Eugène Assézat de Bouteyre
Charles-Louis-Eugène Assézat de Bouteyre (* 7. Juli 1864 in Clermont‑Ferrand; † 3. April 1942 in Le Puy‑en‑Velay) war ein französischer Maler, der vorwiegend als Genre- und Porträtmaler tätig war und dessen Werk vom Symbolismus geprägt ist.[1]
Leben
Er wurde 1864 in Clermont-Ferrand geboren. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung bei William-Adolphe Bouguereau, Gabriel Ferrier und Tony Robert-Fleury. Ab den späten 1880er Jahren war er als Maler aktiv und stellte nahezu regelmäßig im Pariser Salon des Artistes Français aus. Seine Ausstellungstätigkeit dort ist von 1887 bis in die 1930er Jahre nachweisbar, wobei er insbesondere zwischen 1887 und 1905 fast jährlich vertreten war. Im Jahr 1892 erhielt er beim Pariser Salon eine ehrenvolle Erwähnung für das Gemälde La Fleuriste endormie. 1893 war er an der dekorativen Ausgestaltung des Theaters von Le Puy-en-Velay beteiligt und fertigte hierfür mehrere Entwürfe für die Deckenmalerei an. Assézat de Bouteyre war zunächst in Paris tätig und lebte später in Neuilly-sur-Seine. Er starb 1942 in Le Puy-en-Velay.[1]
Werk
Sein künstlerisches Werk umfasst überwiegend Genredarstellungen mit symbolistischen Anklängen sowie Porträts und Stillleben. Charakteristisch für seine Malerei ist eine zurückhaltende, häufig kühle Farbpalette, in der Blautöne eine wichtige Rolle spielen. Zu seinen bekannten Gemälden zählen La Fleuriste endormie (1892), Rêverie (1894), das Porträt von Léon Giron (1889) und Jeune marchande de fruits (frühes 20. Jahrhundert). Darüber hinaus schuf er 1914 das Gemälde Le Jardinier – Jardin à Saint-Jean-Cap-Ferrat sowie 1930 ein Stillleben. Mehrere seiner Werke sowie Entwürfe zur Ausmalung des Theaters von Le Puy-en-Velay befinden sich im Musée Crozatier in Le Puy-en-Velay.[1]
Literatur
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.