Fabiana imbricata
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Fabiana imbricata | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Ruiz & Pav. |
Fabiana imbricata ist eine Pflanzenart aus der Gattung Fabiana innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), die unter dem Handelsnamen „Pichi Pichi“ vertrieben wird.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Fabiana imbricata ist ein Strauch mit Wuchshöhen von bis zu 3,5 Metern erreicht. An den Hauptzweigen stehen dachziegelartig angeordnet eiförmige, verkahlende Laubblätter.
Generative Merkmale
Die endständigen Blüten sind nahezu sitzend und die Blütenstiele sind nur 0,5 bis 1,2 Millimeter lang.
Die zwittrigen Blüten sind besitzen eine doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist bei einer Länge von 2,5 bis 3 Millimetern becherförmig und endet mit stumpfen Kelchzähnen. Die Krone ist bei einer Länge von 14 bis 20 Millimetern trichterförmig, meist weiß, ab und an hell-lilafarben, gelb oder bläulich. Die Kronlappen sind abstehend oder zurückgebogen. Die Staubblätter sind zweigestaltig. Die Staubbeutel bei einer Länge von 1,2 bis 1,5 Millimetern sowie einer Breite von etwa 1 Millimeter eiförmig. Die Theken stehen getrennt. Die Narbe ist leicht gespalten.
Die Kapselfrucht ist eine etwa 6 Millimeter lang. Die Samen sind 1 bis 1,5 × 0,4 bis 0,5 × etwa 0,3 Millimeter.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.[1]
Verbreitung
Fabiana imbricata wächst im zentralen Chile, sowie in Patagonien und im Monte Argentiniens. Die Standorte liegen in Höhenlagen von 750 bis 3200 Metern.
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Fabiana imbricata erfolgte 1799 durch Hipólito Ruiz López und José Antonio Pavón in Flora Peruviana, et Chilensis, Band 2, Seite 12 Tafel 122.
Nutzung
Fabiana imbricata findet in der südamerikanischen Volksheilkunde Gebrauch und wird in Chile bevorzugt als starkes Diuretikum eingesetzt. Angeblich soll die Droge einen wurmtreibenden Effekt auf Nutztiere ausüben. Die homöopathische Anwendung stellt ein Extrakt der Zweigspitzen oder der Rinde in Form einer Urtinktur dar. Die Indianer Nordchiles verräuchern Fabiana imbricata in rituellen Zeremonien, um so unwillkommene Geister und Dämonen fernzuhalten. Der inhalierte Rauch soll leichte Euphorie verursachen und im kulturellen Rahmen wohl „ekstatische“ Berauschung auslösen können.[2]
Quellen
Literatur
- G. E. Barboza, Armando T. Hunziker: Solanaceae, parte 8. Nicotianinae, parte A. Fabiana. In: Flora fanerogamica Argentina, Fasc. 56, 1996, S. 1–9.
Einzelnachweise
- ↑ Fabiana imbricata bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
- ↑ Christian Rätsch: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen, AT-Verlag 2007, ISBN 978-3-03800-352-6.