FC Venedig
| FC Venedig | ||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name | Venezia Football Club S.p.A. | |||
| Sitz | Venedig, Italien | |||
| Gründung | 1907 | |||
| Farben | orange, schwarz, grün | |||
| Präsident | Duncan Niederauer | |||
| Website | veneziafc.it | |||
| Erste Fußballmannschaft | ||||
| Cheftrainer | Giovanni Stroppa | |||
| Spielstätte | Stadio Pierluigi Penzo | |||
| Plätze | 12.048 | |||
| Liga | Serie B | |||
| 2024/25 | 19. Platz (Serie A) | |||
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Der Venezia Football Club, kurz Venezia FC, im deutschen Sprachraum auch bekannt als FC Venedig, ist ein 1907 gegründeter Fußballverein aus Venedig (italienisch Venezia). Seit der Saison 2025/26 spielt der Verein in der Serie B.
Weitere Bezeichnungen sind I Leoni Alati (deutsch „Die geflügelten Löwen“) und Gli Arancioneroverdi (deutsch „Die Orange-Schwarz-Grünen“).
Geschichte
Venezia Foot Ball Club
Der Verein mit dem englischen Namen Venezia Foot Ball Club wurde am 14. Dezember 1907 gegründet.[1] Seine Vereinsfarben waren Schwarz-Grün. In der Saison 1909 erreichte der Verein als einziges eingeschriebenes Team aus der Region Venetien automatisch das Semifinale der Italienischen Meisterschaft, das man mit 3:18 am Gesamtergebnis gegen die US Milanese verlor.
Associazione Calcio Venezia (AC Venedig)
1919 wurde der Name nach Verschmelzung mit dem Aurora F.B.C. in Associazione Calcio Venezia geändert.[1] In der Saison 1928/29 spielte die AC Venedig erstklassig. In der Saison 1929/30 spielte man in der neu geschaffenen Serie B. 1930 wechselte der Verein seinen Namen in Società Sportiva Serenissima sowie die Vereinsfarben in venezianisch rot. Nach kurzer Zeit wurde dies rückgängig gemacht.
Anfang der 1940er hatte der Verein seine größten Erfolge. In der Saison 1940/41 gewann man mit Trainer Giovanni Battista Rebuffo den italienischen Pokal (Coppa Italia) und 1941/42 wurde Venezia Dritter in der Serie A.[2]
Im Jahr 1987 fusionierte der Verein mit der AC Mestre und für kurze Zeit wurde der Name in Calcio Venezia-Mestre geändert. Nach Jahren in der Serie C stieg der Verein 1990/91 unter seinem vorigen Namen AC Venedig wieder in die Serie B auf und schaffte in der Saison 1997/98 nach 30 Jahren wieder den Aufstieg in die Serie A. Nach dem Abstieg aus der Serie A in der Saison 2001/02 geriet der Klub in Schwierigkeiten und stieg 2004/05 in die Serie C1 ab.
Am 22. Juni 2005 erklärte sich der Verein für bankrott.[1]
Società Sportiva Calcio Venezia (SSC Venedig)
Der Nachfolgeverein Società Sportiva Calcio Venezia startete in der Serie C2 und stieg sofort in die Serie C1 auf. Er wurde im Sommer 2009 zahlungsunfähig.
FBC Unione Venedig
Der Foot Ball Club Unione Venezia wurde am 27. Juli 2009 gegründet und startete in der fünftklassigen Serie D. Nachdem in den Saisons 2009/10 und 2010/11 der Aufstieg in die viertklassige Lega Pro Seconda Divisione (ehemals Serie C2) jeweils im Aufstiegs-Playoff-Finale verpasst worden war, gewann der FBC Unione Venedig in der Saison 2011/12 die Meisterschaft der Girone C der Serie D und sicherte sich dadurch die Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse und niedrigste Profiliga. Außerdem wurde mit einem Sieg über Teramo Calcio die Meisterschaft der Serie D gewonnen. In der Saison 2012/13 gelang der zweite Aufstieg in Folge, nachdem die Mannschaft aus Venedig in den Aufstiegs-Playoffs die AC Renate und die AC Monza Brianza besiegt hatte. 2013/14 spielte der Verein somit in der drittklassigen Lega Pro Prima Divisione (ehemals Serie C1).
Der russische Großunternehmer Juri Korablin war von 2011 bis 2015 Besitzer des FBC Unione Venedig. An der Übernahme des Klubs war auch der russische Unternehmer Alex Samochin beteiligt, der im Raum Venedig lebt.[3]
FC Venedig
2015 ging der FBC Unione Venedig in die Insolvenz und wurde als FC Venedig neu gegründet. Neuer Besitzer wurde der US-amerikanische Unternehmer Joe Tacopina; im Spielbetrieb startete man in der Serie D neu. Als Meister der Serie D stiegen die „Lagunari“ in die drittklassige Lega Pro, Girone B auf. Nach einem erneuten Aufstieg spielte der Verein bis 2021 in der zweitklassigen Serie B.
Am 27. Mai 2021 gelang durch 1:1 im Playoff-Rückspiel (1:0-Sieg im Hinspiel) gegen die AS Cittadella der Aufstieg in die Serie A nach insgesamt 19 Jahren Abstinenz.[4] Nachdem man in der höchsten Spielklasse 2021/22 den 20. Platz belegt hatte, stieg der Verein nach einer Saison wieder in die Serie B ab.
Logohistorie
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1990–2005
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2005–2009
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2009–2013
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2017–2022
Aktueller Kader der Saison 2025/26
Stand: 28. August 2025[5]
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Statistiken
Sportliche Erfolge
- Coppa Italia
- Serie A
- Serie B
- Meister: 1961, 1966
Ligazugehörigkeit
- Serie A: 14 Spielzeiten, zuletzt 2024/25
- Serie B: 41 Spielzeiten, wieder seit 2025/26
- Serie C: 33 Spielzeiten, zuletzt: 2016/17
- Aufstiege (7): 1936, 1956, 1988, 1991, 2006, 2013, 2017
- Abstiege (4): 1977, 1982, 2009, 2015
Ehemalige Spieler
- Juan Agostino Alberti
- Luigi Allemandi
- Daniel Andersson
- Aldo Ballarin
- Paolo Barison
- Can Bartu
- Fabio Bazzani
- Francesco Benussi
- Fábio Bilica
- Joachim Björklund
- Igor Budan
- Kewullay Conteh
- Virginio De Paoli
- Marco Delvecchio
- Arturo Di Napoli
- Enrico Fantini
- Maurizio Ganz
- Francesco Guidolin
- Giuseppe Iachini
- Robert Ibertsberger
- Michael Konsel
- Nii Lamptey
- Lucien Leduc
- Martin Lejsal
- Ezio Loik
- Claudio Maiani
- Mancini
- Pedro Manfredini
- Ferruccio Mazzola
- Valentino Mazzola
- Stefano Morrone
- Luis Nani
- Bruno N’Gotty
- Luís Oliveira
- Gerhard Poschner
- Sandro Puppo
- Álvaro Recoba
- Francesco Romano
- Gaetano Salvemini
- Stefan Schwoch
- Pietro Serantoni
- Michele Serena
- Andrea Soncin
- Giorgio Stivanello
- Cesare Valinasso
- Paolo Vanoli
- Christian Vieri
- Cristiano Zanetti
- Kenneth Zeigbo
Ehemalige Trainer
- Luigi Barbesino
- Giancarlo Corradini
- Giovan Battista Fabbri
- Alfredo Foni
- Giuseppe Iachini
- Filippo Inzaghi
- Luigi Maifredi
- Antal Mally
- Rino Marchesi
- Giuseppe Materazzi
- Walter Novellino
- Imre Payer
- Cesare Prandelli
- Julio César Ribas
- Humberto Rosa
- Giuseppe Sabadini
- Franz Sedlacek
- Michele Serena
- Andrea Soncin
- Rudolf Stanzel
- László Székely
- Attilio Tesser
- Gian Piero Ventura
- Alberto Zaccheroni
- Paolo Zanetti
- Walter Zenga
Weblinks
- Offizielle Website des FC Venedig (italienisch, englisch)
Einzelnachweise
- ↑ a b c Venezia FC. In: weltfussballarchiv.com. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 5. April 2012; abgerufen am 6. September 2018.
- ↑ Sean Walker: Venezia FC – The Story And The Future. In: worldfootballindex.com. 9. April 2017, abgerufen am 6. September 2018.
- ↑ Serie D: Russe übernimmt Venedigs Fußball-Klub. In: RP Online. 16. Februar 2011, abgerufen am 31. Juli 2018.
- ↑ Treffer in der Nachspielzeit: In doppelter Unterzahl schießt sich Venedig nach 19 Jahren zurück in die Serie A. In: Der Spiegel. 28. Mai 2021, abgerufen am 28. Mai 2021.
- ↑ Venezia FC - Vereinsprofil. Abgerufen am 28. August 2025.