Erwein von Schönborn-Wiesentheid

Erwein Klemens Chlodwig Karl Maria Graf von Schönborn-Wiesentheid (* 6. Oktober 1877 auf Schloss Wiesentheid; † 12. November 1942 in München) war ein deutscher Jurist, Arzt und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben

Erwein von Schönborn-Wiesentheid entstammte dem ursprünglich aus dem Rheingau und Taunus kommenden Adelsgeschlecht Schönborn und war ein Sohn des Grafen Arthur von Schönborn-Wiesentheid (1846–1915) und dessen Ehefrau Stephanie Marie Antonie zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1851–1891)[1]. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit Promotion zum Dr. jur. folgte ein Studium der Humanmedizin an den Universitäten in Kiel, Heidelberg und München, das er 1909 als Dr. med. abschloss. Er wirkte als Arzt am Krebsinstitut London und als Biologe am Tropeninstitut Hamburg und an der Zoologischen Station Neapel.

Nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1915 hatte er als erblicher Reichsrat bis 1918 einen Sitz in der Kammer der Reichsräte, deren Mitglieder neben den Mitgliedern der Kammer der Abgeordneten den Bayerischen Landtag bildeten.

Familie

Schönborn-Wiesentheid war seit 1913 mit Donna Ernestina Ruffo della Scaletta (1880–1965) verheiratet. Aus der Ehe sind die Kinder Friedrich Karl Anton (1916–1998) und Rudolf Erwein Ernst (1918–1998) hervorgegangen.

Öffentliche Ämter

  • Ab 1923 Vorsitzender der Gesellschaft für Fränkische Geschichte e.V.
  • Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft zur Erneuerung der katholischen Kirchenmusik, die 1930 in Frankfurt gegründet wurde

Ehrungen und Auszeichnungen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Gothaischer genealogischer Hofkalender nebst diplomatisch-statistichem Jahrbuch 1912. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).