FLUGT – Refugee Museum

Das Museum FLUGT – Refugee Museum wurde 2022 in der Ortschaft Oksbøl in der Varde Kommune auf dem Gelände des früheren Flüchtlingslagers Oksbøl eingerichtet.

Geschichte

Das Museum ist in dem früheren Krankenhausgebäude des etwa 4 km² großen Flüchtlingslagers eingerichtet worden und wurde am 25. Juni 2022 durch Königin Margrethe II. eröffnet. Die Einrichtung des Museums wurde im Wesentlichen durch das dänische Kulturministerium, der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Schleswig-Holstein sowie durch den Augustinus-Fonds (Augustinus-Fonden), durch den Nordea-Fonds (Nordea-Fonden) und die Varde Kommune finanziert. Das Gebäude wurde durch die Bjarke Ingels Group als moderner Neubau aus Cortenstahl entworfen. Das Gebäude verbindet die historischen Krankenbauten des früheren Flüchtlingslagers.

Bereits in den 1980er Jahren war der Bau eines Museums geplant worden. Das Krankenhausgebäude wurde zwischenzeitlich als Jugendherberge genutzt.[1]

Das Museum wird seit der Eröffnung von Claus Kjeld Jensen geleitet. Es beschäftigt sich neben der Geschichte des früheren Flüchtlingslagers, das in der Zeit von 1945 bis 1949 etwa 35.000 Deutsche beherbergte und damit damals die sechstgrößte Stadt Dänemarks war, mit der Migration nach Dänemark im Laufe der letzten 50 Jahre.

Literatur

  • John V. Jensen: Großstadt hinter Stacheldraht. Blåvand, 2022. ISBN 978-87-93713-16-1.
Commons: FLUGT Museum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Jensen, S. 109–110.

Koordinaten: 55° 38′ 7″ N, 8° 16′ 14″ O