzte, um regelmäßig die ersten zehn Plätze zu erreichen. Zugleich nahm sie auch an der Ticket to Ride World Snowboard Tour (TTR) teil, einer Konkurrenzserie zu den FIS-Wettkämpfen, bei der sie ebenfalls Top-Ten-Resultate erzielte. Im März 2008 wurde die 17-jährige US-Amerikanerin erstmals für den Snowboard-Weltcup nominiert und platzierte sich im Snowboardcross auf dem 30. Platz. Sieben Monate später klassierte sie sich als Neunte im Halfpipe-Wettbewerb von Saas-Fee deutlich besser. Das gleiche Ergebnis erreichte sie im März 2009 bei der Junioren-WM in Nagano, dort jedoch im Snowboardcross.

Die Etablierung in der internationalen Spitze gelang Gulini im Winter 2009/10: Innerhalb von drei Wochen fuhr sie im Weltcup im Snowboardcross zweimal auf den achten Rang, womit sie die interne Qualifikationsnorm für die Olympischen Winterspiele in Vancouver erfüllte. Bei Olympia wurde sie als jüngste von drei Teamkolleginnen im Snowboardcross eingesetzt und erreichte den zwölften Platz unter 24 Teilnehmern. Auch im Snowboardcross-Weltcup stand Gulini am Ende der Saison als Elfte auf einem vorderen Rang. Zu Beginn der Saison 2010/11 gewann die US-Amerikanerin ihre erste internationale Medaille, als sie bei den Juniorenweltmeisterschaften 2010 in Cardrona Zweite wurde und sich im Finale nur der Tschechin Eva Samková geschlagen geben musste. Im weiteren Saisonverlauf nahm sie nur am Weltcup in Telluride teil, welchen sie auf dem 19. Platz beendete und belegte bei den Weltmeisterschaften 2011 in La Molina den 17. Platz im Snowboardcross sowie den 12. Rang im Slopestyle. Ab der Saison 2011/12 startete sie im Weltcup nur noch in der Disziplin Snowboardcross. Dabei kam sie mit drei Top-Zehn-Platzierungen auf den 16. Platz im Snowboardcross-Weltcup und bei den Juniorenweltmeisterschaften 2012 in der Sierra Nevada auf den vierten Rang. In der Saison 2012/13 wurde sie Elfte im Snowboardcross-Weltcup und errang bei den Weltmeisterschaften 2013 im Stoneham den 14. Platz. Im folgenden Jahr verpasste sie bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi als Vierte nur knapp eine Medaille und fuhr bei den Winter-X-Games in Aspen auf den sechsten Platz im Snowboardcross.

In der Saison 2014/15 erreichte Gulini den 12. Platz im Snowboardcross-Weltcup und kam bei den Weltmeisterschaften 2015 am Kreischberg auf den neunten Platz. Zudem wurde sie bei der Winter-Universiade 2015 in der Sierra Nevada im Slopestyle sowie im Snowboardcross jeweils Sechste und bei den Winter-X-Games 2015 in Aspen Neunte im Snowboardcross. In der Saison 2015/16 fuhr sie mit drei Top-Zehn-Platzierungen auf den 11. Platz und in der Saison 2016/17 mit vier Top-Zehn-Platzierungen auf den neunten Platz im Snowboardcross-Weltcup. Dabei errang sie im Dezember 2015 in Montafon mit dem zweiten Platz im Teamwettbewerb ihre erste Podestplatzierung im Weltcup. Bei den Winter-X-Games 2016 in Aspen wurde sie Fünfte im Snowboardcross und errang bei den Weltmeisterschaften 2017 in der Sierra Nevada den 13. Platz im Einzelrennen. Außerdem gewann sie dort zusammen mit Lindsey Jacobellis die Bronzemedaille im Teamwettbewerb. Nachdem Plätzen fünf, sieben und vier im Weltcup sowie den Rängen zwei und eins im Europacup zu Beginn der Saison 2017/18, erreichte sie in Montafon mit dem zweiten Platz ihre erste Podestplatzierung im Weltcupeinzel. Es folgte noch die Plätze 15 sowie neun und beendete damit die Saison auf dem 12. Platz im Snowboardcross-Weltcup. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang, belegte sie den 21. Platz.

Nachdem Gulini in der Saison 2018/19 lediglich an drei Weltcups teilgenommen hatte und damit auf den 15. Platz im Snowboardcross-Weltcup kam, konnte sie in der Saison 2019/20 mit fünf Top-Zehn-Ergebnissen, darunter Platz drei im Big White Ski Resort den fünften Platz im Snowboardcross-Weltcup belegen. In der Saison 2020/21 wurde sie beim Weltcup in Chiesa in Valmalenco zweimal Zweite sowie in Bakuriani einmal Dritte und erreichte mit dem dritten Platz im Snowboardcross-Weltcup ihr bestes Gesamtergebnis. Beim Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften 2021 in Idre, belegte sie den 13. Platz im Einzel und den vierten Rang zusammen mit Hagen Kearney im Mixed-Teamwettbewerb. In der folgenden Saison fuhr sie bei sechs Weltcupteilnahmen viermal unter die ersten Zehn, darunter Platz zwei in Cervinia sowie in Veysonnaz und wurde damit Achte im Snowboardcross-Weltcup. Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking kam sie erneut auf den 13. Platz im Einzelrennen und zusammen mit Jake Vedder auf den neunten Rang im Mixed-Teamwettbewerb. In ihrer bisher letzten Saison 2022/23 belegte sie bei neun Teilnahmen am Weltcup fünf Top-Zehn-Ergebnisse, darunter Platz zwei in Cortina d’Ampezzo und erreichte damit den siebten Platz im Snowboardcross-Weltcup. Beim Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften 2023 in Bakuriani, wurde sie Neunte im Einzel und Siebte zusammen mit Senna Leith im Mixed-Teamwettbewerb.

Erfolge

Olympische Winterspiele

Snowboard-Weltmeisterschaften

Winter-X-Games

Weltcup-Gesamtplatzierungen

Saison Platz Punkte
2007/08 52. 32
2008/09 35. 230
2009/10 11. 1340
2010/11 39. 120
2011/12 16. 1100
2012/13 11. 1730
2013/14 26. 550
2014/15 12. 740
2015/16 11. 1810
2016/17 9. 1670
2017/18 12. 2560
2018/19 15. 840
2019/20 5. 2030
2020/21 3. 302
2021/22 8. 249
2022/23 7. 294