Eselsburger Tal (Schonwald)
Schonwald
„Eselsburger Tal“ | ||
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Der Schonwald liegt an den Hängen eines Umlaufbergs der Brenz (links im Bild) | ||
| Lage | Gerstetten, Herbrechtingen im Landkreis Heidenheim, Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Fläche | 143,0902 ha | |
| Kennung | 200367 | |
| Geographische Lage | 48° 36′ N, 10° 10′ O | |
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| Einrichtungsdatum | 19. April 2005 | |
| Verwaltung | Forstdirektion Tübingen | |
Das Gebiet Eselsburger Tal ist ein mit Verordnung vom 19. April 2005 durch die Körperschaftsforstdirektion Tübingen ausgewiesener Schonwald (Schutzgebiet-Nummer 100436) bei Herbrechtingen im Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg.
Lage
Das Schutzgebiet besteht aus vier Teilen. Der östlichste Teil befindet sich an den Hängen eines Umlaufberges der Brenz. Es liegt im Staatswald Landkreis Heidenheim (früher Giengen) und umfasst die Abteilungen 1, 4, 5, 6, 9 und 10 des Distriktes 14 „Buigen“, die Abteilungen 1–3 des Distriktes 20 „Teichhau“ sowie Teile der Abteilung 9 des Distriktes 22 „Mönchshau “. Der Bannwald liegt südlich von Herbrechtingen. Es handelt sich um edellaubholzreiche Bestände an felsdurchsetzten Hängen.[1] Im Osten, Süden und Westen grenzt der Schonwald an das Naturschutzgebiet Eselsburger Tal und im Osten, Süden und Westen grenzt der Schonwald an den Bannwald Buigen. Im Norden grenzt der Schonwald an das Landschaftsschutzgebiet Eselsburger Tal mit Buigen und angrenzenden Geländeteilen Der Schonwald ist Teil des FFH-Gebiets Giengener Alb und Eselsburger Tal und der Schonwald ist Teil des Vogelschutzgebiets Eselsburger Tal. Im Osten grenzt das Gewässer Altwasser (Brenz, Herbrechtingen) an den Schonwald.
Im Schutzgebiet liegen vierzehn Biotope: Wald in Habstall NW Bindstein mit der Biotopnummer 273261350077, Höhlen im Habstall NW Bindstein mit der Biotopnummer 273261357556, Wald NW Falkenstein NSG "Eselsburger Tal" mit der Biotopnummer 273261350080, Felsen am Stürzel SW Herbrechtingen mit der Biotopnummer 273261350076, Waldmantel am Bindsteinhang O Bindstein mit der Biotopnummer 273261350078, Felsen bei Bindstein Fischerfelsen mit der Biotopnummer 273261350079, Wachholderheide im NSG Eselsburger Tal nördlich Bindstein mit der Biotopnummer 173261353810, Wald am Buigen NO Falkenstein mit der Biotopnummer 273261350509, Felsen am Buigen NO Falkenstein mit der Biotopnummer 273261357528, Hecke im NSG Eselsburger Tal westlich Eselsburg mit der Biotopnummer 174271353876, Hecke im NSG Eselsburger Tal westlich Eselsburg II mit der Biotopnummer 173271353875, Wald am Buigen-SW-Hang W Eselsburg mit der Biotopnummer 273271350155, Pflanzenstandort SW Eselsburg mit der Biotopnummer 274271350507 und Linsenfels am Buigen S Herbrechtingen mit der Biotopnummer 273271350152.
Geologie
Der Untergrund besteht aus Weißem Jura.
Vegetation
Im Schonwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Pflanzen vor: Spitzahorn, Berg-Ahorn, Giersch, Buschwindröschen, Gelbes Windröschen, Aronstab, Gewöhnliche Haselwurz, Hirschzungenfarn, Braunstieliger Streifenfarn, Breitblättrige Glockenblume, Gemeine Hainbuche, Schöllkraut, Wechselblättriges Milzkraut, Hohler Lerchensporn, Mittlerer Lerchensporn, Zerbrechlicher Blasenfarn, Echter Seidelbast, Echter Wurmfarn, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Mandelblättrige Wolfsmilch, Rotbuche, Scharbockskraut, Gemeine Esche, Gewöhnliche Goldnessel, Wald-Labkraut, Ruprechtskraut, Gemeiner Efeu, Leberblümchen, Gefleckte Taubnessel, Frühlingsknotenblume, Türkenbund, Rote Heckenkirsche, Ausdauerndes Silberblatt, Wald-Bingelkraut, Wald-Flattergras, Einbeere, Gemeine Fichte, Hain-Rispengras, Vielblütige Weißwurz, Gewöhnlicher Tüpfelfarn, Hohe Schlüsselblume, Stieleiche, Gewöhnliche Traubenkirsche, Wolliger Hahnenfuß, Stachelbeere, Schwarzer Holunder, Fuchssches Greiskraut, Wald-Ziest, Sommerlinde, Bergulme, Große Brennnessel, Hecken-Wicke, Kleines Immergrün, Wald-Veilchen, Wespenbussard, Grauspecht, Grünspecht, Feldahorn, Berg-Lauch, Gemeine Akelei, Zittergras-Segge, Wald-Segge, Maiglöckchen, Roter Hartriegel, Gemeine Hasel, Zweigriffeliger Weißdorn, Wald-Knäuelgras, Pfingstnelke, Mädesüß, Wald-Gelbstern, Waldmeister, Blutroter Storchschnabel, Kleines Springkraut, Gemeiner Wacholder, Frühlings-Platterbse, Männliches Knabenkraut, Wald-Sauerklee, Vogelkirsche, Geflecktes Lungenkraut, Hundsrosen, Roter Holunder, Schatten-Steinbrech, Knotige Braunwurz, Weiße Fetthenne, Nickendes Leimkraut, Große Sternmiere, Königskerzen, Wolliger Schneeball, Weiße Schwalbenwurz, Wunder-Veilchen, Uhu, Waldbaumläufer, Dohle, Mittelspecht, Wanderfalke, Turmfalke, Waldkauz, Zusammengedrücktes Rispengras, Frühlings-Fingerkraut, Schlehdorn, Tauben-Skabiose, Kalk-Blaugras, Taubenkropf-Leimkraut, Echte Mehlbeere, Trauben-Gamander, Edel-Gamander, Breitblättriger Thymian, Großer Abendsegler, Gemeine Schafgarbe, Echte Betonie, Fieder-Zwenke, Aufrechte Trespe, Gemeiner Wirbeldost, Zypressen-Wolfsmilch, Echter Schaf-Schwingel, Wald-Erdbeere, Gemeine Esche, Wiesen-Labkraut, Gewöhnlicher Flügelginster, Echte Nelkenwurz, Gelbes Sonnenröschen, Echter Wiesenhafer, Echtes Johanniskraut, Gewöhnlicher Liguster, Oregano, Steppen-Lieschgras, Kleine Bibernelle, Purgier-Kreuzdorn, Weißklee, Zaun-Wicke, Raues Veilchen, Mauerraute, Frühlings-Segge, Berg-Segge, Weidenröschen, Blasser Schafschwingel, Wald-Habichtskraut, Mauerlattich, Echte Schlüsselblume, Dunkles Lungenkraut, Feld-Rose, Gewöhnlicher Löwenzahn, Schmalblättriger Arznei-Baldrian, Feld-Steinquendel, Gemeiner Odermennig, Kelch-Steinkraut, Blaugrüne Segge, Silberdistel, Stängellose Kratzdistel, Frühlings-Hungerblümchen, Gewöhnlicher Natternkopf, Gewöhnlicher Reiherschnabel, Warzen-Wolfsmilch, Gewöhnlicher Rot-Schwingel, Kleines Habichtskraut, Pyramiden-Schillergras, Gewöhnlicher Hornklee, Feld-Hainsimse, Stängelumfassendes Hellerkraut, Waldkiefer, Mittlerer Wegerich, Wiesen-Rispengras, Schopfige Kreuzblume, Knolliger Hahnenfuß, Wiesensalbei, Kleiner Wiesenknopf, Dreifinger-Steinbrech, Scharfer Mauerpfeffer, Milder Mauerpfeffer, Aufrechter Ziest, Sandlöwenzahn, Edel-Gamander, Berg-Gamander, Großer Ehrenpreis, Zauneidechse, Knoblauchsrauke, Berg-Lauch, Rispige Graslilie, Gewöhnliche Berberitze, Hänge-Birke, Wald-Zwenke, Rundblättrige Glockenblume, Nesselblättrige Glockenblume, Gewöhnliches Knäuelgras, Breitblättrige Ständelwurz, Echtes Labkraut, Breitblättrige Stendelwurz, Waldgerste, Berg-Johanniskraut, Wiesen-Wachtelweizen, Nickendes Perlgras, Traubeneiche, Brombeeren, Straußblütige Wucherblume, Berg-Leinblatt, Echter Baldrian, Färber-Meier, Pfirsichblättrige Glockenblume, Finger-Segge, Weißes Waldvöglein, Gewöhnliche Waldrebe, Kartäusernelke, Großblütiger Fingerhut, Blaugrünes Labkraut, Gewöhnlicher Hufeisenklee, Dürrwurz, Breitblättriges Laserkraut, Echtes Leinkraut, Sichelklee, Dreinervige Nabelmiere, Kleine Traubenhyazinthe, Berg-Hellerkraut, Echtes Salomonssiegel, Weißes Fingerkraut, Rote Johannisbeere, Gewöhnliche Goldrute, Gold-Kälberkropf, Kletten-Labkraut, Gold-Hahnenfuß, Mehlige Königskerze, Kleinblütige Königskerze, Großes Kranzmoos, Waldeidechse, Gewöhnliche Douglasie, Ähriges Christophskraut, Berg-Platterbse, Vogelbeere.
Schutzzweck
Der Schutzzweck des Schonwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung
- die Erhaltung und Förderung eines vielfältigen, standortstypischen und naturnahen Waldökosystems. Es wird von zahlreichen, an die unterschiedlichen Hangstandorte eines Umlaufberges der Brenz angepassten Waldgesellschaften sowie von im Wald eingeschlossenen Felsen und deren typischer Vegetation geprägt und beheimatet zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Betreuung
Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch
Weblinks
- Steckbrief des Schonwaldes im Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte