Fanny Retemeyer
Emilie Marie Henriette Fanny Retemeyer (* 1857 in Bremen; † 19. Oktober 1916 ebenda) war eine deutsche Malerin.
Leben und Werk
Fanny Retemeyer wurde 1857 in Bremen geboren. Ihr Vater war der aus Amsterdam stammende Kaufmann Heinrich August Retemeyer. Er war Teilhaber der Firma Eggers und Franke und ihre Mutter die Bremerin Rebecca Henriette Franke. Sie hatte eine ältere Schwester Anna Henriette Retemeyer. Ihre Schwester heiratete den Reeder Diedrich Heinrich Wätjen. Fanny Retemeyer war künstlerisch sehr begabt und sie studierte an der Damenakademie in München. Sie lebte ab 1884 mit Clara Lorenz, geborene Brück zusammen, die zuvor mit Rudolph Victor Ferdinand Lorenz verheiratet gewesen war und unternahm 1892 eine Reise nach Italien, Frankreich, in die Türkei und nach Ägypten.[1]
Retemeyer war eine anerkannte Porträtmalerin in Bremen und ihre Porträts zeugten von ihren guten zeichnerischen und technischen Können. Ihre Bilder zeichnen sich dadurch aus, dass die Gesichter aus dem Dunkel auftauchen, gut modelliert in hellen Tönen gestaltet sind. Anlässlich seines 50. Geburtstags malte sie 1901 das Porträt von Heinrich Alfred Bulthaupt, dem Stadtbibliothekar, Dramaturg und Dichter. Sie schenkte ihm das Porträt und es wurde in der Stadtbibliothek aufgehängt. Im Focke-Museum befinden sich die Porträts von Elisabeth Dauelsberg, geb. Konitzki , Friedrich Wilhelm Dauelsberg, Nikolaus Delius (1883), Heinrich Wilhelm Melchers, Syabbe Friedrich Gristede (1903), Hermann August L.Salzenberg (um 1905), Lolo Delius, geb. Tewes und Julius Alexander Dreier.[1]
Ihre Werke wurden regelmäßig in der Kunsthalle ausgestellt. Auch auf der Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung 1890 in Bremen wurden ihre Bilder ausgestellt.[1]
Fanny Retemeyer starb am 19. Oktober 1916 in Bremen. In Bremen wurde sie mit einem FrauenOrt geehrt.[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Bremer Frauengeschichte - Biografien:Retemeyer,Fanny. In: bremerfrauengeschichte.de. Abgerufen am 9. Dezember 2025.