Ethylarsinoxid
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Ethylarsinoxid | ||||||||||||
| Summenformel | C2H5AsO | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 119,98 g·mol−1 | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Ethylarsinoxid ist eine organische Verbindung aus der Gruppe der Organoarsenverbindungen.
Geschichte
Ethylarsinoxid war ein Intermediat in der Herstellung des Kampfstoffs Ethylarsindichlorid, der im Ersten Weltkrieg verwendet wurde.[3]
Herstellung
Ethylarsinoxid kann durch Reaktion von Ethylarsindiiodid (aus Arsentrioxid und Ethyliodid) mit Calciumchlorid und Natriumcarbonat gewonnen werden. Eine Alternative Herstellungsmethode ist die Umsetzung von Arsentrioxid mit Ethylchlorid bei 100 °C.[4] Eine weitere Alternative geht von Natriumorthoarsenit aus. Dieses wird zunächst mit Ethylchlorid zu Ethylarsonsäure umgesetzt und diese dann mit Schwefeldioxid reduziert.[5] Ethylarsinoxid entsteht auch bei der Hydrolyse von Ethylarsindichlorid.[6]
Eigenschaften und Reaktionen
Ethylarsinoxid liegt üblicherweise als Trimer vor.[5] Durch Reaktion mit Chlorwasserstoff oder Chlor kann Ethylarsinoxid zu Ethylarsindichlorid umgesetzt werden.[4]
Einzelnachweise
- ↑ Eintrag zu Arsenverbindungen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 16. Oktober 2025. (JavaScript erforderlich)
- ↑ Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Arsenverbindungen, mit Ausnahme der namentlich in diesem Anhang bezeichneten in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 16. Oktober 2025. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
- ↑ Barbara Radke, Linda Jewell, Stuart Piketh, Jacek Namieśnik: Arsenic-Based Warfare Agents: Production, Use, and Destruction. In: Critical Reviews in Environmental Science and Technology. Band 44, Nr. 14, 18. Juli 2014, S. 1525–1576, doi:10.1080/10643389.2013.782170.
- ↑ a b Kirby E. Jackson: Sternutators. In: Chemical Reviews. Band 17, Nr. 2, 1. Oktober 1935, S. 251–292, doi:10.1021/cr60057a004.
- ↑ a b M. S. Kharasch, Elwood V. Jensen, Sidney Weinhouse: ALKYLATION REACTIONS OF TETRAETHYLLEAD. A NEW SYNTHESIS OF ETHYLDICHLOROARSINE AND RELATED COMPOUNDS 1. In: The Journal of Organic Chemistry. Band 14, Nr. 3, Mai 1949, S. 429–432, doi:10.1021/jo01155a014.
- ↑ Douglas G. Nicholson: Toxic chemical materials. In: Journal of Chemical Education. Band 21, Nr. 5, Mai 1944, S. 219, doi:10.1021/ed021p219.