Fanny Méteier
Fanny Méteier (* um 1998) ist eine französische Tubaspielerin, die neben der Klassik auch Jazz und neue Improvisationsmusik interpretiert.
Leben und Wirken
Méteier wurde von ihrer Mutter, einer Tänzerin, schon früh ins Ballett mitgenommen. Im Alter von zweieinhalb Jahren hörte sie auf der Straße eine Blaskapelle spielen und begeisterte sich für deren Spiel. Bis sie sieben Jahre alt war, bettelte sie ihre Mutter an, Trompete spielen zu dürfen, aber der einzige freie Platz in der Musikschule war an der Tuba, die sie erlernte.[1] Nach einer vielseitigen musikalischen Ausbildung bei unterschiedlichen Lehrern begann sie 2017 am CNSM bei Gérard Buquet zu studieren, wo sie auch ihren Master absolvierte.[2]
Méteier arbeitete in Sinfonieorchestern und im Ensemble intercontemporain und richtete dann einen Teil ihrer Arbeit auf Jazz und improvisierte Musik aus. Frédéric Maurin holte sie in seine Ausgabe des Orchestre National de Jazz (in dessen Jugendorchester sie bereits gespielt hatte); sie ist auf Steve Lehmans Album «Ex Machina» zu hören. Zudem wurde sie Mitglied im «Collectif 2035» und dem «Red Star Orchestra»,[2] mit denen auch Alben entstanden. Weiterhin gehörte sie zum Musiktheater von Alice Laloy («Death Breath Orchestra», gegründet 2020) und praktizierte die freie Improvisation insbesondere mit dem Trompeter Timothée Quost (Flatten the Curve, 2021) und im Ensemble Liken.[1]
2024 gründete Méteier das Duo «Météore» mit der Bratschistin Maëlle Desbrosses,[2] das sich einem neuartigen Repertoire widmet,[3] sowie das Noise-Duo «Weird Legs» mit der Sängerin Andréa Giordano (EP „Sorry Babe, I Have Weird Legs“)[2] das (um Pierre Pradier und Marco Luparia erweitert) auch als Quartett «frantx» auftritt.[4] Mit Maëlle Desbrosses und Jean-Jacques Birgé entstand das Album «Codex», mit Birgé und Olivier Lété das Album «Raves». Weiterhin ist sie an Aufnahmen von Benjamin Duboc/Jeanne Benameur/Ensemble Icosikaihenagone und von Ensemble 0 beteiligt.
Preise und Auszeichnungen
Méteier war 2020 Preisträgerin der Fondation Meyer und der Fondation de France – Legs Baradat. Beim Internationalen Tuba- und Euphonium-Wettbewerb 2021, organisiert von der International Tuba Euphonium Association, erhielt sie den ersten Preis in der Kategorie Solokünstler.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Jean-Jacques Birgé: Fanny Meteier Giant Steps 2024. In: jazz-fun.de/Citizen Jazz. 8. März 2024, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ a b c d e Fanny Meteier. In: Orchestre National de Jazz. Abgerufen am 8. Januar 2026 (französisch).
- ↑ « Entre nous » de Suiha Yoshida pour alto et tuba (Diffusion intégrale). In: France Musique. 5. Januar 2025, abgerufen am 8. Januar 2026 (französisch).
- ↑ frantx. In: jazzstadt.de. 2025, abgerufen am 8. Januar 2026.