Eugène Alluaud
Eugène (Gilbert Eugène) Alluaud (* 25. März 1866 in Limoges; † 27. Juli 1947 in Crozant) war ein französischer Maler und Keramiker.[1]
Leben
Eugène Alluaud wurde 1866 in Limoges geboren. Er studierte Malerei bei William-Adolphe Bouguereau und Tony Robert-Fleury. Neben seiner Tätigkeit als Maler arbeitete er als Keramiker und Modelleur. Er wirkte als Konservator des Musée Adrien-Dubouché in Limoges, war Vizepräsident des Verwaltungsrates der Porzellanmanufaktur Sèvres und übernahm 1928 den Vorsitz der Jury für Malerei des Salon d’Automne. Für seine künstlerische Arbeit wurde er mit dem Titel Chevalier de la Légion d’Honneur ausgezeichnet. Eugène Alluaud stellte unter anderem 1910 im Salon des Indépendants sowie ab 1911 im Salon d’Automne in Paris aus. Zudem nahm er an der Weltausstellung in Brüssel im Jahr 1910 teil. 1929 erhielt er den Grand Prix der Exposition française in Kairo. Eugène Alluaud starb 1947 in Crozant.[1]
Werk
Eugène Alluaud schuf ein umfangreiches malerisches Werk, das der Tradition des französischen Impressionismus zuzuordnen ist. Er widmete sich vorwiegend der Darstellung von Landschaften aus dem Tal der Creuse, dem Limousin, der Ariège und der Provence. Seine Gemälde weisen stilistische Nähe zu Armand Guillaumin auf und erinnern teilweise an Werke von Alfred Sisley. Ebenso geschätzt sind seine Skizzen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, darunter Motive aus Limoges und Rouen.[1]
Seine Werke befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, darunter im Musée Bertrand in Châteauroux, im Musée de Guéret sowie im Musée Municipal in Limoges. Zu den dokumentierten Arbeiten zählen unter anderem Limoges, la Cathédrale et la Vienne (1904), Démolition du quartier à Limoges: La trachée ouverte pour les fondations de la nouvelle Préfecture (1899), Paysage près de Crozant: effet du matin (1905) und Entrée de village: effet de neige (1904).[1]
Literatur
- Ulrich Thieme: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Band 1, E. A. Seemann, Leipzig, 1907.
- Édouard Joseph: Dictionnaire biographique des artistes contemporains, Band I, Art & Édition, Paris, 1930.
- Gérald Schurr: Les petits maîtres de la peinture, valeur de demain, Band II, Éditions de l’Amateur, Paris, 1972.
- Emmanuel Bénézit: Dictionnaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs, Band I, Gründ, Paris, 1976.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.
- Allgemeines Künstlerlexikon: Artists of the World Online, De Gruyter, Berlin / New York, 2009.
Weblinks
- Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online, De Gruyter, 2009.