Fat Albert (2004)
| Film | |
| Titel | Fat Albert |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2004 |
| Länge | 94 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Joel Zwick |
| Drehbuch |
|
| Produktion | John Davis |
| Musik | Richard Gibbs |
| Kamera | Paul Elliott |
| Schnitt | Tony Lombardo |
| → Besetzung | |
Fat Albert ist eine US-amerikanische Mischfilm-Komödie mit Kenan Thompson in der Titelrolle. Sie setzt die Kinderserie Fat Albert und die Cosby Kids (1972–1985) fort, die Filmation nach einer Idee von Bill Cosby produzierte; Fat Albert und die Bande verlassen ihre Zeichentrickwelt der 1970er und betreten die reale Welt der 2000er, um der Teenagerin Doris Robertson zu helfen. Fat Albert erschien 2004 als eines der letzten Werke von Cosby, ehe ihn 2014 mehrere Frauen der sexuellen Nötigung beschuldigten.
Handlung
Doris Robertson ist eine depressive Teenagerin, die den Tod ihres Großvaters betrauert und sich gegen die Bemühungen ihrer Pflegeschwester Lauri stemmt, sich sozial zu engagieren. Als sie erfährt, dass ihre Eltern für zwei Tage auf einer Geschäftsreise in den Pocono Mountains sind, weint sie auf ihre Fernbedienung, während im Fernsehen Fat Albert und die Cosby Kids läuft. Dadurch öffnet sich ein Portal, durch das Fat Albert in die reale Welt kommt.
Rudy, Dumb Donald, Mushmouth, Bucky und Old Weird Harold kommen mit; Bill bittet Russell für sie die Stellung zu halten. Doris sagt, dass es ihr gut geht, die Bande erkennt jedoch, dass dies nicht stimmt. Da die Folge der Serie zu Ende ist, müssen sie bis zur Folge am nächsten Tag warten und begleiten Doris zur Schule, wo sie von den neuen Technologien begeistert sind.
Albert verliebt sich in Lauri. Reggie, ein nerviger Mitschüler, der ebenfalls in Lauri verliebt ist, fordert Albert zu einem Wettrennen heraus, das Albert gewinnt. Um Doris zu helfen, überreden sie die Cheerleader dazu, sie zu einer Party einzuladen. Doris erklärt sich trotz ihrer Zurückhaltung einverstanden. Bei der Party tanzt Lauri mit Albert. Um sie eifersüchtig zu machen, tanzt Reggie mit Doris und versucht sogar, sie zu küssen. Doris wehrt sich dagegen und Albert fordert von Reggie, sich von Doris fernzuhalten.
Am folgenden Tag geht Doris zur Schule, schickt die Bande jedoch in den Park. Der normalerweise ungeschickte Harold spielt erfolgreich Basketball, Mushmouth lernt von einem kleinen Mädchen, richtig zu sprechen und Donald liest in der Bibliothek ein Buch.
Nachdem die Bande mit Doris zurückkehrt, springen drei von ihnen – Bucky, Harold und Donald – zurück in den Fernseher. Breaking News unterbrechen die Sendung, ehe die restlichen vier zurückkehren können. Albert und Bill hatten zuvor über die Rückkehr gestritten. Die Bande besucht schließlich mit Doris und Lauri einen Jahrmarkt, woraufhin Doris sagt, dass sie Rudy daten würde, wenn er ein echter Mensch wäre.
Fat Albert sucht schließlich Hilfe bei seinem Schöpfer Bill Cosby und erklärt ihm die Situation. Cosby ist zunächst ängstlich und skeptisch, erklärt jedoch, dass der Charakter Fat Albert auf Doris Großvater Albert Robertson basiert, was erklärt, weshalb er ihr so vertraut erscheint. Cosby erzählt Fat Albert, dass sie in die Zeichentrickwelt zurückkehren müssen, da sie sonst zu Zelluloidstaub zerfallen.
Albert erklärt Lauri darauf, dass er sie verlassen muss. Am folgenden Tag kehren Mushmouth, Rudy und Bill zurück in den Fernseher. Albert besucht Doris und Lauri, die ein Wettrennen begehen und feuert Doris an. Reggie, der weiß, dass die Bande aus dem Fernsehen kommt, bedroht Albert, der ihn aber zur Seite schiebt. Auf einem geliehenen Skateboard fährt Albert zum Haus der Mädchen und verabschiedet sich von den Mädchen. Er schafft es rechtzeitig zurück ins Fernsehen und kann den Fokus der Folge von einer Bande von Mobbern zurückgewinnen.
Kurz darauf besuchen Cosby und seine Freunde, die ihm bei der Serie als Vorlage gedient haben, das Grab ihres Freundes Albert Robertson. Die Kamera zeigt dabei die jeweiligen Gegenstücke aus der anderen Welt. Doris beobachtet, wie die alten Männer weglaufen und erkennt, dass sie immer noch die gleichen Kinder sind, die Bill Cosby als Inspiration gedient haben. Bevor der Abspann beginnt, fordert Fat Albert die Zuschauer auf, sich den Abspann vollständig anzusehen und sich gegenseitig zu helfen.
Besetzung
- Kenan Thompson: „Fat Albert Jackson“ Albert Robertson
- Kyla Pratt: Doris Robertson
- Bill Cosby: er selbst
- Dania Ramírez: Lauri Robertson
- Shedrack Anderson III: Rudy Davis
- Keith Robinson: William „Bill“ Henry Cosby Jr.
- Marques Houston: Dumb Donald Parker
- Jermaine Williams: James „Mushmouth“ Mush
- Aaron Frazier: „Old Weird Harold“ Simmons
- Alphonso McAuley: Bucky Miller
- Omarion: Reggie
- J. Mack Slaughter, Jr.: Arthur
- Alice Greczyn: Becky
- Rick Overton: Coach Gillespie
- Keri Lynn Pratt: Heather
- Dylan Cash: Emmitt
Gastauftritte
- Aaron Carter: Darren (laut Abspann „Teenager“)
- Fonzworth Bentley: Verkäufer (Derek „Mr. Bentley“ Watkins)
- Jeff Garlin: Jerry (ungenannt)
- Joel Madden: Mitschüler von Mohawk (ungenannt)
- Mase: er selbst (Archivmaterial)
- Nick Zano: Handyverkäufer
- Denise Richards: Verkäuferin (Auftritt geschnitten)
Stimmen
- Jeremy Suarez: Russell Cosby
- Earl Billings: Mr. Mudfoot
- Raven-Symoné Pearman: Danielle
- Catero Colbert: Anführer der Teenager
- Charles Duckworth: Teenager #1
- Benjamin Diskin: Teenager #2
- Josh Uhler: Teenager #3
- Bill Ratner: Ansager
Entstehung und Veröffentlichung
In einem frühen Planungsstadium des Films war Omar Benson Miller als Hauptdarsteller vorgesehen, Forest Whitaker sollte Regie führen. Aufgrund kreativer Differenzen zwischen Whitaker und Bill Cosby wurden sie durch Kenan Thompson und Joel Zwick ersetzt.[2] David Gordon Green war ebenfalls daran interessiert, Regie zu führen und gab an, deshalb sogar einen Brief an Cosby geschrieben zu haben.[3]
Der Film hatte am 25. Dezember 2004 Premiere und spielte gegenüber einem Budget von 45 Mio. US-Dollar weltweit 48,6 Mio. US-Dollar ein, davon 48,1 Mio. US-Dollar in den USA.[4] Eine Heimvideo-Veröffentlichung folgte am 22. März 2005.[5]
Rezeption
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 23 %[6] |
| Metacritic (Metascore) | 39/100[7] |
| AllMovie | [8] |
| CinemaScore | A–[9] |
| Roger Ebert | [10] |
Fat Albert erhielt ein schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes größtenteils kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein. Dort formuliert man das Fazit: „Eine langweilige, aber gutmütige Adaption der Zeichentrickserie.“[6] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Ablehnend“ aus.[7]
„Der Film ist süß und leicht, aber nicht sehr überzeugend.“
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Fat Albert. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, April 2005 (PDF; Prüfnummer: 102 302 K).
- ↑ Gary Susman: Greek Wedding director takes on Fat Albert. In: Entertainment Weekly. 30. Juni 2003, abgerufen am 10. Januar 2020.
- ↑ Rodrigo Perez: DREW BARRYMORE, MOS DEF JOIN DAVID GORDON GREEN'S 'DUNCES'. In: MTV News. 11. Juli 2003, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 26. September 2022; abgerufen am 10. Januar 2020.
- ↑ Fat Albert bei Box Office Mojo
- ↑ Mike Long: Fat Albert. In: DVD Talk. 5. April 2005, abgerufen am 19. März 2018.
- ↑ a b Fat Albert. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 90 Kritiken).
- ↑ a b Fat Albert. In: Metacritic. Abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 26 Kritiken).
- ↑ Derek Armstrong: Kritik zu Fat Albert ( vom 18. Juli 2020 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
- ↑ Datenbankabfrage bei cinemascore.com
- ↑ a b https://www.rogerebert.com/reviews/fat-albert-2004
Weblinks
- Fat Albert bei IMDb
- Fat Albert bei Turner Classic Movies (englisch, derzeit von Deutschland aus nicht zugänglich)